openSUSE

Ausblick auf openSUSE Leap 15.4

Derzeit ist openSUSE Leap 15.4 noch im Alpha-Stadium, für den 23. Februar ist jedoch bereits die Veröffentlichung der Beta-Version vorgesehen. Release-Manager Luboš Kocman hat gestern auf der Factory-Mailingliste gute Nachrichten für die Anwender von openSUSE Leap 15.4 verbreitet, was die angebotenen Desktop-Umgebungen betrifft.

KDE Plasma 5.24 LTS

So wird KDE Plasma als Standard-Desktop der Distribution in der im Moment noch als Beta zum Testen verfügbaren Version 5.24 an Bord sein. Wie gestern von KDE bestätigt wurde, wird das am 8. Februar zur Veröffentlichung anstehende Plasma 5.24 eine LTS-Version sein und löst damit Plasma 5.18 LTS ab, das bis Oktober 2021 unterstützt wurde. Plasma 5.24 LTS erhält Unterstützung bis zum Beginn der Entwicklung von Plasma 6.

Qt 5.15.2 fehlt noch

Der Auslieferung von Plasma 5.24 mit der Beta von Leap 15.4 oder einem der folgenden Snapshots steht laut Kocman nichts mehr im Weg, da alle Abhängigkeiten bereits an die Stamm-Distribution SUSE Linux Enterprise (SLE) übermittelt worden seien. Das ist notwendig, da beide Distributionen auf der gleichen Codebasis beruhen. Was noch fehlt, ist das Update auf Qt 5.15.2 in der Paketbasis vom kommenden SLE 15 SP4. Die Beta von Plasma 5.24 wird in den nächsten Tagen auch in der Rolling-Release-Variante openSUSE Tumbleweed erwartet.

GNOME 41.x

Für den GNOME-Desktop wird vermutlich die aktuelle Version 41.x ihren Weg in die Abbilder von Leap 15.4 finden. GNOME 42.x passt nicht zur Planung in SLE, die GNOME als Standard-Desktopumgebung ausliefern. Enlightenment wird in Version 0.25.x ausgeliefert, die Versionen für LXQt, LXDE, Cinnamon, Mate, XFCE und Sway müssen noch mit SLE abgeglichen werden.

Während die Beta zu openSUSE Leap 15.4 für den 23. Februar geplant ist, soll am 27. April ein Release-Kandidat folgen. Die stabile Veröffentlichung ist für den 8. Juni vorgesehen. Der Beginn der Beta-Phase für SLE 15 SP4 ist zeitgleich für Ende Februar vorgesehen.

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23 Kommentare

  1. Keine Ahnung, was diese Disti-War-Versuche hier immer wieder sollen.
    Ich will niemandem seine Lieblings-Distri ausreden – meine persönlichen Erfahrungen mit Opensuse sind – nach vielen Versuchen mit anderen – zwar nicht vorbildlich aber sp gut, dass ich endlich bei Linux geblieben bin und alle Windows-VMs und -Reserverechner entsorgt habe.
    Vielleich habe ich auch einfach nur das Glück, dass alle Software, die ich in den letzten 10 Jahren benötigt habe, auf Opensuse einfach problemlos lief.

    Der große Vorteil:

    • Yast – für Anfänger und Alltags-User ein perfektes und umfassendes Werkzeug für die Administration
    • btrfs zusammen mit snapper ein einfaches Werkzeug um “eben mal” das System wieder lauffähig zu machen, wenn irgendein Update was zerlegt hat (Ja .. da sind manchmal ein paar Pakete, die nicht so sind wie sie sein sollen.. )
    • umfassendes (aber nicht perfektes) Softwareangebot
    • ordentlicher Forensupport
    • vorbildlicher OS-Support – keine Versuche, Insellösungen bzw vendor-Lock zu fabrizieren und

    Mitte des jahres werde ich alle möglichen Rechner hier auf 15.4 heben und dann habe ich wieder ein paar Jahre Ruhe.

