Minze

Respekt für Linux Mint

Über Linux Mint wird ja viel geschimpft, in vergangenen Jahren wurde des Öfteren die Sicherheitspolitik des Projekts moniert. Dann gab es den Vorfall mit dem kompromittierten ISO-Image. Ich bin auch kein ausdrücklicher Fan von Linux Mint, ich gehöre aber auch nicht zur Zielgruppe. Die Distribution scheint aber viele Anwender zufriedenzustellen.

Respekt für das Hören auf die Anwender

Beim Lesen des aktuellen Monatsberichts von Clement Lefebvre über den Stand der Entwicklung bei Linux Mint fiel mir auf, dass das Projekt abseits aller Kritik auch vieles richtig macht, was Ubuntu, die Eltern-Distribution, schon vor einigen Jahren aufgegeben hat. Dazu zählt vor allem das Hören auf die Community und die vernünftige Abwägung vor der Übernahme von Neuerungen aus Ubuntu, auch wenn dies Mehrarbeit bedeutet.

Keine Snaps bei Linux Mint

Das fiel mir erstmals mit der Entscheidung gegen Ubuntus Paketsystem-Alleingang Snap auf. Bereits früh hat das Projekt gegen Snap in Mint argumentiert und den Worten auch Taten folgen lassen. Linux Mint 20 wurde ohne Snapd ausgeliefert und Ausgabe 21 wird ein Gleiches tun. Im Januar ging das Projekt eine Partnerschaft mit Mozilla ein, um sich von der Mehrarbeit durch die Paketierung von Firefox als DEB zu entlasten. Künftig wird Firefox, wie er von Mozilla bereitgestellt wird, ausgeliefert.

Mit 21 ohne systemd-oom

Auch im aktuellen Monatsbericht zeigt Lefebvre, dass er eigene Wege gehen kann. Anwender hatten sich über das Verhalten von systemd-oom beschwert. Dieses Tool zur Speicherbereinigung bei vollem Arbeitsspeicher hat bei Ubuntu und offensichtlich auch bei Mint Anwendungen zu aggressiv abgeschossen. Obwohl Ubuntu den mit 22.04 erstmals aktivierten Systemd-Dienst mittlerweile etwas gezügelt hat, wird Linux Mint 21 den Dienst nicht mit ausliefern. Wer ihn nutzen möchte, kann ihn händisch nachinstallieren.

Ebenfalls im Sinne der Anwender ist die Übernahme von Timeshift zu sehen, dessen Entwickler die Anwendung aus Zeitmangel bereits seit einiger Zeit nicht mehr ausreichend pflegen kann. Bereits vor zwei Wochen gab es ein erstes von Mint geschnürtes Paket, das auch gleich von Debian als timeshift 22.06.1-0.1 übernommen wurde. Danke dafür.

os_prober weiter aktiv

Ein weiteres Beispiel der Abwägung zwischen Nutzen und Schaden: Bei Ubuntu 22.04 kommt GRUB 2.06 zum Einsatz. Dieser deaktiviert aus Sicherheitsgründen standardmäßig die Funktion os-prober, die weitere auf einem System installierte Distributionen erkennt und diese bisher im GRUB Boot-Menü anbot. Da sich ein Angriffsvektor über os-prober nur bei der Nutzung von Secure Boot ergibt, was zwar in Linux Mint unterstützt wird, aber vermutlich von der Mehrheit nicht genutzt wird, lässt Lefebvre die Erkennung von weiteren Betriebssystemen mit Mint 21 weiterhin aktiv.

Ach ja, und dann stand im Report, dass Linux Mint 21 Beta in der kommenden Woche veröffentlicht wird. Einen Ausblick hatte ich im April geschrieben.

