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NitroPhone 5 mit vier Modellen erschienen

Wir haben bereits wiederholt über das NitroPhone berichtet. Jetzt lässt uns das in Deutschland ansässige Unternehmen Nitrokey wissen, dass das NitroPhone 5 verfügbar ist und gleichzeitig in vier Varianten erscheint. Grundlage für die Neuauflage des NitroPhone ist bei allen Varianten das Google Pixel 9.

Sicherster Android-ROM

Die verfügbaren Varianten sind NitroPhone 5, NitroPhone 5 Pro, NitroPhone 5 Pro XL und NitroPhone 5 Pro Fold. Sie basieren jeweils auf ihren Namensvettern aus der Pixel 9 Baureihe, unterscheiden sich aber bei der Software. Anstatt eines Standard-Android kommt hier das auf Android 14 basierte, gehärtete Android-ROM GrapheneOS zum Einsatz, laut Mike Kuketz das »derzeit sicherste und Datenschutz-freundlichste Custom-ROM«. Es soll vor Phishing, Zero-Day-Exploits und physischen Angriffen schützen und keine Google- oder Apple-Dienste nutzen. Natürlich können wir die zugesagten Eigenschaften ohne einen eigenen Test nicht überprüfen.

Hoher Preis

Google hat dem Pixel 9 sieben anstatt wie bei den bisherigen Modellen fünf Jahre Software-Updates spendiert und das gilt auch für das NitroPhone 5. Die Preise reichen von 1258 EUR für das NitroPhone 5 bis hin zu 2660 EUR für das NitroPhone 5 Pro Fold. Damit beträgt der Aufschlag von Nitrokey pro Modell rund 500 EUR auf den derzeitigen Kundenendpreis für das entsprechende Pixel 9. Das halte ich für etwas hoch angesetzt. Vielleicht möchte sich Nitrokey ja in den Kommentaren zum Umfang der vorgenommenen Änderungen äußern.

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10 Kommentare

  1. Ein Google Pixel 7a kostet mittlerweile bei Kleinanzeigen gute 200,- EUR. Auf der GraphenOS Website steht alles, was man machen muss um das OS auf das Smartphone zu bekommen. Habe das selbst vor, wenn ich bei Kleinanzeigen ein preislich attraktives Gerät finde. Bis dahin benutze ich weiterhin mein Murena 2 mit eOS darauf. Ebenfalls eine sehr gute Alternative zu Google, Samsung, Apple etc.

    1200,- EUR min. für ein Nitrokey-Gerät… puh, das ist ordentlich. Für mich persönlich zu viel Geld. Das Freiheitshandy beim Koppverlagt ist mit 899,- EUR bereits nicht günstig. (Google Pixel 8 mit GraphenOS darauf installiert).

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  2. Danke, Ferdinand für deinen Artikel über das neue NitroPhone 5
    Und jetzt wird es lustig, wie kann es sein, dass Nitrokey sich anmaßt, zu sagen, das ist das sicherste Handy der Welt und ganz nebenbei Google als böse Datenkrake beschimpft, was auch so ist, aber auf der anderen Seite Hardware und Software von Google kauft, das ist eine Form von Doppelmoral.

    Und dann noch das große G auf dem Handy für Google, jetzt könnte man sagen, das ist eine unterschwellige Werbung, oder?

    Es mag ja sein, dass die Leute von Nitokey alles herausholen, was bei Android nicht herein gehört; das rechtfertigt aber noch nicht den hohen Preis.

    Was für ein Zufall, dass Weihnachten vor der Türe steht.

    Die Vorgehensweise, wie Nitrokey mit der Angst der Menschen umgeht, ist menschlich und moralisch verwerflich.

    Jeder Mensch hat das Recht auf Privatsphäre, ob reich oder arm, alles andere ist Augenwischerei.

    Es grüßt herzlich der Ruhrpottmann aus NRW.:-)

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    1. Du hast mehrere Dinge verwechselt: Nicht das Nitrokey-Smartphone soll das sicherste Telefon sein, sondern das Betriebssystem GrapheneOS, das darauf installiert ist. Und das behauptete auch nicht Nitrokey, sondern Mike Kuketz in seinem Testartikel über “mobile” Betriebssysteme.
      Und dass man Googles Pixel Phones verwendet hat mit der – na? Ja, mit der Sicherheit zu tun. Man kann dort nach Installation des OS den Bootloader wieder schließen, sie unterstützen Hardware Memory Tagging, verifiziertes Booten, Hardware-Schlüssel-Attestierung, die neueren Pixel bieten 7 Jahre Support für Sicherheitsupdates (die älteren 5) ohne Verzögerung wie es bei anderen Herstellern der Fall ist und noch einiges mehr. Du solltest alles Relevante auf der GrapheneOS-Seite finden. Dass dort Google draufsteht… ja, Schönheitsfehler. Wenn’s momentan sicher sein soll, muss man das halt verschmerzen.
      Du solltest nicht ohne dich zu informieren so vorschnell mit deinen Urteilen sein.

