GIMP 3.0 RC1

GIMP 3.0 RC1 zum Testen freigegeben

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort passt auf den Entwicklungszyklus der Bildbearbeitungssoftware GIMP, dem Linux-Pendant zu Adobe Photoshop. Die Arbeiten an GIMP 3 dauern nun schon über zehn Jahre. Der jetzt veröffentlichte Release Candidate lässt auf eine baldige stabile Veröffentlichung hoffen.

GTK3 und Wayland-Unterstützung

Für GIMP 3 stand allerdings auch viel auf dem Zettel der Entwickler. Neben der dringend notwendigen Portierung von GTK2 auf GTK3 stand neben neuen Funktionen die Überarbeitung der UI und die Unterstützung von Wayland im Vordergrund. Das GUI-Toolkit GTK3 wird seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt, erhält aber noch Unterstützung bis zur Veröffentlichung von GTK5. GTK4 ist bereits seit 2020 stabil verfügbar. Mit dessen Veröffentlichung wurde der Support für GTK2 fallen gelassen, weshalb es wichtig war, GIMP auf GTK3 anzuheben.

Stabile API

Mit GTK3 waren die Entwickler in der Lage, eine überarbeitete Oberfläche, nicht-destruktive Ebeneneffekte, neue Farbmanagement-Tools und Canvas-Snapping-Optionen umzusetzen. Bilder mit unterschiedlichen Einstellungen können jetzt exportiert werden, ohne das Originalbild zu verändern. Für Entwickler von Plug-ins und Scripten steht eine stabile API zur Portierung von v2.x auf v3.0 bereit. Zudem erhielten GEGL und babl weitere Verbesserungen.

Quellcode, Flatpak und Snap

Die Entwickler haben bisher kein Datum für die stabile Veröffentlichung genannt. Wer GIMP 3.0 RC1 testen möchte, findet im Downloadbereich zwei Flatpaks und Zugang zum Quellcode. Ubuntu-Anwender können RC1 als Snap mit dem Befehl sudo snap install gimp --channel=preview/stable installieren. In der offiziellen Ankündigung von GIMP 3.0 RC1 werden weitere Neuerungen ausführlich beschrieben.

Bild: Sevenix | Lizenz: CC BY-SA 4.0

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10 Kommentare

  1. Es ist immer die Frage: Wofür brauche ich das Tool. Nutze GIMP als Adobe PS Ersatz im privaten Bereich und ich muss sagen: deckt nahezu alles ab, was ich brauche (leichte Bildbearbeitung, Thumbnail-Erstellung). Es wird aber auch Ansprüche geben, bei dem GIMP nicht die Wahl sein wird um Adobe PS zu ersetzen.

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  2. Wobei man sagen muss, das Gimp das ael;tere ist, Photoshop kam erst spaeter.

    Aber natuerlich ist der Urvater der Gafikprogramme immer noch “Design/IDEF”
    was auf Sun Workstations lief, da Sun lange Zeit der Koenig warwenn es um Grafik ging.
    1992 gab es das schon in der Version 2.5 und damals waren die Zyklen ein paar Jahre.

    🙂

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  3. Ich finde den simplen Vergleich von GIMP als “Linux-Pendant zum Adobe Photoshop” immer etwas schwierig. Die echten Photoshop-Cracks und Professionals werden sich mit GIMP schwer tun.
    GIMP hat durchaus seine Daseins-Berechtigung, es ist ein mächtiges Werkzeug, in das man sich einarbeiten muss (wie bei Photoshop übrigens auch), aber das Gleichsetzen als Alternative mit Photoshop weckt evtl. Erwartungen, die nicht ohne eigene Anstrengung (sprich: umlernen) erfüllt werden können.

    Abgesehen davon find ich es irgendwie witzig, dass sich GTK von GIMP emanzipiziert hat, dass die GIMP-Entwickler nicht mehr nachkommen und der Entwicklung stark hinter her hängen ;-).

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