Debian, das »universelle Betriebssystem«, feiert seinen 31. Geburtstag! Es ist nach Slackware die zweitälteste und vermutlich einflussreichste Distribution und ist über seine 31 Jahre immer unabhängig geblieben. Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat Debian eine beeindruckende Reise hinter sich und ist zu einer der wichtigsten Distributionen in der Welt der Open-Source-Software geworden. Immerhin hat es Debian bis ins Weltall geschafft!
Heute vor 31 Jahren…
Am 16. August 1993 verkündete Ian Murdock in der Usenet-Newsgroup comp.os.linux.development eine neue Distribution:
Dies ist nur, um die bevorstehende Fertigstellung einer brandneuen Linux-Veröffentlichung anzukündigen, die ich Debian Linux Release nenne. Dies ist eine Veröffentlichung, die ich von Grund auf zusammengestellt habe; mit anderen Worten, ich habe nicht einfach ein paar Änderungen an SLS vorgenommen und es eine neue Veröffentlichung genannt. Ich wurde dazu inspiriert, diese Version zusammenzustellen, nachdem ich SLS in Betrieb genommen hatte und mit vielem unzufrieden war, und nachdem ich SLS stark verändert hatte, entschied ich, dass es einfacher wäre, von vorn anzufangen. Das Basissystem ist jetzt praktisch vollständig (obwohl ich immer noch nach den neuesten Quellen für alles suche), und ich würde gerne etwas Feedback bekommen, bevor ich die »ausgefallenen« Sachen hinzufüge.
Sprichwörtlich stabil
In 31 Jahren hat Debian nichts von seiner Bedeutung für die Welt der freien Software verloren. Die Community-Distribution ist unabhängig geblieben und bestimmt ihre Geschicke weiterhin selbst als Do-ocracy. Dabei kämpfen rund 1.000 Entwickler um den Spagat zwischen konservativer Entwicklung zur Erhaltung der inzwischen sprichwörtlichen Stabilität und progressiver Erneuerung. Eine Glanzleistung, wie ich finde. Von daher: alles Gute zum Geburtstag und auf weitere 31 Jahre!
Debian 11 »Bullseye« wird 3
Während Debian 12 »Bookworm« die derzeit stabile Veröffentlichung darstellt, fällt der Vorgänger Debian 11 »Bullseye« im Alter von drei Jahren aus dem regulären Support und trat am 15. August 2024 in die zweijährige Phase des Langzeitsupports (LTS) bis zum 31. August 2026 ein. Damit wechselt die Verantwortung vom Release-Team zum LTS-Team, das fortan ausschließlich kritische Sicherheitsupdates und wesentliche Fehlerbereinigungen vornimmt. Den Anwendern wird spätestens jetzt zur Aktualisierung auf Debian 12 »Bookworm« geraten, das bis zum 10. Juni 2026 volle Unterstützung erfährt, bevor es ebenfalls in den LTS übergeht.

Man kann den Debian-Entwicklern gar nicht genug danken. Ein FREIES Betriebssystem für jedermann.
Erst 31 Jahre und schon so viele Kinder und Enkelkinder. Das nenne ich produktiv. Weiter so Debian..
Auch ich bin nach einigen Umwegen bei Debian gelandet. An Debian gefällt mir halt das es unabhängig und frei ist. Was bei Fedora, SuSE oder Ubuntu nur bedingt der Fall ist da eine Firma dahinter steckt und diese natürlich auch finanzielle Anreize haben. Dagegen ist grundsätzlich natürlich nichts einzuwenden, aber es bleibt immer zu hoffen das es nicht so kommt wie aktuell bei VMware.
Happy börsday Debian! Auf weitere erfolgreiche Jahre. 🙂
OT: Die Kontakt-Funktion oben rechts scheint nicht zu funktionieren. Bei mir passiert nichts wenn ich auf absenden klicke.
Welche Kontaktfunktion meinst du? Wir haben eigentlich nur ein Kontaktformular, meinst du vielleicht das?
Ja genau das, weiss nicht wie ich anders Kontakt aufnehmen kann 😉
Mein Linux-Standardspruch: “Früher oder später landen sie alle bei Debian stable”
Hab in meiner “wilden” Linux-Zeit alle möglichen Distris ausprobiert von RedHat, über Suse, Mandrake/Mandriva, Sidux/Siduction und schließlich jetzt seit über 10 Jahren Debian stable – auf Desktop und Server. Und es sieht nicht so aus als ob sich das noch mal ändern würde. Würde sogar am liebsten bei ein und demselben Release bleiben, aber ein bisschen muss man doch mit der Zeit gehen.
Danke, der Text könnte glatt von mir sein. Ich nutze Debian seit der 3.0 und hatte auch jede nachfolgende Veröffentlichung auf meinen Systemen, aktuell 12.6. Außerdem einen älteren Laptop mit Sid zum “spielen”.
Stimmt genau. Nach fast 20 Jahren Distro-Hopping bin ich genau da gelandet. Und es passt alles. Man wird halt alt 🙂
Glückwunsch an Debian.
Wir können gar nicht genug unterstreichen, wie wichtig Debian und vergleichbare Initiativen für uns alle sind.