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Ausblick auf Fedora 42

In einer Woche soll Fedora 42 als Beta erscheinen, die stabile Verfügbarkeit ist derzeit für den 15. April geplant. Wir schauen, mit welchen Neuerungen Fedora dieses Mal aufwartet.

Installer

Seit seiner Einführung 1999 erntet Fedora Kritik am Anaconda Installer als dem vermutlich sperrigsten Installer bei Linux. Wir haben seit der ersten Vorstellung im Januar 2022 insgesamt achtmal über den neuen Installer Anaconda Web UI berichtet. Diese webbasierte Überarbeitung sollte ursprünglich bereits mit Fedora 39 erscheinen. Jetzt ist es aber so weit, dass Anwender mit Fedora 42 offiziell ein besser geführtes Erlebnis bei Installationen auf lokalen und entfernten Geräten ausprobieren können. Derzeit basiert der neue Installer noch auf X11, soll aber mit Fedora 42 als native Wayland-App ausgeliefert werden. Ob das gelingt, ist bisher nicht ganz klar. Vorab lässt sich der neue Installer bereits jetzt mit einem dafür bereitgestellten ISO-Image testen.

Desktop-Umgebungen

Der Standard-Desktop bei der Fedora Workstation bekommt mit Fedora 42 eine längst überfällige Anpassung. Neben GNOME wird künftig gleichberechtigt KDE-Plasma als offizielle Edition angeboten. Der Weg war lang, aber nun ist es geschafft. Nach dem Motto, dass man immer etwas mehr verlangen sollte, als man erreichen möchte, schlugen im April letzten Jahres einige Entwickler unter Federführung von Joshua Strobl vor, GNOME als Standard-Desktop durch Plasma zu ersetzen. Im November entschied das Fedora-Council, KDE Plasma vom Spin zur Edition zu befördern und mit GNOME gleichzustellen.

Die Fedora 42 Workstation Edition wird mit GNOME 48 und Plasma 6.3 erscheinen. Bei den Spins werden unter anderem Ausgaben mit Xfce 4.20 und LXQt 2.1 veröffentlicht. Ein neuer Spin wird für den COSMIC Desktop aufgelegt.

Künstliche Intelligenz

Wie einem Blogpost von Christian Schaller über die Pläne für Fedora 2025 im Februar zu entnehmen war, wird Fedora 42 seine KI-Ressourcen ausbauen und dazu die Open-Source-KI-Engine Granite von der Red-Hat-Mutter IBM für Aufgaben wie Code-Assistenz und beschleunigte KI-Set-ups in Toolbox-Umgebungen integrieren.

Wir werden uns die Beta-Version von Fedora 42 und den neuen Installer genauer anschauen, sobald sie offiziell verfügbar sind.

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9 Kommentare

  1. “Der Weg war lang, aber nun ist es geschafft.”
    Ich verstehe es nicht so ganz, worin denn die Schwierigkeiten von Fedora liegen könnten einen KDE-Plasma Spin herauszugeben. Geht es denn dabei um mehr als nur die Zusammenstellung von Paketen die man schon sehr lange betreut?

    Aber vielleicht nutze ich dafür auch schon viel zu lange Arch Linux.
    Ein pacman -S plasma-meta und ich habe meinen Plasma Spin.

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    1. Einen Plasma-Spin gibt es schon lange, es geht um die Einstufung als Edition, die jetzt neu ist. Da geht es dann eher darum, wie die Plasma-Version auf der Website und auf Events beworben wird.Im Gegenzug gelten dann aber auch höhere Qualitätsansprüche, weil die Edition Fedora sehr viel stärker repräsentieren als Spins.
      Der Status hat z.B. auch Auswirkungen darauf, ob Bugs, die nur eine Version betreffen, ein Release verzögern können oder nicht.

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