Emmabuntüs Debian Edition 3 1.04 erschienen

EmmaDE3 mit LXQt | Screenshot: ft

Die französische Hilfsorganisation Emmabuntüs-Kollektiv hat die Freigabe von Emmabuntüs Debian Edition 3 1.04 (EmmaDE3) bekannt gegeben. Der Name setzt sich aus der Emmaus-Bewegung und Ubuntu zusammen. Emmabuntüs ist bereits 2015 von Xubuntu zu Debian gewechselt, aber der Name blieb. Das Emmabuntüs-Kollektiv rüstet ältere gespendete Computer, die sonst auf dem Müll landen würden, mit ihrer Distribution auf, um ihnen ein zweites Leben in den Händen von Bedürftigen zu bescheren und gleichzeitig das freie Betriebssystem GNU/Linux weiterzuverbreiten.

Solide Grundlage

Die EmmaDE3 abgekürzte Distribution in Version 1.04 ist auf der Grundlage des vor einem knappen Monat erschienenen Debian 10.8 »Buster« auf dem aktuellen Stand. Als Desktop kommt Xfce zum Einsatz, ein Wechsel auf LXQt ist mit einem Mausklick möglich. In der neuen Version wurden neben den durch Debian 10.8 eingespielten Updates einige Pakete entfernt, andere ersetzt. Nicht mehr vertreten sind der Adobe Flash Player, das Videokonferenzsystem Jitsi Desktop und Java 8.

Teamviewer wurde durch DWService ersetzt, anstelle von Skype kommt nun Jami zum Zug. Für SMTube wird nun FreeTube angeboten. Aktualisiert wurden unter anderen Firefox ESR auf 78.8.0, Thunderbird auf 78.6.0, der Offline-Reader Kiwix auf 2.0.5, die Genealogie-Software Ancestris auf Version 10 und das USB-Multi-Tool MultiSystem auf 1.0454.

Neuer Installationsmodus

Im November 2020 hat das Emmabuntüs-Kollektiv seinen Fokus erweitert und im Rahmen der Reuse-Kampagne mit den freien Projekten Debian-Facile, Blabla Linux und Tugaleres einen neuen OEM-Installationsmodus auf der Basis von Calamares und dessen Erweiterung durch Phillip Müller von Manjaro entwickelt. Damit soll die Aufarbeitung eines Computers in weniger als 180 Sekunden gelingen und die Installation auf einer Anzahl identischer Rechner erleichtert werden.

Die Methode basiert auf einem USB-Stick, erstellt mit MultiSystem unter der Verwendung von Clonezilla, ergänzt durch ein Skript, das Klone von EmmaDE3 und der ebenfalls französischen Distribution DFiso verwendet. Dieser USB-Stick kann nach Anleitung selbst erstellt, die Abbilder vom Nutzer angepasst werden.

Abbilder von EmmaDE3 1.04 stehen auf dem Downloadportal des Projekts in 32- und 64-Bit bereit. Dort findet sich ebenfalls eine Alpha-Version der nächsten Veröffentlichung EmmaDE4, die auf dem kommenden Debian 11 »Bullseye« basieren wird.

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