Normalerweise gibt es bei Fedora in der Liste der Änderungen für die kommende Version keinen Unterpunkt zur geplanten GNOME-Version, denn Fedora liefert eigentlich immer die kurz zuvor erschienene GNOME-Version aus.
Für Fedora 34 gibt es diesen Unterpunkt zu GNOME, der einerseits bestätigt, dass auch diesmal trotz einschneidender Änderungen die aktuelle Version, nämlich das am 24. März zur Veröffentlichung anstehende GNOME 40, ausgeliefert wird und andererseits die Entwickler auf die damit anstehenden Änderungen aufmerksam macht. Für Fedora 34 steht nämlich zusätzlich die neue Hauptversion des zugrundeliegenden Frameworks GTK 4 an. Fedora 34 wird für den 20. April erwartet.
Ubuntu 21.04 bleibt beim Vorgänger
Wie kürzlich berichtet, wird Ubuntu 21.04 am 22. April mit GNOME 3.38 und GTK 3 veröffentlicht. Somit hätte Ubuntu sogar zwei Tage länger Zeit, GNOME 40 anzupassen, auf der anderen Seite ist Fedora viel näher dran an GNOME und GTK, da viele Entwickler des Desktops als auch des Frameworks bei Red Hat angestellt sind. Zudem müssen die Entwickler bei Canonical GNOME noch an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Schaut man sich die Webseite zum Design der überarbeiteten GNOME-Shell an, so wird klar, dass hier noch einiges zu tun ist. Es gilt, Design-Änderungen zu spezifizieren, fertiges Design zu implementieren und Fehler auszubügeln. Viele GNOME-Apps müssen noch an GTK 4 angepasst werden.
Bisher positiv beurteilt
In Fedora Rawhide lässt sich die Entwicklung bereits jetzt verfolgen. Die Entwickler erwarten für die Anwender einen sanften Übergang auf das neue Design. Die auffälligste Änderung der Benutzererfahrung wird die Interaktion mit der Übersicht in der GNOME-Shell sein, die neu angeordnet wurde, um räumlich kohärenter und ansprechender zu sein, während sie weiterhin die gleichen grundlegenden Funktionen bietet: Suche, Workspaces und Anwendungen. Die Reaktionen auf Benutzertests des neuen Designs waren bisher überwiegend positiv.

Wie gut oder schlecht funktioniert eigentlich KDE unter Fedora?
Da Gnome für Fedora so onipräsent ist, vergesse ich immer wieder, dass es ja noch die Spins gibt.
Vor einer Weile stand es mal nicht so gut um den Spin, weil Unterstützer fehlten. Mittlerweile ist wieder alles gut. Sieht man auch daran, dass für Fedora 34 Plasma auf Wayland voreingestellt sein soll.
Die Ähnlichkeit mit Pantheon (elementaryOS) ist nicht von der Hand zu weisen. Bin gespannt, ob die zwei Projekte nicht eines Tages zusammen wachsen.
Beide, Gnome und Pantheon wirken auf mich wie eine Kopie von Apple.
Zumindest bei Pantheon ist das doch auch erklärtes Ziel, oder?
Für meinen Geschmack saust die Maus bei Gnome ohnehin zu viel. Das hat mich leider dazu gebracht, wieder auf andere Umgebungen wie Xfce oder Mate zurückzuwechseln. Auf einem Notebook ist das alles kein Thema – aber mit einem Großbildschirm wird es haarig. Hinzu kommt, daß der simple Aufruf eines Programmes zu einer animierten Änderung des gesamten Bildinhaltes führt. Auch hier ist ein kleiner Bildschirm kein Problem – beim großen komme ich mir vor wie im IMAX Kino. 🙂 Vielleicht geht das ja anderen auch so und die Zwerge beherzigen das in neuen Versionen.
Ich bin vor Ewigkeiten zu xfce gewechselt, nachdem ich lange GNOME2 im Einsatz hatte. Alle zwei Jahre probiere ich Alternativen (wie KDE, was wirklich toll aussieht) aus, aber meinem persönlichen Geschmack nach bleibt xfce das Ideal aus bester Funktionalität, Fehlerfreiheit und Stabilität sowie Performance. Das Design finde ich auch gut, wenn auch nicht so schick wie KDE.
Xfce hat/bekommt ja auch GTK 3/4 – damit ist es für mich dann auch keine Alternative mehr! Aber Plasma/Trinity (oder Mate) gibt es ja noch 🙂
Durch welche Eigenschaft von GTK 3/4 entfällt es als Alternative für dich? Man kann ja auch vom Qt-Toolkit begeistert sein, hat ebenfalls seine Nachteile und ich weiß auch nicht was GTK 3/4 für den Weg zu Wayland bedeutet, aber xfce 3 mit GTK+ bis aktuell xfce 4.14 auf GTK 3 läuft bei mir auf allen Geräten einfach bestens. Ist rein interessehalber, man lernt ja nie aus und ich schaue wie gesagt immer nach Alternativen.
