Broom on a table

Flatsweep: Aufräumhelfer für Flatpak-Reste

Flatpak ist eine beliebte Ergänzung zu traditionellen Paketierungssystemen, aber es ist nicht fehlerfrei. Wer viele Flatpaks installiert und wieder deinstalliert, kennt das Problem: Konfigurationsdateien, Caches und andere Reste bleiben oft auf der Platte zurück, weil Flatpak beim Deinstallieren nicht restlos aufräumt.

Hier setzt Flatsweep an, ein schlankes GTK4-Tool, das solche Datenleichen aufspürt und auf Knopfdruck entfernt. Die Anwendung, die ebenfalls als Flatpak installiert wird, durchsucht das Standard-Installationsverzeichnis von Flatpak, zeigt dir an, wie viel Speicherplatz sich durch verwaiste Dateien zurückgewinnen lässt, und räumt nach einem Klick auf Clean auf.

Beim ersten Start erscheint eine Warnung bezüglich des Standard-Installationsverzeichnisses. Wer Flatpak mit einem benutzerdefinierten Installationspfad betreibt, sollte vorsichtig sein, da das Tool ausschließlich den Standardpfad prüft und dort im Zweifel auch Dateien löscht, die eigentlich bleiben sollten. Die Oberfläche ist mit GTK4 und Libadwaita gebaut und fügt sich damit optisch gut in GNOME ein, lässt sich aber auf jeder Desktop-Umgebung nutzen.

Foto von Neal E. Johnson auf Unsplash

Teilt den Beitrag, falls ihr mögt

13 Kommentare

    1. Wenn du richtig cool sein willst machst du noch ein “–delete-data” dazu. Das löscht dann auch die Spielstände (wenn vorhanden.). Persönlich halte ich wenig davon, solche Wochenend-Hobbyprojekte als “Lösung” zu bewerben – und natürlich alles kostenlos. Wenn Flathub wenigstens einen Kaffee spendieren würde… Gibt es da nicht bessere Wege?

      2
        1. Kostenlose Wochenend-Hobbyprojekte sind nichts Schlimmes und da es sich hier nur um eine kleine Komfort-Funktion handelt, riskiert man auch nicht sonderlich viel.
          Funktionell ist das jedenfalls eine sehr simple App, anscheinend wird nicht mal flatpak über eine API oder das CLI genutzt, weshalb die App ungenutzte Runtimes anscheinend auch nicht entfernen kann. Darum wohl auch der Hinweis, dass benutzerdefinierte Installationspfade nicht unterstützt werden. Vermutlich wird da einfach nur die Liste der Ordner in /var/lib/flatpak/app bzw. ~/.var/app verglichen.

          0
      1. Ich habe festgestellt das bei flatpak uninstall die Parameter –unused und –delete-date nicht zusammen verwendet werden können, dann wird nur –unused ausgeführt.
        Also 2 Zeilen schreiben:
        flatpak uninstall –unused
        flatpak uninstall –delete-data (Fragt bei jeder App einzeln nach)
        Wer sich sicher ist oder keine Nachfrage möchte kann noch ein -y anhängen.

        Ich werde “flatpak uninstall –delete-data” mal in mein clean-all skript aufnehmen,
        welches u.a. auch “apt autoremove” enthält.

        Die flatpak App “Warehouse” welche eine sehr umfangreiche flatpak Verwaltung bietet, kann auch einzelne oder alle verwaise Daten löschen.

        Hier ein kleines Skript, und im Terminal die Verwaisen Flatpak Daten abzufragen und bei Bedarf in einem Rutsch löschen: https://matzes.wolkesicher.de/s/CRFNqZfZw5ztmrR

        2
      1. Ich weiß nicht warum flatpak das System zumüllt, aber deine Aussage zu “nativ” installierter Pakete ist falsch. Wenn die Pakete sauber gebaut sind/werden, bleibt nach der Deinstallation nichts zurück.

        3
        1. Es geht nicht um die App selbst – die wird auch bei Flatpak mitsamt Abhängigkeiten restlos entfernt – , sondern um die App-Einstellungen etc. Und da müllen native Pakete das System mehr zu, weil die ihre Daten in .cache, .config und .local verteilen, während bei Flatpak alle App-Daten in einem Ordner in .var/app gespeichert werden und somit einfacher gefunden und gelöscht werden können.

          0

Kommentar hinterlassen