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Proxmox 7.3 aktualisiert Hosts ohne Netzanbindung

Proxmox VE (Virtual Environment) ist eine auf Debian basierende Open-Source-Virtualisierungsplattform zum Betrieb von virtuellen Maschinen und Containern, die über eine Web-Oberfläche verwaltet werden und wird von der Proxmox Server Solutions GmbH aus Wien entwickelt. Diese hat gestern Version 7.3 seiner Open-Source Virtualisierungsplattform Proxmox Virtual Environment freigegeben.

Proxmox 7.3 basiert auf Debian GNU/Linux 11.5 »Bullseye« und verwendet einen Linux Kernel 5.15. Alle integrierten Open Source-Technologien wie QEMU 7.1, LXC 5.0.0 und ZFS 2.1.6 wurden aktualisiert und die Plattform unterstützt sowohl Ceph Quincy 17.2.5 als auch Ceph Pacific 16.2.10.

Proxmox Virtual Environment 7.3 bringt Cluster Resource Scheduling als technische Vorschau, ermöglicht mit dem neuen Proxmox Offline Mirror-Tool Updates für Air-Gapped-Systeme, verbessert die Bedienbarkeit für Verwaltungsaufgaben, und ermöglicht interessante Speichertechnologien wie ZFS dRAID.

Tech-Preview Cluster Resource Scheduler

Um einen neuen Cluster-Host für einen High Availability-Service (HA) zu finden (z.B. bei Recovery, Shutdown, oder HA-Gruppen-Konfigurationsänderungen), hat der Proxmox HA Manager bisher nur die Anzahl der aktiven HA-Services für das Load Balancing beachtet. Version 7.3 integriert nun als Technik zur Entscheidungsfindung die TOPSIS-Methode (Technique for Order of Preference by Similarity to Ideal Solution) um den am besten geeigneten Ziel-Host zu finden.

Wird für das Cluster Resource Scheduling der neue Modus “Static Load” angewendet, berechnet das TOPSIS-Tool anhand der Eigenschaften der HA-Ressource (“Total Memory” und “vCPU”), auf welchen Host diese am besten verschoben und gestartet wird. In kommenden Versionen soll der Cluster Resource Scheduler um einen dynamischen Load Scheduler und Live-Load Balancing erweitert werden.

Proxmox Offline Mirror

Das neue Tool Proxmox Offline Mirror ermöglicht es, physisch und logisch isolierte Proxmox VE-Hosts – mit z.B. nur eingeschränktem oder keinem Zugang zum Internet (Stichwort: Air Gap), zu aktualisieren. Mit dem Programm proxmox-offline-mirror läßt sich ein lokaler APT-Mirror für alle Paketaktualisierungen von Proxmox- und Debian-Projekten verwalten. Von diesem Mirror kann ein externes, transportables Speichermedium (z.B. USB-Stick oder lokaler Netzwerk-Share) erstellt werden, um anschließend damit das sicherheitskritische System zu aktualisieren. Für Proxmox-Kunden mit einem Premium- oder Standard-Abo ist ein Offline-Subkriptionsschlüssel kostenlos erhältlich.

ZFS dRAID Pools

Mit dieser Version können ZFS dRAID-Pools über das Webinterface erstellt werden. Die Software-Raid-Implementierung Declustered RAID (dRAID) ist eine Funktion von OpenZFS 2.1.0, die die Wiederherstellungszeit von Storage-Pools beschleunigt. Fällt ein Laufwerk aus, werden die im RAID direkt integrierten Hot-Spare-Drives für den Wiederaufbau verwendet. Da das Layout von dRAID komplexer ist als RAIDz, bietet es sich erst für große Speicherarrays an.

Aktualisierte Templates

Viele der Templates für Container wurden aktualisiert. das betrifft unter anderem AlmaLinux 9, Rocky Linux 9, Ubuntu 22.10, CentOS 9 Stream, Fedora 37 und OpenSUSE 15.4. Weitere Einzelheiten zur neuen Version verrät die Ankündigung zur Veröffentlichung.

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