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Fedora 45 will Btrfs-Snapshots vereinfachen

Ein Snapshot des kompletten Systems, wie ihn Btrfs bietet, ist oft die Rettung für ein verkorkstes Betriebssystem. Tools wie Snapper oder Timeshift sind bekannte Tools zum Verwalten von Snapshots. Fedora möchte den Vorgang jetzt vereinfachen.

Snapshots aufwerten

Dazu wurde für Fedora 45 ein Vorschlag eingereicht, der Btrfs-Installationen deutlich aufwertet. Verantwortlich sind Neal Gompa und Bryn M. Reeves von Red Hat. Wird bei der Installation Btrfs als Dateisystem gewählt, soll der Installer Anaconda künftig automatisch ein optimiertes Layout einrichten. Dabei liegt auch /boot auf Btrfs, was bisher nur mit manueller Nacharbeit möglich war.

Einfach zurückrollen

Das eigentliche Highlight des Vorschlags: Jede Paketmanagement-Aktion, also jedes dnf install oder dnf update, löst automatisch einen vollständigen System-Snapshot aus. Dafür kommt das Tool snapm zum Einsatz, ergänzt durch das Paket dnf-plugin-snapm. Für die Boot-Integration sorgt der Bootmanager boom, der automatisch passende Einträge im GRUB-2-Menü anlegt. Landet man nach einem Update in einem kaputten System, wählt man im Bootmenü einfach den letzten funktionierenden Snapshot aus und rollt darauf zurück.

snapm und boom

Falls euch snapm und boom nichts sagen: Grundsätzlich bewegen sie sich in der gleichen Liga wie das von openSUSE bekannte Snapper oder das beliebte Timeshift. Während Timeshift sich eher als nutzerfreundliches Backup-Werkzeug versteht und meist manuell oder zeitgesteuert läuft, sind snapm und boom , ähnlich wie Snapper unter openSUSE enger an den Paketmanager gekoppelt. Der entscheidende Unterschied zu beiden: snapm bringt boom als Abhängigkeit mit, sodass die Snapshots direkt als eigene GRUB-Einträge erscheinen, statt nur über ein separates Boot-Menü-Plug-in (wie bei Snapper mit grub-btrfs) eingebunden zu werden.

Damit zieht Fedora ein Stück weit mit openSUSE gleich, dessen Btrfs-Subvolume-Layout als Vorbild diente. Laut den Plänen sollen snapm, boom und ihre Abhängigkeiten direkt auf den Live- und Install-Medien landen, damit Anaconda sie bei Bedarf installieren kann.

Spannend ist auch der Ausblick: Das Feature könnte künftig die Grundlage für Systeme bilden, die sich ganz ohne zusätzliche Tools komplett am Stück aktualisieren lassen.

Noch nicht angenommen

Sollte es Probleme geben, ist als Rückfalloption vorgesehen, die automatische Konfiguration von snapm und boom in Anaconda einfach wieder abzuschalten. Noch ist der Vorschlag nicht abgesegnet, spätestens bis zum Beta-Freeze Ende August muss das Fedora-Steuerungskomitee FESCo eine Entscheidung treffen.

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2 Kommentare

  1. Bei mir waren die Upgrades von openSUSE15 nach 16 derart “hutzlig” dass ich sehr froh war die btrfs-Snapshots in der Hinterhand zu haben. Einen Rechner habe ich wirklich auch zurückgesetzt und das Upgrade nochmals gestartet. Finde es daher sehr gut dass sich auch außerhalb von SUSE jemand damit beschäftigt.

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