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42 Kommentare

  1. Hi, hab mir den Artikel und die Kommentare hier durchgelesen. Da, wie auf anderen Homepages auch, wird sehr oft über LM als ein “Einsteiger-Distri” gesprochen. Dem kann ich zwar i.T. zustimmen, wie auch bei anderen z. B. Ubuntu und Manjaro, bin aber der Überzeugung, dass das der Distri absolut nicht gerecht wird. Ich selbst nutze LM min seit Anbeginn der Zeit :), also ca. seit LM 5 Elyssa. Hab damals brfl. WinXP supportet und war sukzessive genervt davon. Diverse Virus-/Malware-Aktionen zeigten mir seinerzeit und später ziemlich deutlich, wie effektiv dagegen linuxoide OS sind. Anfänglich als sog. „Rettungs-Systeme“ von einschlägigem Fachverlagen wie heise & Co. Später detailliert Ubuntu, Linux Kali, openSUSE, CentOS etc. pp.
    LM läuft bei mir primär seit Jahren. Aktuell auch auf meiner Acer-Workstation als Arbeitsumgebung im Homeoffice im Dualboot-System mit W11. Letzteres nur für hartnäckige Fälle🤪. In der Familie läuft LM auf einem ca. 11 Jahre altem Lenovo-Dualcore und einem 5 Jahre altem HP-ZBook. Weiter auf einem min. 14 Jahre altem HP-Pavillon NB im Multiboot mit akt. Ubuntu und FXLinux. Das Teil dient mir als mein „Labor-Rechner“, weil die Controller für das DVD-LW und Audio den Geist aufgegeben haben und ich damit on-/offline neue Linux-OS teste. Ähnliches auf einem 15 Jahre altem Tower-PC in Dual-System mit Manjaro. LM hab ich in der Verwandtschaft und bei vielen Bekannten installiert und es gab seit dem nur positives Feedback von dort. Gerade nach dem Support-Ende von XP, Vista und W7 oder wegen (berechtigten) Frust auf W8. Die Rechner wären sonst Elektroschrott geworden, obwohl sie nicht defekt waren und so heute z.T. noch laufen. Seit März hab ich bei einigen UA-Flüchtlingen LM auf gebrauchte Rechenknechte gezogen. Die gebrauchten NB’s hat ein Verein hier in EF organisiert. ZB. bei einem elfjährigen Jungen aus Kiew. Der konnte damit problemlos online mit seinem Klassenkameraden und den Lehrern in UA, FR, CZ, DE und PL den Schulunterricht wieder aufnehmen. Hab da zu Lockdown Zeiten mit der hiesigen TH-Schulplattform ganz andere Erfahrung machen müssen. Aber das ist eine Geschichte für sich.
    Linuxoide OS, ob nun Linux Kali, Zorin, Ubuntu, openSUSE oder OpenBSD, alle haben eins gemeinsam: sie sind alle FOOS. Hinzu kommen diverse Anwender-SW, wie LibreOffice, Thunderbird, GIMP und wie sie alle heißen.
    Im Übrigen bin ich der festen Überzeugung, dass primär autarke OpenSource basierte IT-Systeme, insbesondere linuxoide OS, in und für die Europäische Union die beste, weil sicherste Option für die Zukunft der deutschen Digitalisierung, des sog. digitalen Wandels ist!
    In diesem Sinne freuen wir uns darüber und machen, wo wir nur können, fleißig Werbung für Linux und FOOS!
    Bay!

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  2. Ich nutze Mint seit vielen Jahren und bin sehr zufrieden damit. Zusammen mit SoftMaker Office und ein paar anderen Tools ist es die perfekte Schreibumgebung. Auch Spiele zur Entspannung klappen gut Dank Steam und WinE.

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  3. Vor kurzem ist der Rechner von meinem Vater abgeraucht. Ich vermute das Netzteil, bin aber nicht sicher. Nachdem er plötzlich weder Mails lesen konnte, noch online Banking, Krankenkassenanträge usw. machen konnte war dies wirklich ein extremes Problem. Ich habe meinen alten Rechner (>15 Jahre) Hervorgeholt, auf dem ich bereits Linux Mint oben hatte. Hab dieses am vorigen WE auf den aktuellen Stand upgedatet, den User hinzugefügt. Da mein Vater schon gegen die 80 geht und immer nur Windows kannte, fiel er aus allen Wolken, als ich ihm nur Linux zur Verfügung stellte und Win7 das auch noch oben ist aber bei aktivem Netzzugang “verboten” habe – da war er nicht sehr glücklich.

