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Debian GNU/Linux 9 »Stretch«: Ende der Unterstützung

Am 17. Juni 2017 wurde Debian 9 »Stretch« veröffentlicht, jetzt, fünf Jahre später, endete am 30. Juni die Unterstützung durch das Debian-LTS-Team, wie einem Eintrag auf der Mailing-Liste für Ankündigungen zu entnehmen ist.

Ende der Unterstützung

Daraus geht hervor, dass Debian 9 ab sofort keine weiteren Sicherheits-Updates mehr erhalten wird. Lediglich eine Untermenge der Pakete aus »Stretch« wird extern weiterhin im Extended Long Term Support (ELTS) gepflegt. Das ist ein kommerzielles Angebot der Firma Freexian des Debian-Entwicklers Raphaël Hertzog, das weitere fünf Jahre Unterstützung bietet. Das Debian Long Term Support Team bereitet nun die Übernahme der Langzeitpflege von Debian 10 «Buster vor, das am 6. Juli 2019 erschien und derzeit den Titel Oldstable trägt.

LTS für Debian 10 läuft an

Das LTS-Team wird den Support vom Debian-Sicherheitsteam im August übernehmen, während das letzte Punkt-Update für Buster ebenfalls in diesem Monat veröffentlicht wird. Debian 10 »Buster« wird auch für fünf Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung Langzeitunterstützung erhalten, womit die Unterstützung am 30. Juni 2024 endet. Die unterstützten Architekturen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Vorgesehen sind i386, amd64, armel, armhf und arm6.

Zeitnahes Upgrade

Anwender, die Debian 9 »Stretch« noch verwenden, sollten zeitnah auf das derzeit stabile Debian 11 »Bullseye« oder zumindest auf das bis 2024 unterstützte Debian 10 »Buster« umsteigen. Debian veröffentlicht seine Stable-Releases in regelmäßigen Intervallen von etwa zwei Jahren. Benutzer können davon ausgehen, dass sie für jede Veröffentlichung drei Jahre volle Unterstützung bekommen sowie daran angeknüpft, zwei weitere Jahre LTS-Unterstützung.

Debian LTS begann 2014

Das erste Debian LTS-Release war Debian 6 »Squeeze« im Jahr 2014. Stand das Projekt anfangs noch auf tönernen Füßen, so konnte es in den nächsten Jahren Fahrt aufnehmen, sodass alle Veröffentlichungen seither von LTS profitieren konnten. Die Arbeit wird von Debian-Entwicklern geleistet, die dafür aus einem Topf bezahlt werden, den die Unternehmen füllen, die die längere Unterstützung in Anspruch nehmen.

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