Linux 5.19-rc8 freigegeben

Linus Torvalds war vor einer Woche nicht sonderlich erfreut, dass bestimmte Umstände einen rc8 für Linux 5.19 erforderlich machten. Bekanntermaßen belässt es Torvalds gerne bei 7 Release Candidates. Gestern wurde nun, wie erwartet, Linux 5.19-rc8 freigegeben. Mit ziemlicher Sicherheit wird am kommenden Sonntag 5.19 in stabiler Version in die Freiheit entlassen.

Firmware-Kompatibilität

Der zusätzliche RC hat sich in jedem Fall gelohnt, denn die beiden großen Ärgernisse von rc7 sind ausgeräumt. Da wäre zum einen Intel und die Korrektur der Intel Graphics Micro-Controller-Firmware-Kompatibilität (GuC), sodass die Intel GuC v69-Firmware-Unterstützung beibehalten wird, während die Unterstützung für GuC v70-Firmware hinzugefügt wird.

Intel hatte mit seinem ursprünglichen Code die Abwärtskompatibilität gebrochen, was dazu führte, dass mit dem Wechsel auf einen neuen Kernel ab 5.19 Anwender mit Alder Lake P Hardware eine neue Firmware installieren musste. Die von David Arlie in diesem Zusammenhang erstellte neue Firmware Richtlinie soll dies künftig verhindern und wird in Kürze im -next-Zweig erscheinen und wohl ihren Weg in die offizielle Dokumentation finden.

Retbleed weiter eingedämmt

Des Weiteren erhielt rc8 zusätzliche Verbesserungen bei den Maßnahmen gegen Retbleed, nachdem in der letzten Woche einige Ausnahmefälle gemeldet wurden, die noch gepatched werden mussten. Somit steht der Verbreitung der Maßnahmen gegen Retbleed in den stabilen Kerneln und den Distributionen-Kerneln nichts mehr im Wege.

Noch eine Woche bis 5.19

Mit Linux 5.19 ist also am nächsten Sonntag, dem 31. Juli, zu rechnen. Freuen können wir uns unter anderem auf weitere Vorbereitungen für AMD Zen 4, verbessertes Intel-Power-Management, kürzere Ladezeiten für Gäste in Microsofts Hyper-V und insgesamt über eine halbe Million neue Zeilen im Kernel.

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