    Es ist immer noch vieles nicht für ihn einfach, aber vieles begeistert ihn auch. So läuft der DVB-C USB Stick wesentlich besser als unter Windows. Auch für das enorme Alter des Rechners, ist es noch ein Wunder, dass man vieles problemlos machen kann (trotz Speicherfehler! Wegen diesem geht leider der Suspend nicht, oder es ist doch die Nvidia)
    Inzwischen findet er auch schon die externe Festplatte und fragt nicht mehr wo das F-Laufwerk ist sondern sucht brav in /media/… Der midnight commander ist auch eine Hilfe – denn er liebt den total Commander (ähnlich dem Norton Commander)
    Die meisten Anwendungswünsche konnte ich erfüllen. Der Drucker ging sofort.
    Einzig der Scanner ist eine Enttäuschung. (ein alter Medion/Tevion) die werden leider unter Linux nicht unterstützt. Nur dafür startet er jetzt das Win7 – nur um zu scannen. Natürlich nachdem er vorher das Netzwerkkabel gezogen hat.

    Ich hoffe ich komme bald dazu mir den Rechner anzusehen bzw. das Netzteil mal zu bestellen, aber inzwischen lernt mein Vater einiges zu schätzen in Linux.

    Ohne Linux Mint wäre diese Überbrückung wohl nicht möglich gewesen…

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      1. Ich kann da nur sagen Finger weg von. Das lief schlechter bei mir wie Mint… Muss man vielleicht Testen… Also nicht überrascht sein, wenn trozdem alles Ruckelt. Und MInt läuft flüssig…. schon merkwürdig. So bin ich dabei geblieben, als damaliger Anfänger…

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      2. Wenn es fast besser wäre, gibt es doch keinen Grund, sich das anzuschauen. Es kann dann ja maximal genau so gut sein – und dann kann man ja auch das schon installierte Mint drauflassen.

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    1. Super. So soll das sein. Ich könnte hier auch noch eine Story meiner Mutter zum besten geben (allerdings kein LM), aber darum geht es nicht.
      Ich habe eine Lösung für dein Scanner Problem: Ich habe noch einen Epson Perfection 1650 (glaube so heißt der) Flachbett Scanner. Der läuft perfekt unter Linux und ist ein top Scanner. Der musste gegen einen Kyocera MuFu weichen. Der Epson sollte noch funktionieren und ich würde ihn gerne dir bzw. deinem Vater schenken. Dann könnte er komplett auf Windows verzichten. Das würde mich glücklich machen. Ich weiß nicht ob du/dein Vater das möchte und ob Ferdinand hier unterstützen kann (vielleicht hast du noch eine andere Idee zwecks Kommunikation). Wenn das in Frage kommt, dann dürfte Ferdinand meine eMail Adresse die ich hier nutze an dich weiter geben (bitte nicht öffentlich). Was sagst?

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      1. Christopher, danke das ist total nett 🙂 🙂

        Bist Du sicher, dass Du es nicht als Ersatzgerät behalten möchtest? Nachdem wir in Wien leben, ist es auch nicht so einfach mit der Übergabe. Wenn dann würde ich ihn dir ablösen, denn ich habe kaum mehr Flachbrettscanner am Markt gefunden und wenn es welche gibt zu Preisen die 3x so hoch wie Drucker inkl. Scanner sind. Ist ein kleiner Schatz den Du da noch hast.
        Ich habe meinen Vater gerade gefragt und er hat sich sehr gefreut, aber meint dass es wohl aus Deutschland zu kompliziert ist und wir dann eventuell eine Druckerkombi kaufen würden. Die Frage ist hier welcher günstige da recht gut mit Linux funktioniert. Ich habe gesehen, dass Canon ganz gut unterstützt sein dürfte? Mein Vater lässt sich jedenfalls vielmals bedanken und auch von mir ein großes DANKE! You made my day 🙂

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        1. Der Scanner steht im Regal und ich würde das besser finden, wenn er etwas sinnvolleres tut wie nur dahin vegetieren.
          Klar könnte ich noch ein paar Euro dafür bekommen. Wir nutzen den MuFu der im Netz sein Unwesen treibt, da alle (Kinder + Frau) von unterschiedlichen Orten darauf zugreifen. Drucker und Scanner hatte ich vorher, war mir aber zu Platz aufwendig und vor allem (Ausschlag geben der Punkt): Kein Farblaser den ich vorher hatte! MuFu’s bin ich eigentlich nicht so der Fan von.
          Zurück zu dem Epson. Ich würde lediglich die Versand Gebühren erstattet haben wollen. Wenn für die Kinder noch eine kleine Naschierei dabei raus kommt, freuen sie sich. Ansonsten finde ich den Einsatz bei deinem Vater genau richtig und für mich ist das so vollkommen OK.
          Wir könnten Ferdinand über Telegram oder per eMail anschreiben um zusammen zu kommen.
          Müsste aber diese Woche passieren oder du musst dann eine Woche warten, da Urlaub. Up to you.

