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Archinstall 3.0 mit neuem User-Interface

Arch Linux bietet alternativ zur herkömmlichen manuellen Installationsmethode seit einiger Zeit den geführten Installer Archinstall an. Dieser unterliegt stetiger Entwicklung, bringt mit jeder neuen Version einige Erweiterungen und mausert sich zu einem wirklich gelungenen Installer, der seinen grafischen Kollegen nicht nachsteht.

TUI auf der Basis von Curses

Gerade ist Archinstall 3.0 erschienen. Der Glanzpunkt der neuen Version ist das völlig überholte TUI (Text User Interface), basierend auf der Curses-Bibliothek. Sie erlaubt mehr Freiheiten beim Design der Nutzerschnittstelle als bisher.

Unter der Haube

Zu den Entwicklungen unter der Haube zählt die Unterstützung für Ruff, ein in Rust geschriebenes Tool zur Code-Analyse und -Formatierung. Das Changelog auf GitHub erwähnt viele weitere kleine Verbesserungen. So warnt der Installer künftig, wenn UEFI deaktiviert ist, und gibt nach der Installation den Pfad zur Log-Datei an. Ein Fehler bei der verschlüsselten Installation wurde behoben, bei dem der LUKS-Header einer vorigen Installation nicht korrekt entfernt worden war. Die Auswahl der Spiegelserver wurde verbessert. Zudem gab es zahlreiche Verbesserungen bei der Codequalität, einschließlich besserer Testmöglichkeiten.

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15 Kommentare

  1. Also wenn ich arch nutze mache ich das ganz bewust, dann moechte ich es auch ganz normal installieren, ohne das ich nen Installer nutze, wo ich nicht weis was er alles genau macht.
    Arch war nie was fuer Anfanger und ‘Normalnutzer’ und sollte es auch bleiben.
    Schade das arch jetzt davon ab weicht aber es ist ja wahlweise und man muss ja nicht. 🙂

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  2. Es freut mich ausserordentlich, dass Arch nun ebenfalls eine einfache Installation anbietet und diese sogar noch weiter verbessert. Zwar kann ich Arch auch manuell installieren, aber ich sag es euch ganz ehrlich: Ich habe keine Lust mehr drauf. Seit der textbasierte Installer erschienen ist, bevorzuge ich den. Es geht einfach schneller und ich kann trotzdem auswählen, was ich installieren will. Wer danach noch ein grafisches Software Center braucht, kann einfach Pamac nachinstallieren. Das ist dann auch nicht mehr schwer, selbst für nicht Profis.

    Ich brauche deswegen auch kein Manjaro oder EndeavourOS mehr. Wie geht es euch? Bevorzugt ihr immer noch EndeavourOS? Wenn man Pamac installiert, hat man doch fast alle Funktionen des EndeavourOS Willkommensbildschirm.

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    1. “Zwar kann ich Arch auch manuell installieren”
      Da sagst du etwas ganz Wichtiges:
      Das manuelle Installieren ist für das Verständnis absolut wichtig. Erst dann ist man frei und kann sein System immer wieder an seine Bedürfnisse anpassen und zur Not auch mal reparieren.
      Man sollte verstehen wie das eigene System aufgebaut ist und Kenntnis der nötigen Konsolen-Befehle erwerben.
      Wenn man das mitbrigt schadet es nichts auch mal automatisch zu installieren.

      Übrigens, es auch die Installations-Spickzettel in der deutschen Arch Linux Wicki und die händische Installation dauert für Schnell-ab-Tipper damit auch nur wenige Minuten.

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        1. Meine erste Distribution war Arch. Ich habe diese bewusst gewählt weil ich mehr über das System wissen bzw. mir die Grundlagen aneignen wollte. Mir hat es wahnsinnig geholfen.

          Und ja es kann sein das es Leute gibt die stumpf copy/paste machen aber es gibt auch welche die dann hinterfragen warum dies oder jenes gemacht wird. Diese Möglichkeit bietet der automatische Installer dann nicht.

          Und ich denke bei Gentoo ist die Einstiegshürde nochmal etwas größer.

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    2. Ich verstehe die Frage nicht so richtig.
      Endeavour und Manjaro bieten offenbar ja etwas, was Arch allein nicht ohne zusätzliche Schritte bietet.
      EIN Punkt davon ist offenbar eine einfachere Installation (gewesen). Ein Software Center scheint ein weiterer Punkt zu sein.
      Die Frage ist, warum sollte man jetzt von Manjaro oder Endeavour auf Arch wechseln, wenn es im Prinzip das gleiche ist, nur jetzt auch mal einfach zu installieren?

      Ich persönlich brauche weder Arch, noch Manjaro, noch Endeavour – aber irgendwie wird mir nicht klar, warum man unter denen rumwechseln sollte, nur weil eins jetzt mit den anderen offenbar in der Installierfreundlichkeit nachgezogen hat.

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      1. Weder soll man, noch muss man wechseln. Wenn es läuft läuft es und Arch Linux und seine Derivate sind alle frei anpassbar und stets auf dem neusten Stand. Der ‘archinstaller’ bietet nun etwas, dass zuvor nur die Derivate geboten haben. Die kenntnislose Installation per Programm bei der der Anwender durch die einzelnen Schritte geführt wird. Das macht die Arch-Derivate zum Teil unnötig.

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  3. Schön wenn sich da was tut! Ich weiß, ich bin sehr anspruchsvoll, aber von dem weit verbreiteten Calamares Installer bin ich immer wieder enttäuscht.
    Wenn ich z.B. auswähle, dass ich eine Partition als /home einbinden will, sollten aus der Liste der Dateisysteme für die Formatierung sämtliche FAT Varianten gefiltert werden (unterstützen weder symbolische Links noch Rechte).
    Andererseits vermisse ich oft UDF als mögliches Dateisystem. Manche glauben vielleicht, das sei nur für optische Datenträger nutzbar, das ist aber nicht so. Tatsächlich ist es der Geheimtipp wenn man auf eine Partition von mehreren Betriebsystemen zugreifen will (Lesen/Schreiben wird von Linux, MacOS und Windows unterstützt), und im Gegensatz zu FAT kennt es Links und Rechte.

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      1. Calamares ist gut, die Partitionierung lässt aber etwas zu wünschen übrig. Am “zufriedensten” war ich bisher mit dem OpenSuse-Installer, auch wenn der ebenfalls nicht alles an Dateisystemen abdeckt.
        Deren BTRFS Subvolume Layout ist übrigens super; habe ich mit ein paar Anpassungen (z.B. /var/tmp/portage ohne COW) für meine Gentoo-Installation abgekupfert.

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        1. Man kann ja auch den Datenträger mit z.B. gdisk vorher Partitionieren und dann danach mit Hilfe des Calamares die jeweilige Distribution aufspielen.
          Und auch dafür ist die Arch Wiki hilfreich, weil dort die einzelnen manuellen Schritte dokumentiert sind.

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