Gestern haben die Entwickler Fedora 42 Beta freigegeben. Die stabile Verfügbarkeit ist derzeit für den 15. April geplant. Bis dahin gilt es, zu testen, um ein möglichst fehlerfreies Release zu gewährleisten. Und zum Testen gibt es eine ganze Menge.
Da wäre zunächst Anaconda, der Installer. Wie bereits in der Vorschau berichtet, wurde Anaconda in den vergangenen drei Jahren völlig überarbeitet.
Gehäutet
Anaconda hat sich zu einem Web UI Installer gehäutet und ist mit Fedora 42 jetzt zum Standard-Installer geworden. Er bietet eine leistungsfähigere automatische Partitionierung, bei der der Benutzer einfach ein Ziel auswählt und dann je nach Beschaffenheit des Ziels zusätzliche Anpassungen angeboten bekommt. Der neue Installer bringt auch eine Funktion zur Fedora-Neuinstallation mit sich, die es dem Benutzer ermöglicht, sein System einfach neu zu installieren, wenn etwas schiefgelaufen ist, sowie eine vereinfachte Unterstützung für Dual-Boot-Installationen.
Der Benutzer muss nur einen freien Platz schaffen und muss sich nicht mit anderen Details auseinandersetzen. Mit Fedora 42 können die Anwender offiziell ein besser geführtes Erlebnis bei Installationen auf lokalen und entfernten Geräten ausprobieren, mit Funktionen wie einer Anzeige des Installationsfortschritts, integrierter Hilfe, Konfigurationsüberprüfung und mehr.

Anaconda wird mit Fedora 42 zudem zu einer nativen Wayland-Anwendung ohne Unterstützung für X11.
KDE Plasma neben GNOME als vollwertige Edition
KDE Plasma hat ab Fedora 42 Beta den Status einer Edition erhalten. Neben KDE Plasma 6.3 wird Fedora 42 für die Workstation-Ausgabe GNOME 48 als Edition ausliefern. Bei den Spins wurde der Rust-basierte COSMIC Desktop von System 76, den Machern von Pop!_OS, neu aufgenommen. COSMIC verfügt über viele einzigartige Funktionen, wie unter anderem hybrides Fenstermanagement pro Arbeitsbereich, Fensterstapel mit Tabs zum Wechseln zwischen Fenstern und robuste Anpassungsfunktionen, die sich in GTK und in späteren Versionen auch in Qt integrieren.
DNF/RPM Copy on Write
Alle Ausgaben von Fedora verfügen ab Fedora 42 über die Funktion Copy on Write (CoW), die auf die Reflinking-Fähigkeiten von Btrfs zurückgreift. Diese Funktion ist für die Beta-Version nicht standardmäßig aktiviert. Zudem liefert die Beta die neueste Version von python-setuptools aus. Setuptools ist eine Bibliothek für die Paketerstellung, die entwickelt wurde, um das Paketieren von Python-Projekten zu vereinfachen, indem sie die frühere Python-Standardbibliothek distutils erweitert.
DNF5 erweitert
DNF5 erhielt eine neue Logik, die abgelaufene und veraltete Repository-Schlüssel automatisch aus dem System entfernt. Das bedeutet, dass der User die automatische Verwaltung von Repository-Schlüsseln während der Softwareinstallation oder bei Upgrades nutzen kann. Die Workstation mit GNOME steht im Download-Portal zum Herunterladen bereit. Leider ist die Plasma-Edition dort bisher nicht verzeichnet.

Ich habe Fedora 42 KDE installiert und bin zufrieden.😃
Der Installer sieht ja schonmal recht übersichtlich aus und hat eine ordentliche Struktur; finde ich schonmal gut. Ich hätte da aber mal eine Frage – auch wenn es blöd klingen mag:
Das Ding heißt ja Anaconda Web UI Installer. Bedeutet das, dass der nur mit einer aktiven Internetverbindung funktioniert oder läuft der auch, wenn man Fedora offline installiert?
Jepp und du brauchst einen Fedora-Account.
Jepp zu ”geht nur mit einer Internetverbindung” oder ”geht auch offline”? Und … Fedora-Account? Auf deren Website?
Nur interessehalber und zu meiner Aufklärung. Weiß jemand zufällig, für was bei der obigen Abbildung von Anaconda die ext4 Partition gebraucht würde?
Steht doch dabei: für /boot
Über die Torrent-Downloads auf der Fedora-Seite bekommt man die KDE-Variante aber.
Allerdings scheint in dieser Variante der Web-Installer nicht vorhanden zu sein. Da bekommt man noch den üblichen alten.
Beta 42 ist verfügbar: https://fedoraproject.org/kde/download 🥳
“Leider ist die Plasma-Edition dort bisher nicht verzeichnet.” Die KDE Plasma Desktop Edition ist jetzt eine der release-blockierenden Desktop-Umgebungen für Fedora…das fängt ja schonmal gut an.
Vermutlich ist die Plasma-Edition so gut, dass die Beta übersprungen werden kann.
Oder sie ist so schlecht, dass sie noch keinen Beta-Status hat.