      Was Nitrokey bertifft, muss ich sagen, dass sich meine Meinung über die Firma geändert hat. Nach meiner Auffassung verkaufen sie eingekaufte Geräte (die sie leicht modifizieren) mit einem freien OS zu völlig überteuerten Preisen. Ihre Eigenleistung besteht aus dem Einkauf und dem Aufspielen des Betriebssystems. Modifizierungen (ob sinnvoll sei dahingestellt) muss man, nach meiner Kenntnis, nochmal extra bezahlen. Ich sehe den Sinn darin nicht, soviel Geld dafür dort auszugeben.

      Tipp: gebrauchtes neueres Pixel-Gerät kaufen und GrapheneOS selbst installieren oder sich ggf. dabei helfen lassen. Dauert wirklich keine halbe Stunde (ok, mit Vorbereitung und sich Einlesen vielleicht 2-3h). Dann noch einrichten. Fertig.

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      1. Ich kann mich dir nur anschließen. An anderer Stelle hatte ich auch mal nach gefragt wie dieser üppige Preis zu stande kommt. Die Antwort war, dass es auf Grund von Garantie Leistungen und Support zu diesen Preisen kommt. Ich kenne deren Kalkulation nicht und kann das daher nicht beurteilen. Allerdings bin ich bei dir, was das selber installieren angeht. Habe letztens meinen Schwager mit einem Pixel 7 Pro auf CalyxOS los gelassen und das noch mit Linux, obwohl er so gut wie keine Erfahrung (weder mit dem einen noch dem anderen) hat. Im übrigen konnte er als noch Win User unter Win nicht Flashen. Deswegen mit Linux😁.

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      2. Das Hauptproblem an GrapheneOS ist das gleiche wie bei allen Android Derivaten, ohne Google bzw. Alphabet Inc. kein AOSP. Android verwendet keinen Mainline Kernel, sondern einen eigenen durch Google definierten Kernel, welcher zu Closed Source für die Soft- und Hardwarekomponenten von Smartphones und Tablets führt und das Duopol von iOS und Android auf dem Markt für die o..g. Gerätetypen weiter zementiert.

        An der Sicherheit der Hardware darf man spätestens mit dem Bekanntwerden von nicht zu behebenden Verletzlichkeiten in Apples Chipdesign Zweifel haben:

        https://www.itnews.com.au/news/unpatchable-vulnerability-found-in-apples-silicon-606383

        Google Pixel Geräte mit GrapheneOS mögen die am wenigsten unsicheren Kombinationen sein, dem ideal einer freien Gesellschaft dienen sie nur sehr eingeschränkt.

        Daher ist die Beschränkung auf Google Geräte und der Schriftzug auf den Geräten gerade zu sinnbildlich. Es bleibt ein schaler Geschmack!

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    2. GrapheneOS ist unabhängig von Google. Die Community um Daniel Micay nutzt die Open Source Basis Android AOSP (wie übrigens die meisten Custom ROM Entwickler) und hat das System umfangreich gehärtet. Da nur die Pixel Geräte die strengen Sicherheitsanforderungen der Community erfüllen, hat man sich auch in Hinblick auf die begrenzten Ressourcen darauf beschränkt, die Geräte von Google zu unterstützen. Finde ich persönlich schade, ist aber so und aus meiner Sicht nachvollziehbar!

      Wenn Nitrokey nun Google Pixel Smartphones mit GrapheneOS unter ihren Namen vertreibt, ist das legitim. Was sie nun an weiteren Entwicklungsaufwand in die Geräte stecken und ob das den satten Aufpreis rechtfertigt, kann ich nicht sagen. Ich bin aber auch nicht ihre Zielgruppe, da ich mein Pixel Phone selbständig mit GrapheneOS bespielt habe. Die Zielgruppen sind in erster Linie Firmen, Behörden und Einzelpersonen, die erhöhte Sicherheitsanforderungen haben. Für diese Kunden bietet Nitrokey weitere Dienste an, wie das Auslöten von Komponenten, um die Geräte abhörsicher zu machen, und professionellen Support. Dies kann für manche Menschen überlebenswichtig sein, wie z.B. Journalisten in Krisengebieten.

      Solange es keine Open Source Hardware auf dem Markt gibt, werden wir halt mit Kompromissen leben müssen! Bis dahin sollten wir froh sein, dass es solche Enthusiasten wie Daniel Micay gibt, die die Entwicklung von freien und sicheren Systemen vorantreiben.

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