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  4. Linux Mint ist eine gute Einsteiger-Distro, die ich früher gerne genutzt habe. Einfach und unkompliziert.

    Der Ubuntu-Unterbau sowie die Sicherheitsskandale der letzten Jahre betrachte ich skeptisch. Vor allem ersteres dürfte in Zukunft Probleme bereiten (es gibt ja zum Glück noch LMDE), aber Neulingen würde ich Mint dennoch empfehlen, um erste Erfahrungen mit Linux zu sammeln.

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  5. Mint nutze ich seit einigen Jahren auf einem alten HP Elitebook und tut was es soll. Da Cinnamon mein bevorzugtes DE ist, auch bei anderen Distros, welche ich nutze, hatte ich Mint darauf installiert, um in der Sache immer aktuell zu sein.

    Es ist sehr einsteigerfreundlich, das soll aber keine Abwertung sein, eher als Vorteil. Nun ist auch nicht jeder Anwender so ITaffin, um sich mit den “Innerein” auseinanderzusetzen. Es soll einfach funktionieren, um die tagtäglichen Arbeiten zu erledigen.

    Neben Mint nutze ich noch weitere Distros auf meinen Systemen. Haupt Distro ist Debian (Server), ist bei mir historisch gewachsen, da ich mal einen Server mit der Version 3.0 übernehmen musste. Tut aber nichts zur Sache.

    Auf einem anderen Notebook ist openSuse, auf einem anderen PC ist Siduction und so fort. Insgesamt sind bei mit 7 Systeme. Auch probiere ich immer mal wieder etwas Neues aus, Distohopping. Macht Spaß.

    Jede Distro hat ihre Vor- und Nachteile und das ist das Schöne an OS, das man sich das heraussuchen kann, was man nutzen möchte. Ich arbeite jetzt ca. seit 2004/2005 mit Linux Systemen, privat und beruflich und könnte nicht nicht mehr ohne.

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  6. Ich nutze Mint Xfce seit 2012. Zuerst hopste ich durch diverse Distros in VMs, dann installierte ich sie als Dualboot, dann entschied ich mich für Mint Xfce. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Das System läuft relativ problemlos, bei Fragen, die in den Wikis nicht beantwortet werden, gibt es in den Mint- und Ubuntuforen meistens schnell und unkompliziert eine Antwort.

    Ja, ich bin ein bekennender DAU, der es von Windows weg geschafft hat, aber dem die Zeit und die Motivation fehlen, sich tiefer ins System zu buddeln. Ich habe weder Informatik noch Mathe studiert und werde das auch nie tun. Computer sind Arbeitsgeräte und weder Hobby noch Freizeitbeschäftigung. Mein Computer soll funktionieren, ohne langes Gefrickel. Mein Computer soll so wenig wie möglich “nach Hause telefonieren” und für vernünftiges Geld möglichst lange funktionieren.

    Linux Mint entspricht meinen Erwartungen nach einem einfach zu installierenden, einfach zu personalisierendem, datenschutzfreundlichen Betriebssystem für den Alltag.

    Mit anderen Systemen wurde ich persönlich nie richtig warm. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, ich habe mich an Mint gewöhnt und werde wohl dabei bleiben.

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    1. Sei nicht so streng mit dir. DAUs können nichtmal richtig lesen und vorallem verstehen. Du hingegen hast alles richtig gemacht und solange Mint weiterhin auf der Erfolgswelle schwimmt, musst du auch nicht wechseln. Amateure als auch Profis greifen lieber zu solch einer Distribution, weil dadurch mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe bleibt. Ein Betriebsystem soll einen unterstützen und nicht umgekehrt.

