SteamFork ist ein immutable Fork, der die SteamOS-Umgebung für die Verwendung auf normalen PCs und Notebooks sowie anderen Spielekonsolen nachbildet. Damit kommt Entwickler Andrew Wyatt den SteamOS-Entwicklern bei Valve zuvor, die ebenfalls an einer offiziellen Version von SteamOS für PC und an der Kompatibilität mit anderen Konsolen arbeiten.
Zusätzliche Hardware unterstützen
Es existieren bereits einige Distributionen für Handhelds und PCs abseits des Steam Deck wie etwa ChimeraOS, Bazzite, Nobara oder HoloISO. SteamFork basiert auf HoloISO, welches wiederum Arch Linux als Unterbau nutzt. Ein Vergleich der Kontrahenten ist auf GitHub zu finden. SteamFork will die Kompatibilität zu SteamOS so gut wie möglich erhalten, ohne Pakete von Drittanbietern hinzuzufügen oder die Kernfunktionen zu verändern. Es geht dem Entwickler hauptsächlich um die Unterstützung zusätzlicher Hardware.
Fuduntu
Bereits einmal hatte Andrew Wyatt eine Distribution entwickelt, die alternative Hardware, im damaligen Fall den Asus Eee PC, unterstützt. Die Rede ist von Fuduntu aus dem Jahr 2010. Es sollte die Vorteile der Linux-Distributionen Fedora und Ubuntu auf dem schwach motorisierten Netbook vereinen. Das Projekt wurde 2013 eingestellt, denn Netbooks waren eine eher kurzzeitige Erscheinung. Zudem stellten GNOME 3 und systemd das Team vor Probleme, die die vorhandenen Kapazitäten überschritten.
To scratch an itch
Wie auch bei Fuduntu wollte Wyatt vordergründig zunächst ein Problem für sich selbst lösen. Er besitzt ein Ayaneo Flip KB Handheld, das von der Hardware her dem Steam Deck zumindest ebenbürtig, wenn nicht überlegen ist, die Software aber zu wünschen übrig ließ.
SteamFork behält die Oberfläche von SteamOS bei und fügt einen KDE-basierten Desktop-Modus hinzu. Es integriert Optimierungen der Energieverwaltung, verbessert die Lüfterkontrolle auf kompatiblen Geräten und deaktiviert standardmäßig die RGB-Beleuchtung. Zudem unterstützt SteamFork die Installation zusätzlicher Programme im Flatpak-Format und erlaubt das Booten von Wechselmedien wie USB-Laufwerken und Micro-SD-Karten, sofern diese mindestens 64 GB fassen. Mittlerweile werden neben dem Ayaneo Flip KB und handelsüblichen PCs und Notebooks auch weitere Handhelds unterstützt. Die Entwicklung findet auf GitHub statt.
