Tutanota

Tutanota rüstet sich für Quanten-Computing

Tutanota ist ein sicherer E-Mail-Dienst aus deutschen Landen, der sich zusammen mit dem L3S-Forschungsinstitut der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in der Forschungsgruppe PQmail bemüht, neue Verschlüsselungstechniken zu testen, die kommenden Quantencomputern standhalten. Heute gängige Algorithmen würden der Rechenkraft von Quantencomputern nicht lange standhalten können.

Forschungsgruppe PQMail

In diesem Zusammenhang hat das National Institute of Standards and Technology (NIST) kürzlich die neuen Algorithmen CRYSTALS-KYBER, CRYSTALS-Dilithium, FALCON und SPHINCS+ vorgestellt, die dieser künftigen Aufgabe gewachsen sein sollen. Tutanota hat bereits einen funktionierenden Prototyp zur sicheren Verschlüsselung von E-Mails mit den jetzt vom NIST vorgeschlagenen Algorithmen CRYSTALS-Kyber und CRYSTALS-Dilithium entwickelt. »Die vom NIST ausgewählten Algorithmen haben sich in unserem E-Mail-Prototyp als die beste Wahl für quantenresistente Verschlüsselung erwiesen«, erklärt Vitor Sakaguti, Mitglied des Forschungsprojekts PQMail.

Kryptografische Widerstandsfähigkeit erhöhen

Der nächste Schritt des NIST ist der Versuch, die Algorithmen von der Cybersecurity-Community brechen zu lassen, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die kryptografische Widerstandsfähigkeit auf die höchstmögliche Stufe anzuheben. Tutanota teilt mit, dass das neue post-quantensichere Verschlüsselungs-Protokoll nun in Tutanota eingebaut wird, um dann allen Nutzern zur Verfügung zu stehen. Dies wird übergangslos passieren, die Nutzer müssen dazu nichts tun, als wie üblich ihre Software aktuell halten. Sobald das neue Protokoll implementiert ist, werden alle in Tutanota gespeicherten Daten – also E-Mails, Kontakte und Kalender – automatisch mit den neuen Algorithmen verschlüsselt.

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