Distrobox 1.5.0

Distrobox 1.5.0 unterstützt Nvidia GPUs

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Distributionen in virtuellen Umgebungen zu testen. Da wären Hypervisoren wie VMware, VirtualBox, KVM/QEMU oder GNOME Boxen oder Proxmox als Virtualisierungsplattform zum Betrieb von virtuellen Maschinen und containern über ein Webinterface. Und dann ist da noch Distrobox, eine Anwendung für die Kommandozeile, die Fedoras Toolbox als Vorlage nimmt. Das Projekt hat in letzter Zeit gut Fahrt aufgenommen.

Unterstützung von NVIDIA GPUs

Gerade ist Distrobox 1.5.0 erschienen und kommt mit einer langen Liste an Verbesserungen. Das Highlight ist die initiale Unterstützung von NVIDIA GPUs innerhalb der Container. Das bedeutet, dass die Treiber und andere Pakete im Container nicht noch einmal installiert werden müssen, wenn sie auf dem Host-System bereits vorhanden und somit per bind mount eingehängt werden können. Wie gut das bereits funktioniert, kann ich mangels NVIDIA-Hardware nicht einschätzen. Es soll laut GitHub mit Ubuntu 22+, Fedora, Arch Linux, Void Linux mit glibc und der Red Hat Familie ab v7.0 funktionieren. Alpine Linux, Void mit musl und Debian bleiben derzeit außen vor. Debian nutzt zwar glibc, hat aber eine eigene Verzeichnisstruktur für NVIDIA in /lib.

Viele weitere Neuerungen

Weitere Neuerungen sind unter anderem distrobox-assemble, das sich um die Erstellung oder Entfernung von Containern als Batch, basierend auf einer Manifest-Datei kümmert. Der distrobox-create Befehl wurde überarbeitet und um die Option --additional-packages ergänzt, um bereits beim Init zusätzliche Pakete einzubinden. Weitere Einzelheiten sind den Release Notes und der Dokumentation zu entnehmen.

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