Linus Torvalds

Linux 5.17 mit neuem AMD P-State-Treiber veröffentlicht

Nach einer zusätzlichen Woche in der Reifekammer, die den neu entdeckten Sicherheitslücken aus dem Umfeld von Spectre v2 zu verdanken war, hat Linus Torvalds am Sonntagnachmittag Linux 5.17 offiziell freigegeben.

Bessere Akku-Laufzeiten bei AMD

Linux 5.17 bringt viel Unterstützung für neue und kommende Hardware. Ein neuer, in Zusammenarbeit mit Valve entwickelter P-State-Treiber für AMD-Prozessoren ab Zen 2 als Ersatz für den alten ACPI CPUFreq-Treiber sorgt für Verbesserungen bei der Energieverwaltung, die bessere Akku-Laufzeiten bei Notebooks und bei Valves Steam Deck versprechen.

Intel

Intel bringt initiale Unterstützung für seine kommende Raptor Lake S Prozessoren. Zudem gab es weitere Verbesserungen für den Vorgänger Alder Lake. Dazu zählt standardmäßige Unterstützung für Alder Lake P Grafik, die den i915.force_probe Workaround überflüssig macht. Des Weiteren setzt Intel die Entwicklungsarbeit für seine diskreten Arc Alchemist-Grafikkarten (ehemals Intel Xe) fort, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen sollen.

In Sachen Firmware-Updates hat Intel im Rahmen der ACPI-Spezifikation in den letzten Monaten an PFRUT gearbeitet, das es ermöglicht, dass Plattform-Firmware-Komponenten während des Betriebs aktualisiert werden können, ohne dass ein Neustart des Systems erforderlich ist. Damit soll die Verfügbarkeit von Servern erhöht werden.

x86-Tablets mit Android

Besitzer älterer x86-Android-Tablets können sich auf einen neuen Treiber freuen, der typische Fehler in der Implementierung der DSTD beheben soll. Damit sollen diese Tablets aktuellere Kernel starten können. Zudem werden Stylus-Pens im Rahmen der von Intel erarbeiteten Unterstützung der Universal Stylus Initiative (USI) universeller einsetzbar. Eine Vielzahl von ASUS Mainboards erhält mit 5.17 Unterstützung für ihre Hardware-Sensoren.

ARM und RISC-V

Die ARM-Plattform erhielt diverse Verbesserungen wie etwa die Unterstützung der neuen Snapdragon 8 Gen 1 und SDX65 SoCs ebenso wie NXP i.MX8ULP, Texas Instruments J721S2 und Renesas R-Car S4-8. Die arm64-Architektur hat zudem Unterstützung für den Kernel Concurrency Sanitizer (KCSAN) erhalten. Ein weiterer Kandidat, der fast bei jedem neuen Kernel Verbesserungen erfährt, ist RISC-V. Neu ist diesmal sv48-Unterstützung, die einen virtuellen Adressraum von 48 Bit ermöglicht. Dadurch kann der Kernel bis zu 128 TByte an virtuellem Adressraum adressieren und 64 TByte physischem Speicher verwalten. Bis hier das Limit erreicht wird, dürfte es noch einige Zeit dauern.

Dateisysteme

Ext4 erhielt Patches für Linux 5.17, um von der neuen Dateisystem Mount API des Kernels zu profitieren, die mehr Optionen bietet als der bisherige Mount-Syscall. Für XFS wurden Verbesserungen eingereicht, die die Startzeiten optimieren sollen. Alle weiteren Änderungen zu Linux 5.17 können wie immer bei den Kernel Newbies nachgelesen werden.

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