Mozilla veröffentlicht im Tagesverlauf die neueste Version ihres Open-Source-Browsers Firefox. Neben Firefox 150 werden Firefox 140.10 ESR und 115.35 ESR freigegeben.
Das Update auf Firefox 150 bringt verschiedene neue Funktionen und Verbesserungen bei der Benutzerfreundlichkeit zu den Anwendern. Dazu zählen ein weiter ausgebauter Split View sowie neue Funktionen für den integrierten PDF-Editor.
Split View erweitert
Die mit Firefox 149 eingeführte geteilte Ansicht, die es unter der Bezeichnung Split View erlaubt, zwei Webseiten nebeneinander zu platzieren, wurde weiter ausgebaut. Man kann nun mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Link auf einer Webseite klicken und Link in geteilter Ansicht öffnen auswählen, um ihn neben dem aktuellen Tab zu öffnen. Außerdem lassen sich beim Erstellen einer geteilten Ansicht offene Tabs durchsuchen und die Positionen der Tabs mithilfe der neuen Option Tabs umkehren im Kontextmenü der Tabs vertauschen.

Auch die Handhabung von Tabs wurde weiter ausgebaut. Mehrere Registerkarten lassen sich jetzt in einem Schritt teilen. Wählt man mehrere Tabs aus und klickt dann rechts in einen davon, kann man x Links kopieren auswählen und beim Einfügen in andere Apps den Seitentitel wie auch die URL übernehmen.
PDFs editieren
Der eingebaute PDF-Editor erlaubt jetzt, die Seiten einer PDF-Datei neu zu ordnen, zu kopieren, einzufügen, zu löschen und zu exportieren. Dazu zieht man einfach eine lokale PDF-Datei per Drag & Drop in den Browser.

Beliebige Texte übersetzen
Firefox bietet mit seinen lokalen Übersetzungsfunktionen eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit für KI. Bisher funktionierte diese Funktion aber nur, wenn man eine Webseite in einer anderen Sprache aufrief oder einen Textabschnitt markierte.
Mit einer neuen Funktion hinter dem Konfigurationseditor about:translations lassen sich beliebige Texte in einem Übersetzungsformular einfügen, Ausgangs- und Zielsprache auswählen und die Übersetzung findet in Echtzeit statt.

Netzwerk-Einschränkung
Im Hinblick auf Sicherheit schränkt Firefox 150 den Zugriff auf das lokale Netzwerk ein. Das bedeutet, dass Websites nun die Erlaubnis einholen müssen, bevor sie eine Verbindung zu Geräten im lokalen Netzwerk oder zu Apps, die mit dem Gerät verbunden sind, herstellen dürfen. Diese bisher nur bei striktem Trackingschutz in den Einstellungen verwendete Einschränkung gilt jetzt für alle, unabhängig vom eingestellten Trackingschutz.
RPM-Paket verfügbar
Darüber hinaus lässt sich unter Linux die native GTK-Emoji-Auswahl nun über die Tastenkombination [Strg]+[+] auch in Firefox aufrufen. Wie schon zuvor als DEB-Paket, steht künftig auch ein eigenständiges RPM-Paket zur Installation von Firefox bereit. Firefox 150 steht bereits jetzt auf dem FTP-Server von Mozilla zum Download bereit.

Bin nicht begeistert von deb-Paketen von Drittherstellern. Weil diese Zur Installation Root benötigen, können diese das System beschädigen. Deshalb bleibt es bei meiner lokalen User-Installation von Firefox. Andere Browser/Programme mit deb-Paketen bieten sowas gar nicht erst an.
Grüße
Ofenrohr!
Es heißt: about:translations und nicht about:translation