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    2. Hi,

      Ich halte mich zwar nicht für einen DAU und habe meine ersten Linux Installationen in den 90ern noch von Diskette durchgeführt, da CD Kaffeetrinken noch nicht sonderlich verbreitet ersten ich habe meine Kernel kompilieren müssen und mich mit vi durch tonnenweise config Dateien gewühlt.

      Dennoch bin ich mittlerweile bei Mint und zwar aus genau den Gründen, die du nennst. Es läuft einfach, ohne das man den Quatsch machen muss.

      Linux mint lässt mich einfach entspannt arbeiten ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen.

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  7. …in vergangenen Jahren wurde des Öfteren die Sicherheitspolitik des Projekts moniert. Dann gab es den Vorfall mit dem kompromittierten ISO-Image…

    2013 und 2017, lese ich da richtig?
    Nunja, man kann es auch übertreiben…

    Ich kehre jedenfalls seit Jahren immer wieder zu LinuxMint zurück, weil’s einfach stimmt und unkompliziert ist.

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    1. Die “brüchtigte” SSH Sicherheitslücke bei Debian liegt noch länger (2008?) zurück, und wird trotzdem immer wieder als Beweis angeführt, wie schlecht Debian doch ist.

      ntw.
      Ich benutze k e i n Debian.

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  8. Das ist nun mal so mit den diversen Linux Distros. Wer mag der kann, wer nicht mag der muß nicht.
    Ich habe lieber die Wahl und kann ggf. wenn ich nicht zufrieden bin meine Wahl überdenken als festzustellen das ich nicht zufrieden bin aber kaum andere Möglichkeiten zu haben.
    Ja, ich bin von einen Linux Mint auf Siduction gewechselt. Da ist für mich die bessere Lösung.
    Für andere Rechner in meinen Umfeld ist ein Linux Mint mit Timeshift die richtige Wahl.
    Läuft alles schmerzfrei. So wie ich es mag. Die Mint Rechner werden demnächst auf Mint 21 gehoben, ich gehe davon aus das läuft ebenso schmerzfrei wie bisher. Solange die Anwender zufrieden sind bin ich zufrieden. Falls sich die Bedingungen ändern, hey ich habe die Möglichkeiten
    mich wieder neu zu entscheiden.

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  9. Ich kann das so nicht unterschreiben. Zumal es bereits damit beginnt, dass man bei Linux Mint Probleme löst die man mit Debian statt Ubuntu als Basis gar nicht hätte. Beispielsweise die unsäglichen Snaps. Und wozu um alles in der Welt braucht man Timeshift? Mit Bordmitteln ist doch alles realisierbar was man je benötigen könnte. Auch die willkürliche Verfahrensweise mit os-prober, schlägt wieder in dieselbe Kerbe wie die früheren sicherheitsrelevanten Fehlentscheidungen. Niemand außer Linux Mint verfährt so. Und was systemd-oomd betrifft, so sind dessen Vorgaben ab Werk recht konservativ, doch unter Ubuntu nutzte man einfach mal die aggressive Einstellung und wundert sich, dass Anwendungen oder gar die ganze Session radikal ohne Vorwarnung abgeschossen werden. Wenn man nicht schwimmen kann ist wohl auch die Badehose schuld? Aber mal davon abgesehen hört Linux Mint nicht wirklich auf echte Nutzer, sondern bedient mit seinen kontroversen Entscheidungen vorwiegend direkte Umsteiger von Windows, für die so einiges höchst destruktiv verbogen wird damit sie sich bloß nicht großartig umstellen müssen.

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    1. Timeshift find ich sehr praktisch. Meine Kenntnisse im Bereich Linux halten sich in Grenzen. Als mein Rechner aufgrund eines Hardwareprobleme während des Updates abschmierte, musste ich nicht lange herumprobieren und nach Wegen suchen, apt etc. wieder fit zu bekommen. Das war nicht das einzige Mal, als mir Timeshift sehr geholfen hatte.

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    2. Es gibt eine Debian Edition. Also lesen, verstehen, handeln. Das hilft in der Regel ungemein, Dominik ;-)-

      Warum sollte man Timeshift nicht nehmen, wenn es die Geschichte vereinfacht?

