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Fedora Linux 45 ist erschienen

Das Fedora-Projekt hat gestern Fedora Linux 45 freigegeben. Die neue Version der von Red Hat unterstützten Distribution bringt aktuelle Desktop-Umgebungen, einen überarbeiteten Installationsprozess und zahlreiche Änderungen unter der Haube. Die ursprünglich für den 20. Oktober vorgesehene Veröffentlichung musste wegen blockierender Fehler zweimal verschoben werden.

GNOME 51 und KDE Plasma 6.8

Fedora Workstation setzt auf GNOME 51, während die gleichberechtigte KDE-Edition mit Plasma 6.8 ausgeliefert wird. GNOME bringt unter anderem Verbesserungen bei der Darstellung und Verarbeitung von Bildschirminhalten. Eine überarbeitete Zeitplanung für die Grafikausgabe soll Animationen und Fensterbewegungen auch bei hoher Systemlast flüssiger machen. KDE Plasma 6.8 erweitert den Funktionsumfang unter anderem um virtuelle Desktops, die sich für jeden Bildschirm separat verwalten lassen.

Als Kernel kommt Linux 7.2 zum Einsatz. Zu den aktualisierten Entwicklerwerkzeugen gehören GCC 16.2, Python 3.15, Go 1.27 und glibc 2.44. Auch Podman liegt in der neuen Hauptversion 6 vor.

Stratis im Installer integriert

Eine der größeren Neuerungen betrifft den Installer Anaconda. Dieser unterstützt jetzt die Einrichtung von Stratis-Speicherpools. Stratis kombiniert bewährte Linux-Technologien wie Device Mapper, XFS und LUKS und ermöglicht unter anderem die dynamische Verwaltung von Speicherplatz, Snapshots und Verschlüsselung.

Bei der manuellen Partitionierung lässt sich die Speicherverwaltung von Cockpit direkt aus Anaconda aufrufen. Darüber können Anwender Stratis-Pools auf einer oder mehreren Festplatten anlegen und Dateisysteme für das Wurzel- und Home-Verzeichnis einrichten. Auch automatisierte Installationen über Kickstart unterstützen die neue Funktion.

Änderungen bei Sicherheit und Verwaltung

Fedora 45 ersetzt die bisherige Kernel-Konsole durch KMSCON, eine im Userspace laufende Terminalimplementierung mit verbesserter Unterstützung für Unicode und Schriftarten. Darüber hinaus wird die Überprüfung von Paketsignaturen standardmäßig erzwungen. Das soll verhindern, dass nicht signierte RPM-Pakete unbeabsichtigt installiert werden. Weitere Änderungen betreffen die Sicherheitseinstellungen sowie die Erstellung reproduzierbarer Pakete. Auch die Atomic-Desktop-Varianten profitieren von Neuerungen. Ihre Installationsmedien verwenden jetzt die webbasierte Oberfläche von Anaconda.

Eine Umstellung müssen Nutzer älterer VPN-Verbindungen beachten: Die nicht mehr gepflegten NetworkManager-Plugins für VPNC und Fortinet SSL-VPN werden mit Fedora 45 entfernt. Als Ersatz empfiehlt das Projekt NetworkManager-libreswan für Cisco-kompatible IPsec-Verbindungen und NetworkManager-openconnect für Fortinet SSL-VPN. Bestehende VPN-Profile müssen entsprechend neu eingerichtet werden. Eine Anleitung zur Migration steht bereit.

Zahlreiche Varianten verfügbar

Fedora Linux 45 steht als Workstation, KDE Plasma Desktop, Server, Cloud, CoreOS und IoT zur Verfügung. Hinzu kommen die Atomic Desktops wie Silverblue und Kinoite sowie weitere Spins mit Xfce, Cinnamon, MATE oder COSMIC. Fedora Kinoite wird zunächst noch mit Plasma 6.7 ausgeliefert. Plasma 6.8 soll erst nach der Veröffentlichung folgen. Die Installationsmedien können über die Fedora-Webseite heruntergeladen werden. Für bestehende Installationen stellt das Projekt eine Anleitung zum Upgrade bereit.

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Ein Kommentar

  1. Die KDE Plasma Edition macht einen richtig tollen Eindruck. Ich bin von Arch Linux kommend umgestiegen und vieles ist schon so, wie ich es mir dort zusammenkonfiguriert habe (Btrfs-Subvolumes etc.).
    (Leider hinkt Tuxedo mit seinem Repository (für TCC usw.) – das gibt es für F45 noch nicht. Das für F44 scheint aber auch zu funktionieren.)

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