Ein Sprichwort sagt: Besser spät als nie. Docker hat sich daran gehalten und Docker Desktop für Linux freigegeben und ergänzt damit Docker Desktop for Mac und Windows. Das war der am zweithäufigsten genannte Wunsch von Entwicklern auf Dockers Roadmap.
Docker vs. Podman
Das die GUI für Docker, die die Komponenten Docker Engine, Docker CLI Client, Docker Compose, Docker Content Trust, BuildKit, Kubernetes und Credential Helper umfasst, viel zu spät kommt, ist jedem, der mit Containern arbeitet, klar. Ob man das wirklich jetzt noch benötigt, ist fraglich, denn ob man damit neue Anwender anlockt, wo Podman immer populärer wird und bereits mit Docker Compose umgehen kann, wage ich zu bezweifeln.
Extensions mit im Paket
Die Integration von Kubernetes in das Dashboard der neuen GUI erleichtert vermutlich das Management von Containern und bietet vernünftige und sichere Standardwerte für den Ressourcenverbrauch. Zusätzlich werden Docker Extensions mit ausgeliefert, wobei derzeit 14 Docker-Partnerfirmen Unterstützung zugesagt haben.
Das Paket steht mit fast 400 MByte als DEB und RPM zum Download bereit. Voraussetzung zur Ausführung ist ein 64-Bit System und Unterstützung für KVM Virtualisierung, wie die Dokumentation erläutert. Mir war die Installation unter Fedora 36 und Ubuntu Jammy wegen fehlender Abhängigkeiten nicht möglich.

Oha, die starten für die Container nochmal extra eine VM!
Dann erschließt sich mir überhaupt nicht mehr, warum man Docker Desktop verwenden wollen würde…
Nein, nicht schon wieder das Containerschiff namentlich Evergreen, Evergrande oder Ever Given!
Entschuldigung, aber bei diesen “Green”-Namen komme ich mittlererweile ins Schleudern.
Zu einer Container-Meldung gehören nun mal Container 😉
Sieht für mich gar nicht nach einem Evergreen aus – woran meinst Du denn, das zu erkennen?