      Immer interessant, wie wichtig sich einige Menschen nehmen und meinen, sie wären der Mittelpunkt des Universums…

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    3. Und wozu um alles in der Welt braucht man Timeshift? Mit Bordmitteln ist doch alles realisierbar was man je benötigen könnte.

      Wozu braucht man Linux? Mit Maschinensprache ist doch alles realisierbar was man benötigen könnte?

      Sorry, aber das Argument – ist kleines.

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  10. LinuxMint ist leider keine Option mehr da es keine KDE/Plasma Variante mehr gibt. Sie wird deshalb auch in unserer LUG nicht weiter berücksichtigt (auch wenn es noch einige Anhänger gibt).

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      1. OK, ist eine Möglichkeit.
        Aber sicher nicht für jeden (Einsteiger) geeignet.
        Für viele Einsteiger ist ein Rolling Release system sowieso vorteilhafter (habe zumindest bei uns die Erfahrung gemacht).

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        1. Das bezweifel ich sehr stark, das Einsteiger mit einem Rolling Release Modell besser fahren. Es hängt natürlich sehr stark davon ab was der einzelne macht aber meine Erfahrung ist eine ganz andere. Außerdem, das regelmäßige aktualisieren auf neue Hauptversionen schmeckt nicht jedem und ist auch in 99% der Fälle total unnötig. Wenn man sichmal die Systemvorraussetzungen und Bibliotheken anschaut, die ein Programm vorraussetzt. Zum Vergleich nehme ich mal die Smartphones. Bis da mal Programm den Dienst verweigert, weil die Basis zualt geworden ist, vergehen zig Jahre. Ich kenne auch kein Programm was die neusten Bibliotheke benötigt, welches ein RR Modell rechtfertigt. Es ist natürlich gut das es sowas gibt und es steht natürlich jedem frei das zu nutzen, aber einen Mehrwert hat der Durchschnittnutzer nicht. Womal Treiber wie Grafikkarten oder Drucker ebenfalls regelmäßig auf den neusten Stand gebracht werden. Linux Mint & Co hat jetzt gerade vor kurzem wieder ein Update für HP Geräte erhalten wo die neueren Modelle unterstützt werden. Ausserdem sind die Updater von Ubuntu und Mint in der Lage von LTS nach LTS zu aktualisieren. Also alles kein Problem mehr (theoretisch). Hauptsache ist aber: Never touch a running System.

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          1. Kommt in der Tat auf die Rolling Distro an! Streng genommen hat Windows auch zum Rolling Release Modell gewechselt gehabt mit Windows 10 und die Leute sind (nun ja gezwungermaßen) damit klar gekommen. Ich habe z.B. neulich von dieser Installation hier den originalen Kernel 4.4 (kein Tippfehler) dann mal runter geschmissen, weil EOL. Ich hatte in der Zeit weniger Fehler und Gewürge als der durchschnittliche Windows-User. Ja, das update-Volumen ist größer, ja Updates kommen öfter, aber auch da gibt es ja bei den Rolling Release Distros Unterschiede: Arch = alles alle Nase lang; Manjaro = schubweise, KDE Neon = es rollt praktisch nur KDE.

            Und: natürlich möchten die meisten aktuelle Programmversionen verwenden; wenn man da auf einer Hauptversione sitzen bleibt, dann fangen viele an, externe Repositories, Backports, Snaps und Flatpaks einzubunden, und DANN gehen oft die Probleme los … Ergo: für die (Groß)Eltern eine “stehende” Distro, für den, der aktuelle Software möchte, eher rolling. IMHO

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  11. Das Gesammtpaket stimmt einfach!
    Noobs kommen mit Mint nach drei Tagen besser zurecht als mit SpyTen, erfahrene Nutzer erfreuen sich an dem excellent gemachten UI ,-unter allen drei DE, der Stabilität, der breiten Unterstützung (durch die Debian/Ubuntu-Basis) und vor allem der Ausgereiftheit….
    Ich hatte anderthalb Jahre Manjaro XFCE auf dem Läppi, auch chique aber man merkt einfach regelmässig, dass die 10Jahre hinten dran sind…. als es dann letzten Oktober zum dümstmöglichen Zeitpunkt Videoplayback mit einem Update komplett geschrottet hat, war es zackzackack wieder Mint.