Client-Side-Decorations finde ich grundverkehrt (die schlechtere grafische Anpassbarkeit von GTK/Gnome im Vergleich zu Qt-Basierten ist ja nichts Neues, aber wird durch CSD m. W. noch schlimmer).
Und das Argument, man spare damit Platz, ist absurd, wenn man sich diese fetten Elemente bei Standard-Gnome mal anschaut – oder gar die doppelten unter Qubes-OS.
Ist die Nutzung der HeaderBar (die ich übrigens mag) und damit von CSD in GTK nicht optional? Damit kann sich dann jede Distribution/Desktopumgebung ihre Programme so stricken, wie das gewünscht wird.
Bei Arch Linux sind allein 9 Desktopumgebungen vermerkt. Und wenn man dann noch all die Fenstermanager hinzunimmt, dann sollte doch für jeden das passende zu finden sein, zumal die Konfigurationsmöglichkeiten hier fast gegen unendlich gehen.
Ja, nur habe ich eben keinen Bock mehr auf was GTK-Basiertes (wie sich Mate aktuell schlägt, weiß ich nicht). Darf natürlich jeder gut finden, aber ich finde es sehr schade, dass dadurch die Unterschiede in Aussehen und Bedienung größer geworden sind … wobei, thunar 1.8.4 gegen GTK 3 fügt sich hier unter XFCE 4.12 noch gut in Plasma ein, nautilus dagegen ist schrecklich (Schließen-Knopf auf der falschen Seite …) – ob thunar aus XFCE 4.16 auch noch so gut integriert aussähe, weiß ich zwar nicht, fürchte aber, dort läuft man Gnome hinterher.
Ach. Ich verstehe das ja schon irgendwie, aber, nah ja.
Ich finde die vielen Diskussionen um die GUIs im Grunde genommen übertrieben. Da gibt es meine Freundin und auch einige Freunde denen ich den PC einrichte und das wichtigste Beratungsthema ist dann, wo der Button ist, auf den man klickt. Da wird sich dann aufgeregt, dass da wo man bei Windows drauf klicken muss sich bei der xyGui auf Linux der Button an einer anderen Stelle befindet.
Für mich war das (gelegentlich auch eine Suche) aber nie ein großes Problem gewesen. Ich muss auch eingestehen, dass ich in der Bedinung wesentlich langsamer bin als andere. Ich denke von einer anderen Richtung aus.
Ich habe die Prozesse im Kopf die der PC verrichten soll und dann ist mir fast egal wo der Button dafür ist. Im Zweifelsfall bin ich auch auf der Konsole dann immer noch schnell genug.
Meine Bekannten aber wollen, im Grunde mit PC nichts zu tun haben oder gar etwas davon verstehen und klicken dafür mit viel höherer Geschwindigkeit als ich es je könnte, die Knöpfe ab, damit ihr Vorhaben schnell erledigt ist.
Ich glaube Xfce ist auch desshalb so beliebt, weil sich seine Entwicklung im Schneckentempo vollzieht.
Da gibt es wenig Überraschungen für den User und dieser plötzliche Wechsel auf GTK3 ist da sicherlich ein großer Schock für so manchen.
Aber ich selbst mache es mir, dass muss ich ehrlicher Weise eingestehen, auch recht einfach und benutze seit einer Ewigkeit fast ausschließlich nur den koolen KDE Desktop.
Die Hoffnung stirbt zuletzt? … zum x-ten Mal.
“Die Reaktionen auf Benutzertests des neuen Designs waren bisher überwiegend positiv.”
Ich bin ja mal gespannt auf die neue Gnome Shell Version. Zumindest eingängig ist mir die neue Logik nicht: Zum Starten von Programmen mit der Maus muss man in die linke obere Ecke fahren um dann ganz unten am Bildschirm ein Icon anzuklicken.
Das klingt nach sehr vielen neuen Mauskilometern ab April 2021.
Mir war auch nie klar warum die Fensterknöpfe rechts sein müssen wenn das Menu oder die “Aktivitäten” und das Dock links sind.
Ich nehme an das dient um Verwechslungen vorzubeugen. Der AUS-Schalter ist ja auch rechts und die Aktivitäten links. Wenn die Aktivitäten auf der gleichen Seite wie Fenster schließen oder gar Runterfahren liegen würden, währe ein Verklicken fatal.
Die gehen vermutlich davon aus, dass das OK ist, weil man nicht so oft ein neues Programm öffnet, sondern meist nur ein bereits geöffnetes Fenser auswählt. Ansonsten soll man das demnächst wohl auch per Touchpad-Geste öffnen können oder wie biser mit der Windows-Taste.
Das geht schon, allerdings werde ich auch weiterhin dash-to-dock nutzen.