Vanilla OS 2

Ausblick auf Vanilla OS 2 »Orchid«

Im Oktober 2022 erblickte Vanilla Os das Licht der Linux-Welt. Die Entwickler hatten vier Monate Zeit investiert, um ein unveränderliches System mit distro-agnostischem Paketmanagement und atomaren Updates zu erstellen. Die Hauptentwickler sind in der Linux-Szene keine Unbekannten. Mirko Brombin ist der Autor von Bottles und anderen Tools, Luca Di Maio zeichnet für Distrobox, Lilypod und Podman-Launcher verantwortlich.

Testballon

Der Schnellschuss dieser ersten Veröffentlichung sieht aus heutiger Sicht aus wie ein Testballon, der klären sollte, ob die verwendeten Mechanismen miteinander harmonieren und ob es ein Interesse für eine solche Distribution am Desktop gibt. Das mit dem Harmonieren hat nicht übermäßig gut funktioniert, was durch das Fehlen einer Dokumentation nicht besser wurde. Das Interesse am Konzept war jedoch ziemlich hoch.

Seit rund einem Jahr arbeiten die Entwickler nun an der zweiten Ausgabe von Vanilla OS. Sie hört auf den Namen Vanilla OS 2 »Orchid« und ist derzeit als Alpha verfügbar, die Ende Januar von einer Beta abgelöst werden soll, wie einem aktuellen Blogpost zu entnehmen ist.

Vanilla OS 2 »Orchid«

Orchid als Update zu bezeichnen trifft es nicht, denn es blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Was blieb, ist das zweigeteilte Konzept. Da sind einerseits Unveränderlichkeit und atomare Updates, was die Systemstabilität und -sicherheit erhöht, da es unbefugte oder versehentliche Änderungen des zugrunde liegenden Betriebssystems und seiner kritischen Systemdateien verhindert.

Als zweites Standbein von Vanilla OS gilt der Einsatz eines Paketmanagers, der es den Nutzern ermöglicht, Software transparent aus den Paketarchiven verschiedener Distributionen installieren zu können, ohne dabei das Root-Dateisystem von Vanilla OS zu gefährden. Die während der Installation ausgewählte Software wird dagegen als Flatpak installiert.

Bekannte und neue Werkzeuge

Dazu wurden bereits vorhandene Werkzeuge wie AB-Root und APX aufgebohrt und neue Werkzeuge geschaffen. Die Basis wechselt dabei von Ubuntu zu Debian Unstable (Sid). Durch die nahtlose Integration von Waydroid lassen sich in Orchid auch Android-Apps in LXC-Containern installieren, wodurch sie Zugriff auf benötigte Hardware des Hosts erhalten.

Die Beta-Version von Vanilla OS 2 »Orchid« ist für den 30. Januar angekündigt, die stabile Version soll möglichst bis zum Sommer erscheinen, auf jeden Fall aber laufenden Jahr. Spannende Zeiten. Oder was denkt ihr?

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