Die KDE-Gemeinschaft stellt mit Arianna eine neue E-Book-Management-App vor. Die Anwendung basiert auf Qt und Kirigami und verfügt über Baloo-Integration für die Datei-Indizierung und die Suche in der E-Book-Sammlung. Arianna ist sowohl ein ePub-Viewer als auch eine App zur Bibliotheksverwaltung.
Reader und Bibliothek
In der Bibliotheksansicht verfolgt Arianna den Lesefortschritt des Benutzers und indiziert neue Bücher, sobald sie heruntergeladen werden. Für größere Bibliotheken bietet die App neben der Suchfunktion über den Titel auch die Möglichkeit, Bücher nach Genre, Verlag oder Autor zu durchsuchen. Die ePubs selbst können ebenfalls nach Worten durchsucht werden.

Der eigentliche Reader ist einfach gehalten, da seine einzige Funktion darin besteht, den Inhalt des Buches anzuzeigen. Er verfügt jedoch über Funktionen wie einen Fortschrittsbalken, mit dem der Lesefortschritt verfolgt werden kann. Die Navigation über die Tastatur ist vollständig möglich.
In der Mitte angesiedelt
Arianna bietet mehr als ein einfacher E-Book-Reader wie Easy Ebook Viewer und weniger als das Schwergewicht Calibre und integriert sich mit einer modernen Oberfläche gut in den Reigen der KDE-Software. Die App ist auf Flathub zu finden. Erste Distributionen wie Alpine Linux, Exherbo, KDE neon und PCLinuxOS bieten Binaries an und auch im AUR von Arch Linux ist Arianna bereits vertreten.

Gerade ist das erste Update erschienen: https://carlschwan.eu/2023/04/22/arianna-1.0.1/
Die App taugt noch nicht wirklich. Bei einem Ebookreader interessiert mich vor allem der Lesemodus – die Bibliotheksfunktion auf dem Desktop ist eher übeflüssig – wozu hat man Dateimanager?
Der Lesemodus von Arianna ist noch nicht fertig: Kein Inhaltsverzeichnis, keine Änderung der Schriftart, und vor allem: Arianna merkt sich nicht, wo ich gerade bin in einem Buch, sondern fängt bei Neuaufruf des Buches von vorne an – unbrauchbar!
Außerdem passt sich die App nicht einer veränderten Bildschirmgröße an, bleibt dann erstmal hängen.
Also: guter Ansatz, aber verbesserungswürdig. Foliate z.B. ist da sehr viel weiter.
Ich kann Koreader empfehlen, ist mMn so ziemlich das beste was es gibt. Schweizer Taschenmesser aber gleichzeitig einfach zu bedienen*. Mit Statistiken, Plugins noch und nöcher, lua api für selbstgefrickel…
https://github.com/koreader/koreader
Läuft auf jedem relevanten Betriebssystem und Hardware. Ich lese auf einem gehackten Kindle.
*Ist für Reader oder Tablets ausgelegt, geht aber auch auf einem normalen Desktop.