Virtualisierung: GNOME Boxen 42 lernt dazu

Boxen 42
Screenshot: ft

Virtualisierung ist auf vielen Desktops im Linuxland zu Hause. Sei es, um neue Distributionen auszuprobieren oder um eine Windows-Installation in eine VM zu sperren. Die dabei üblicherweise verwendeten Tools unter Linux sind VirtualBox, VMware oder im größeren Rahmen Proxmox.

Vorteile vor der Konkurrenz

Ein Tool, das bisher mit etwas eingeschränkter Funktionalität auskommen musste, ist GNOME Boxen. Dabei hat das Tool Vorteile, die die Konkurrenz nicht vorweisen kann. Zum einen bietet Boxen eine mittlerweile ziemlich lange Liste von bekannten und weniger bekannten Distributionen, die es per Knopfdruck vor der Erstellung einer VM herunterladen kann. Das geht von Debian und Ubuntu über openSUSE, Manjaro, Endless OS, Rocky Linux und Fedora bis zu Alt und NixOS.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, GNOME OS und damit frühe Entwicklungsstände der nächsten GNOME-Version in einer VM zu testen. Zudem erkennt das Tool im Downloads-Ordner befindliche Abbilder und bietet sie zur Virtualisierung an,

Mit Boxen 42, das derzeit als Alpha-Version vorliegt, lernt die Anwendung nun hinzu, wie Maintainer Felipe Borges auf Twitter verlauten ließ.

So wurde die Darstellung der Konfiguration übersichtlicher gestaltet. Neu ist das Einbinden von geteilten Ordnern und von USB-Geräten. Letzteres funktioniert in der Flatpak-Ausgabe der Alpha zu Boxen 42 noch nicht, die Option ist aber bereits implementiert. Für die Veröffentlichung von Boxen 42 zusammen mit GNOME 42 am 23. März verspricht Borges noch weitere Verbesserungen.

Flatpak zum Test

Wenn die Entwicklung so weiter voranschreitet, kann Boxen durchaus zur ernstzunehmenden Konkurrenz für die vorhandenen Hypervisoren für den Desktop unter Linux werden. Die Alpha-Version zu Boxen 42 kann bereits per Flatpak getestet werden. Wenn Flatpak installiert und Flathub eingebunden ist, wird zunächst das GNOME Nightly Repository bereitgestellt und anschließend die Nightly Runtime und Boxen selbst installiert:

flatpak remote-add --if-not-exists gnome-nightly https://nightly.gnome.org/gnome-nightly.flatpakrepo

flatpak install gnome-nightly org.gnome.BoxesDevel

Gestartet wird die Anwendung dann mit:

flatpak run org.gnome.BoxesDevel/x86_64/master
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