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openSUSE D-Installer 0.4 mit Multi-Prozess-Architektur

Wo wir gestern erst bei SUSE waren: Nicht nur krempeln die Nürnberger die Distribution völlig in Richtung des Immutable-Paradigmas um, dazu gibt es auch einen neuen Installer auf der Basis von YaST, der im Januar angekündigt, bereits im April eine erste frühe Version zeigte. Jetzt liegt D-Installer 0.4 vor.

Multi-Prozess-Architektur

Die neue Version führt eine Multi-Prozess-Architektur ein, die es erlaubt, dass der Installer auf Anwendereingaben reagiert, während im Hintergrund Prozesse abgearbeitet werden. Dazu wurde der Dienst in drei separate D-Bus-Prozesse zerlegt:

  • Der Manager: (org.opensuse.DInstaller). Er ist der Hauptprozess und für die Koordinierung aller Arbeiten zuständig.
  • Der Benutzerverwaltungsprozess (org.opensuse.DInstaller.Users). Er kümmert sich um das Setzen des Root-Passworts und das Anlegen des ersten Benutzers.
  • Der Softwareverwaltungsprozess (org.opensuse.DInstaller.Software). Er kümmert sich um alles, was mit der Softwareverwaltung zusammenhängt: Lesen der Metadaten der Repositories, Installieren von Paketen etc.

Mehrere Produkte zur Auswahl

Zudem bietet D-Installer jetzt mehrere SUSE-Produkte wie openSUSE Tumbleweed, openSUSE Leap Micro 5.2 oder openSUSE Leap 15.4 an. Nachdem der Anwender seine Auswahl getroffen hat, passt sich der Installer der jeweiligen Situation an und schlägt entsprechende Partitionierungsschemata, Softwareauswahl und Sicherheitseinstellungen vor.

Im Hintergrund kommt ein neues Benachrichtigungs-API zum Tragen, das die drei Phasen von Startup über Configuration bis zu Installation regelt. Der Manager-Dienst ist der einzige, der diese Phasen kennt. Die übrigen Dienste melden über D-Bus-Signale lediglich, ob sie beschäftigt sind und wie weit die aktuelle Aufgabe fortgeschritten ist.

Für D-Installer 0.4 steht ein Abbild zum Testen bereit. In dieser frühen Phase sollten Tests auf virtuelle Umgebungen beschränkt bleiben. Bekannte Probleme betreffen derzeit die Erkennung und Konfiguration des Netzwerks. Das soll laut den Release Notes in der nächsten Ausgabe besser funktionieren.

Von SUSE lässt sich der Bogen zu Fedora spannen, die ebenfalls auf dem Immutable-Pfad wandeln und an einem neuen Installer arbeiten.

Quelle: D-Installer 0.4 Release Notes

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