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Fedora: Vorschlag erleichtert ARM-Nutzung auf Snapdragon X Laptops

Vor wenigen Wochen berichteten wir über einen Jobwechsel des bekannten Entwicklers Hans de Goede. Er verließ seinen langjährigen Arbeitgeber Red Hat und wechselte zu Qualcomm, wo er weiterhin am Linux-Kernel arbeiten sollte.

Tuxedo stellte Entwicklung ein

Obwohl sein genaues Wirkungsfeld zunächst unklar blieb, bestand die Hoffnung, dass er den Qualcomm-SoCs zu mehr Linux-Tauglichkeit verhelfen würde. Wegen schlechter Kompatibilität und fehlender Unterstützung hatte TUXEDO Computers erst kürzlich die Arbeiten an seinem ARM-Notebook vorerst eingestellt.

Vorschlag für Fedora

Ein gestern von de Goede eingestellter Vorschlag bei Fedora strebt an, dass die Live-Images von Fedora aarch64 auf Windows-on-ARM-Laptops (WoA) sofort nach dem Start funktionieren, indem der passende Device Tree Blob (DTB) automatisch basierend auf der Hardware-ID ausgewählt wird.

Modifiziertes Kernel-Image

Dieser Ansatz verwendet ein modifiziertes Kernel-Image, das den Stubble-Boot-Stub, Hardware-ID-zu-DTB-Zuordnungen und relevante DTB-Dateien enthält. Der Stubble-Stub, ein minimaler UEFI-Boot-Stub für Linux-Kernel auf ARM64-Systemen, verwendet die eingebetteten Zuordnungen, um die richtige DTB-Datei zu finden und diese automatisch zu laden. Bisher mussten Benutzer das ISO-Image ändern, um die richtige DTB-Datei manuell hinzuzufügen, da das Image sonst nicht funktionierte.

Der Kernel enthält weder eine initrd noch eine Kernel-Kommandozeile. Die vom Host generierte initrd und die hostspezifische Befehlszeile werden weiterhin wie gewohnt von GRUB bereitgestellt, einschließlich der Möglichkeit für den Benutzer, Änderungen an der Befehlszeile über GRUB vorzunehmen.

Wird der Vorschlag akzeptiert, was anzunehmen ist, hebt dies das Live-ISO-Boot- und Installationserlebnis auf WoA-Laptops auf die Ebene von x86_64. Dadurch wird es für Benutzer viel einfacher, Fedora auf WoA-Laptops auszuprobieren und zu verwenden.

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2 Kommentare

  1. Verstehe ich das richtig?
    Es geht dabei lediglich um die Zuordnung des jeweiligen Laptops zur passenden DTB-Datei.
    Da diese Zuordnung dann beim Systemstart selbständig vorgenommen wird, braucht es dann nicht mehr für jedes einzelne ARM Laptop-Modell ein speziell angepasstes ISO-Image für die Linux Installation.

    Das jeweilige ARM Laptop würde damit auch noch nicht besser funktionieren als zuvor, falls dazu die nötigen Treiber fehlen, aber der Aufwand für die Distribution wäre schon mal vereinheitlicht und damit sehr viel geringer.

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