Ein Vorschlag für Fedora 40 von Michael Catanzaro, Mitglied des Red Hat Desktop Teams sowie Fedora- und GNOME-Entwickler erregt derzeit die Gemüter der Fedora-Community. Der Vorschlag sieht eine begrenzte Datensammlung von anonymen Metriken zur Nutzung der Fedora Workstation vor.
Catanzaro möchte den Telemetrieansatz von Endless OS adaptieren, ohne allerdings deren eos-phone-home Komponente zu implementieren. Die gesammelten Metriken sollen den Entwicklern helfen, Designentscheidungen zu treffen. Auch Red Hat möchte spezifische Metriken sammeln, um zusätzlichen Zeitaufwand für die Mitarbeit an Fedora oder zusätzliche Investitionen in Fedora zu rechtfertigen.
Opt-out Ansatz
Die Daten sollen anonym nach dem Opt-out Verfahren erhoben werden. Das Opt-out soll im Abschnitt über Privatsphäre im GNOME Initial Setup untergebracht werden. Eine Liste der zu sammelnden Daten existiert noch nicht, Catanzaro möchte zunächst die Modalitäten klären, wie über zu sammelnden Daten entschieden werden soll. Ein Teil der Daten betrifft jedoch die Frage, welche Anwendungen installiert sind und wie sie genutzt werden. Dabei soll der Anwender detailliert informiert werden, welche Daten abfließen.
Metriken sind wichtig
Ich bin nicht generell gegen die Erhebung von Telemetriedaten. Für Entwickler bieten sie wertvolle Entscheidungshilfen, die über die künftige Entwicklung eines Projekts mitentscheiden. Ich verstehe auch, dass hier Opt-out bevorzugt wird. Es sollte allerdings nicht bei einem versteckten Häkchen bleiben, der Anwender muss an prominenter Stelle darauf hingewiesen werden, wo er der Datensammlung widersprechen kann.
Weitere Überraschungen von Red Hat?
Fedora hat strikte Richtlinien beim Schutz der Privatsphäre. Allerdings gilt zu bedenken, dass dieser Vorstoß von Red Hat kommt und für mich stark danach aussieht, als wolle man die Nützlichkeit von Fedora auf den Prüfstand stellen, obwohl die eigentlich selbstevident ist. Die Diskussion über den Vorschlag hat trotz Ferienzeit eine so große Anzahl an Beiträgen hervorgebracht, dass das Thema in mehrere thematische Bereiche aufgeteilt wurde.

Nachdem jetzt auch Fedora “IBMisiert” wird, gibt es wirklich keinen Grund mehr es zu benutzen. Mein Intel NUC freut sich auf Debian 12
Frage, welche Software mit Firmenhintergrund macht das nicht?
Sogar CPU’s machen das doch schon.
Deswegen nur Community Software.
Debian sammelt mittels des populary-contest auch Daten.
Dazu musst Du es aber installieren, spich dies bewusst tun. Das ist ein riesen Unterschied.
Für meinen Geschmack ist beim Sammeln von Benutzerdaten Opt-in eine Pflicht.
Opt-out geht schon mal gar nicht.
Außerdem kann ein Projekt wie Fedora damit rechen, dass es etliche Nutzer gibt die, wenn sie auf anständige Weise gefragt werden, dem auch gerne zustimmen.
Man muss auch nicht gleich von allen Nutzern die Telemetriedaten haben. Mit wenigen hundert Datensätzen ist man eigentlich schon bestens gerüstet.
Wer nach den Daten von allen Nutzern giert der hat meist noch was anders damit im Sinn.
Es gibt diverse Software, in der ich der Telemetrie explizit zugestimmt habe.
Da die USA keinerlei Schutz von Nicht-US Bürgern vorsehen, vermeide ich dies bei US Produkten oft.
Mir ist wichtig, einsehen zu können, was genau übermittelt wird (die Daten und nicht nur eine Beschreibung, welche Daten erfasst/übermittelt werden)..
> Ich bin nicht generell gegen die Erhebung von Telemetriedaten. Für Entwickler bieten sie wertvolle Entscheidungshilfen, die über die künftige Entwicklung eines Projekts mitentscheiden. Ich verstehe auch, dass hier Opt-out bevorzugt wird. Es sollte allerdings nicht bei einem versteckten Häkchen bleiben, der Anwender muss an prominenter Stelle darauf hingewiesen werden, wo er der Datensammlung widersprechen kann.
Sehe ich ähnlich. Wenn die Entwickler ohne Feedback von außen (den Anwendern) vor sich hinentwickeln, wird viel Kapazität verbrannt. Das ist jetzt auch kein Problem, wenn es ein kleines privates Spaßprojekt ist.
Ist es weg, ist es weg und das schreibe ich als Nutzer von Fedora.
https://www.youtube.com/watch?v=KyADkmRVe0U
könnte ich so unterschreiben
stellt sich die Frage wer überhaupt etwas dazu beiträgt.
https://youtu.be/utG5GqONw3A?t=585