LXQt

Ausblick auf LXQt 2.1

Mitte November soll mit LXQt 2.1 die nächste Version der auf Qt basierenden leichtgewichtigen
Desktopumgebung erscheinen, die vor zehn Jahren als Vereinigung von Razor-qt und LXDE-Qt, einer Portierung von LXDE auf das GUI-Toolkit Qt entstand.

Experimentelle Wayland-Sitzung verfügbar

Stand LXQt 2.0 ganz im Licht der Umstellung auf Qt 6, so ist das herausragende Merkmal der neuen LXQt-Version die Unterstützung einer damals versprochenen experimentellen Wayland-Sitzung. Wer Wayland mit LXQt ausprobieren in v2.1 möchte, muss dafür das Paket lxqt-wayland-session nachinstallieren. In den LXQt Session Settings kann nach Auswahl der Wayland-Sitzung ein Compositor festgelegt werden. Neben kwin_wayland sollten alle mit Wlroots kompatiblen Compositoren wie Hyprland, Labwc, Niri, Sway, River and Wayfire funktionieren.

Da Wayland sich stark von X11 unterscheidet, sind einige Funktionen derzeit nicht verfügbar und einige Einstellungen werden vom Compositor und nicht mehr von LXQt vorgenommen. Solche Fälle werden von entsprechenden Hinweisen kommentiert.

Die neue Version bietet auch allgemeine Korrekturen und Übergangslösungen für Wayland; zum Beispiel wurde das Desktop-Fenster von PCManFM-Qt für die Verwendung mit Multi-Monitor-Setups verbessert. Weitere Informationen zur neuen Wayland-Sitzung vermittelt das LXQt-Wiki.

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10 Kommentare

  1. Die beiden “Plattform unsupported” Fehlermeldungen, sind ein typisches Negativ-Beispiel für Bug-by-Design.

    Wofür habe ich den ein Desktop-Environment? Ich möchte mich nicht darum kümmern müssen, welche Komponenten da im Hintergrund werkeln. Die Tastaturkürzel sollten immer an der selben Stelle und auf die selbe Art konfigurierbar sein. Es ist die Verantwortung des DE, diese Settings dann entsprechend zu mappen, entweder auf Lxqt, den Compositor oder sonst irgendeine Komponenten. Aber bitte nicht den User damit behelligen.

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    1. Man konnte sich in Wayland noch nicht auf einen Standard, bzw. ein Protokoll für Hotkeys einigen. Daher muss das der Compositor übernehmen. Da LxQt jetzt noch keinen eigenen Compositor hat, ist die Konfiguration separat. Da steht ja nicht umsonst Pre(!)-Release dran.
      Wem das zu viel einzustellen ist, hat ja genug Auswahl bei anderen Anbietern.
      Aber verstehe schon. Du hast dafür bezahlt, dann möchtest Du es natürlich auch benutzen. :->

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      1. > Du hast dafür bezahlt, dann möchtest Du es natürlich auch benutzen.

        Das Argument lasse ich nicht gelten. Das wird im Kontext von FLOSS häufig hervorgeholt, um “Probleme” zu rechtfertigen.

        Unbezahltes Engagement ist keine Rechtfertigung für Nachlässigkeit und hingenommene Qualitätsmängel. Grundsätzlich denke ich, dass jeder das so behaupten darf, auch der einfache unbedarfte User. Befürchte allerdings, dass ich dennoch anmerken muss, dass ich selbst Maintainer bin.

        Es geht nicht darum, gewisse Qualitätsschwellen wirklich zu erreichen, sondern diese wenigstens anzustreben. Aber die Friss-oder-Stirb-Mentalität diverser FLOSS Projekte und Betreuer schadet FLOSS als Ganzes.

        Noch einmal zur Technik: Auch wenn die “Konfiguration separat” ist, z.B. in einem eigenen conf-file, hindert es die LXQt Oberfläche nicht daran, diesen umstand dem User gegenüber zu verbergen und je nach Situation eben die eigene config oder die compositor config zu lesen und zu schreiben.

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        1. War auch kein Argument, sondern ein neckischer Seitenhieb. Du schreibst halt von “Bug-by-design”. Ich habe mich beim Lesen dieses Satzes ernsthaft gefragt, ob Du die Zielsetzung von LxQt (möglichst leichtgewichtig und minimalistisch gegenüber anderen DEs zu sein), irgendwie übersehen hast.
          Das ist ja auch nicht erst seit der Wayland-Ausgabe so bei denen. Deren X11-Version wurde mit Openbox ausgeliefert und auch hier musste man dieses Configfile separat bearbeiten.
          Klar könnte es besser sein, aber es gibt auch Wichtigeres. Der Archiver von denen ist in meinen Augen zum Beispiel sehr gut gelungen (gefällt mir besser als Ark von KDE, obwohl ich dieses Projekt bezahle).

          Nur: In meinen Augen jedenfalls klang dein Beitrag so, als ob sich jemand einen Rennwagen kauft und sich dann über die fehlende Klimaanlage beschwert. Verstehst Du was ich meine?

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    2. Du beschwerst dich darüber, dass in einem ausdrücklich als “EXPERIMENTELL” gekennzeichneten Feature einzelne Dinge nicht funktionieren? Ernsthaft?

      Es ist völlig legitim, sich als User nicht darum kümmern zu wollen, welche Komponenten im Hintergrund laufen. Mit dieser Einstellung wirst du aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf die Idee kommen, eine (im Zusammenhang mit LXQt) experimentelle Komponente, hier Wayland, zu testen. Ergo werden dir diese Dialoge nie begegnen.

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  2. Das Font-Rendering sieht immer noch sehr unästhetisch aus. Viele zu große Schrift, die bis zum Rande der Buttons ragt. Bei einer anderen Sprache als Englisch wird es dann wohl noch schlimmer aussehen und man muss mit abgeschnittenen Text rechnen. Nachdem ich die Bilder hier gesehen habe, habe ich keine Lust das nochmal auszuprobieren. Wird mittlerweile wenigstens Fractional Scaling unterstützt?

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      1. Selbst in Originalgröße widerspricht die Schrifteinstellung allen UI-Richtlinien. Das sieht man am Beispiel des “Search…”-Button, wo die Schrift ohne Abstand bis eng an die Ränder des Buttons geht.

        Bzgl. Fractional Scaling habe ich bei LXQT 2.0 keinerlei Einstellmöglichkeit gefunden.

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