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  2. Ist OT, möchte ich aber trotzdem los werden:
    Ein Danke an Ferdinand, dass er es bis jetzt (nicht nur in diesem Thread) geschafft hat, die Kommentare in einem gewissen Rahmen zu halten. Ein wenig Moderation wird sicher nötig gewesen sein 😉
    Ich denke noch mit Grausen an die Troll Fights auf Pro-Linux zurück.

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  3. Es wird einige KDE User von Debian Stable geben, die wie ich nach den lange nicht gefixten Sicherheitslücken in Firefox und dem Rauswurf von Norbert Preining die Nase voll von Debian haben.
    Hört sich erst mal gut an und könnte die Distribution meiner Wahl werden.

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    1. Dann viel Spass, wenn da mal wieder (wie erst in dieser Woche praktiziert) ein nicht ausreichend getesteten Kernel ausgerollt wird, mit dem Du als Nutzer einer AT/Radeon Grafik auf einem mal vor enem schwarzen Bildschirm sitzt.

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          1. Ja, betraf einige Systeme und würde schnell gefixt. Dadurch hat es dem Anschein nach nur wenige Nutzer wirklich betroffen.
            Die ausgedehnten automatischen und persönlichen Tests sind nicht immer 100% sicher, da nie 100% getestet werden kann. Das ist Prinzip bedingt und nicht Projektspezifisch.

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      1. Bugs gab und gibt es in jeder Distribution. Ob es bei SUSE oder bei Debian mehr sind, kann ich nicht beurteilen.

        Es war aber in erster Linie Norbert zu verdanken, dass KDE in Debian Fahrt aufgenommen hat und Bullseye mit dem halbwegs aktuellen Plasma 5.20 veröffentlicht wurde. Wenn ein verdienter Entwickler wie er in die Wüste geschickt wird, weil er sich nicht den Neusprech Regeln des Anti-Harassment Teams unterwirft, hat das für mich eine andere Qualität.

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        1. Nur ist die Häufigkeit derartiger Problem bei OpenSUSE aus meiner Sicht schon mehr als bedenklich. Nach meiner Zählung gabe es beim Kernel bei mir und eingen anderen alleine bei 15.3 seit der Release 5 derartige Vorkommnisse.
          Von dem immer wieder durchscheinenden. organisatorischen Durcheinander im Projekt mal ganz abgesehen.
          Beispiel:
          2021-08-12 (15.2, 15.3, Tumbleweed)

          Seit dem 10.08. keinerlei Updates und Netinstall-Neuinstallationen mehr möglich.

          (Marcus Meissner)
          Leider ist ein DNS Update der opensuse.org Domain schief gegangen, wir versuchen das gerade wieder zu beheben.

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          1. Die Frage ist nur, wohin man als KDE User gehen soll, wenn man eine LTS Distribution haben will.

            Das Debian Qt-KDE Team war schon vor dem Abgang von Norbert ziemlich dünn besetzt und die Wartung einer Non-LTS Version von Plasma wie 5.20 ist keine Kleinigkeit. Sicherheitsrelevante Patches, auch in den Abhängigkeiten (Qt-Webengine!), müssen eingepflegt werden. Das sehe ich beim aktuellen Zustand der Truppe nicht.

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              1. Ach daher weht der Wind, Schleichwerbung für eine andere Distribution. Hat man da immer noch Phantomschmerzen, weil man in der Presse nicht mehr vorkommt.

                Ich hab mich schon gefragt, was diese Kommentare hier sollen, immerhin sind Bugs, die binnen zwei Tage behoben werden und das SUSE-Kernelteam absolut vorbildlich.

                Na dann viel Spaß bei Mageia.

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      2. Und wo ist da das Problem? Im Grub-Menü den Snapshot von *vor* dem Upgrade auswählen und damit weiterarbeiten, bis die Sache gefixt ist.

        Hier wird Panik vor Problemen geschürt, die es in der Praxis gar nicht gibt.

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