    Die jahrelange Kritik an der “konservativen Paketpolitik” , die so tragisch mögliche Sicherheitsprobleme begünstigt und hauptsächlich aus der “Warum nicht Debian”-Deppenecke kam, war söwiesööö mehr als albern! Das konnte man schon 2012 mit zwei Häckchen in der (grafischen!) Aktualitätsverwaltung beibiegen!

    Was soll man sagen? Es gibt Leute, die am liebsten unterm Auto liegen, für die hat es alte Strich-Achter und Citroën DS, beziehungsweise Arch & Gentoo und es gibt Leute die lieber fahren, die nehmen eben Mint oder Suse 🤣

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    1. Arch Linux ist doch kein Oldtimer und Manjaro ist 10 Tage aber doch nicht 10 Jahre hinten dran. Debian ist zwar sehr universell, aber eine Deppenecke pflegt man dort bestimmt nicht.
      Ich habe nichts gegen Leute die Mint mögen, aber müssen denn so viele Vorurteile sein?

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      1. hmm, sie nehmen sich Ubuntu welches vom Deb Testing abstammt, von Canonical getestet, erweitert und seitens Mint wieder kastriert wird, weil Snap Teufelszeuch ist usw. usw. ?
        nee, dass ist ziemlich abstrus und erinnert an PoP_Os vs die bösen Gnome Entwickler.

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    1. 1. Weil es für Ubuntu oft aus vielen Ecken auch proprietäre Softwareangebote oder auch Treiber etc. gibt (ich finde open source auch besser, aber wenn ein closed source mein spezifisches Problem besser erledigt, dann nehme ich auch gerne das). Klar kann man bei LMDE auch mal Pakete für Ubuntu ausprobieren, aber das klappt oft schlecht oder gar nicht.

      2. Weil Ubuntu relativ viel im Unterbau für die Convenience vorkonfiguriert (z.B. Firmware, etc.)

      Hier gibt es eine brauchbare Übersicht: https://itsfoss.com/debian-vs-ubuntu/

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  12. Für private Zwecke eine fantastische Distribution die seines gleichen sucht. Neben Flaggschiff Ubuntu, welches ebenfalls im Profi Sektor eingesetzt werden kann, für wenig Geld, die Nummer 2 bei meinen Kunden. Mal Snap beiseite, ist das so mit der einzige wirklich echte Kritikpunkt, ansonsten ist die Distribution MEILENWEIT weitervorrangeschritten und ein wirklich ernstzunehmender Kanditat gegenüber Windows und OSX. Daneben gesellt sich wohl sehr bald SteamOS und dann kommt erstmal lange nichts. Die meisten meiner Kunden haben nämlich kein Interesse an Komputerkrams, sondern wollen damit arbeiten, spass haben. Leider fehlen noch die KillerApps aber ich denke das das, dank VALVE und Canonical wohl bald kommen wird. Das kost nämlich alles Rischtisch viel Geld 😉 Dann ist vorbei mit der großen Langeweile unter Linux und das Distrogehopse hat ein Ende. Hört auch nicht auf diese ganzen Youtuber die eine Distro 10 Min hypen. Es geht nur um Klicks und haben echt Null Plan. Das beginnt schon damit das die Distributionen in einer VM testen. Ich will keine Namen nennen aber das sind die üblichen Verdächtigen die auch den ganzen Tag nichts anderes machen: Video editieren auf Mac oder Windows und Distrogehopse.

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    1. Die meisten meiner Kunden haben nämlich kein Interesse an Komputerkrams, sondern wollen damit arbeiten, spass haben. Leider fehlen noch die KillerApps aber ich denke das das, dank VALVE…

      Das scheinen aber komische “Kunden” zu sein…

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      1. Nein, eigentlich nicht. Kaum einer außerhalb der IT-Branche will sich mit Computer befassen. Sie wollen Textverarbeitung und Tabellen nutzen, Mails abrufen – aber nicht wissen wie das funktioniert, wie man Probleme löst. Wie oft höre ich “Da stand etwas auf dem Monitor!” Und was? “Weiß ich nicht, verstehe ich eh nicht!”

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