MNT Pocket Reform PDA angekündigt

In den letzten Jahren gab es so etwas wie eine Renaissance der Personal Digital Assistants, kurz PDAs. Da gab es unter anderem den GPD Pocket, den nostalgisch angehauchten Penkesu, den F(x)tec Pro1-X oder den DevTerm von ClockworkPi. Auch das PinePhone mutierte durch das Tastatur-Case zum Handheld-PC.

Open-Source-Hardware

Jetzt kündigt das Berliner Unternehmen MNT Research GmbH einen weiteren PDA namens MNT Pocket Reform an, der eine Verkleinerung des MNT Research Open-Source-Laptops auf den 7-Zoll Formfaktor darstellt. Der PDA ist komplett als Open-Source-Hardware ausgelegt, alle Quellen werden verfügbar sein. Der kleine Bruder erbt dabei Teile der Spezifikation vom MNT Reform, wie etwa den NXP i.MX8 SoC, der auch im Librem 5 Dienst tut. Zudem gibt es vier weitere Optionen für die CPU:

  • NXP Layerscape LS1028A (2× ARM Cortex-A72, 8 oder 16GB DDR4, Vivante GC7000UL GPU)
  • Raspberry Pi CM4 (via Adapter, 4× ARM Cortex-A72, 8GB DDR4, VideoCore GPU)
  • Pine SOQuartz RK3566 (via Adapter, 4× ARM Cortex-A55, 8GB DDR4, Mali G52 GPU)
  • FPGA AMD/Xilinx Kintex-7 (für industrielle Anwendungen, RISC-V SoC möglich)
Open Hardware

Display und Tastatur

Das Display bietet Full HD (1920 × 1080 Bildpunkte sowie ~310 ppi) und per micro-HDMI Auflösungen bis zu 4K. Die Tastatur soll über 60 Tasten mit N-key Rollover, Hintergrundbeleuchtung und mechanischen Switches (Kailh Choc White) sowie einen optischen Trackball mit 4 Tasten verfügen. Das Gerät ist 20 × 12,6 × 4,5 cm groß.

Anschlüsse

Verbindung nach draußen wird per WiFi 802.11ac und Bluetooth 5.0 hergestellt, optional gibt es einen WWAN Slot für ein 4G/5G/LTE Modem. Beim RAM können je nach CPU bis zu 16 GByte verbaut werden. Der interne Speicher beträgt bis zu 128 GByte im eMMC-Format, ein Slot nimmt eine NVMe-SSD mit bis zu 2 TByte auf. Zusätzlich ist ein microSD-Einschub vorhanden. Zwei USB-C-Ports sowie ein ix Industrial Ethernet Port komplettieren das Bild. Der Akku mit zwei Zellen leistet insgesamt 8000mAh.

Betriebssystem

Als Betriebssystem kommt Debian GNU/Linux zum Einsatz, optional werden Arch, Ubuntu, Void, Plan 9, Genode und OpenBSD (in Entwicklung) unterstützt. Als Desktops stehen Sway, GNOME und KDE Plasma zur Verfügung. Ein frühes Beta-Programm soll demnächst starten. Da bleibe ich garantiert am Ball.

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