Am 2. April reichten Fedora-Entwickler einen Vorschlag ein, der vorsah, ab Fedora 42 KDE Plasma als Standard-Desktop anstelle von GNOME bei Fedora Workstation auszuliefern. Es handelte sich dabei mitnichten um einen verspäteten Aprilscherz, sondern um einen ernst gemeinten Vorschlag, der vielleicht ein wenig weiter ging als das, was realistisch umsetzbar war. Neil Gompa wandelte den Vorschlag im September dann ab und schlug vor, KDE Plasma auf die gleiche Stufe wie GNOME zu stellen.
Argumente
Die Befürworter des Vorschlags im Fedora Wiki argumentierten, spätestens mit Plasma 6 biete der KDE-Desktop eine traditionellere Benutzererfahrung, die zugänglicher für alltägliche Computerbenutzer sei und den Ein- und Umstieg hin zu Linux-basierten Betriebssystemen einfacher erscheinen lasse als dies bei GNOME derr Fall sei. Dazu trage neben der großen Bandbreite an Personalisierungsmöglichkeiten auch eine sofort einsatzbereite Desktop-Erfahrung bei. Zudem biete KDE Plasma mittlerweile die bessere Wayland-Unterstützung.
KDE Plasma als Edition
Dieser Vorschlag trägt nach vielen Diskussionen nun Früchte. Mit der im Frühjahr anstehenden Veröffentlichung von Fedora Workstation 42 wird KDE Plasma vom Spin zur Edition befördert und rangiert damit auf gleicher Stufe wie der Standard-Desktop GNOME. Der aktuelle einstimmige Beschluss des Fedora Council sieht darüber hinaus vor, Plasma adäquat zu GNOME auf fedoraproject.org zu präsentieren und ein Marketingkonzept zu entwerfen, um das neue Zweigestirn beispielsweise auf Events angemessen vorzustellen. Die Fedora KDE SIG (Special Interest Group) wird ihren Antrag, GNOME durch KDE Plasma auf der Workstation zu ersetzen, mit der Annahme dieses Antrags zurückziehen.

Als ehemaliges Mitglied der KDE-SIG freue ich mich wirklich sehr darüber, dass nun versucht wird, dass endlich KDE und GNOME gleichgesetzt werden sollen.
Diese Diskrepanz hat mich schon immer gestört.
Gnome 47 hat keine Abhängigkeit mehr zu Xorg und SDDM läuft noch gar nicht unter Wayland.
Hmmm
Was macht Suse nun, nachdem sie ja fedora und redhat hinterher gehechelt sind und von kde zu gnome umgeschwenkt sind oder wollen?
Red Hat verwendet für seine geschäftsrelevanten Distributionen weiterhin GNOME als Standard (RHEL / CentOS Stream). KDE ist dafür nicht geeignet aufgrund der zu vielen Einstellungsmöglichkeiten und Überladenheit. Das würde die Wartungs- und Supportkosten ins Unendliche treiben.
Bei SEL ist schon immer GNOME der Default Desktop. Kenne ich schon seit mindestens 1999.
Da ich mich noch nie um RedHat oder suse gekuemmert habe, mal ne doofe Frage. Was meinst Du mit SEL?
Suse Enterprise Linux
Das ist nicht ganz korrekt!
Die richtige Bezeichnung wäre SLED für Suse Linux Enterprise Desktop, bzw. Suse Linux Enterprise Server – also SLES für die Server Variante.
Die Anmerkung mit Bezug auf Gnome ist aber richtig.
Das finde ich richtig gut! Ich habe den KDE Spin hier installiert, obwohl ich KDE nie wirklich mochte, finde ich die 6er Version sehr gelungen. Fedora mit KDE fühlt sich wie ein vollständiges Betriebssystem an. Und ich finde es sehr schön, das man ohne viel Mühe die Themes wechseln kann. Bei den meisten Programmen kann man auch noch die Titelleiste aktivieren und Sie passen sich schön in KDE ein (Firefox, Obsidian usw.). Das hat für mich, bei Gnome nicht immer funktioniert.