Debian Swirl

Installer für Debian 12 als Release Candidate

Ein Indikator dafür, dass die Veröffentlichung von Debian 12 »Bookworm« näher rückt, ist die Veröffentlichung des Installers als erstem Release Candidate (RC1).

Besondere Fortschritte machte der Installer bei der Umsetzung der neuen Richtlinie für unfreie Firmware, die im Oktober 2022 beschlossen und bereits im Paketmanagement-Frontend APT und in der Quellenliste implementiert wurde. Für RC1 wurden nun viele Fixes zu diesem Thema eingebracht, die in den Hinweisen zur Veröffentlichung unter dem Punkt hw-detect subsumiert werden.

Der Installer steht in 78 Sprachen zur Verfügung, von denen derzeit 41 komplett übersetzt sind. Bekannte Probleme betreffen verschlüsseltes LVM, das auf mit wenig RAM ausgestatteten Systemen scheitern kann. Darüber hinaus funktioniert die geführte Partitionierung im UEFI-Modus derzeit nicht, wenn LVM unter Nutzung der gesamten Festplatte aufgesetzt werden soll. Abbilder zum Test von RC1 stellt Debian zum Download bereit.

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10 Kommentare

  1. Ich finde, dass mit Bookworm einiges umgesetzt haben und Debian entgegen seiner Natur😁, hier richtig Gas gegeben hat. Lässt sich ja auch an der Aktualität der Pakete ableiten. Ich freue mich jedenfalls und hoffe, dass bei all den Neuerungen nicht die Qualität auf der Strecke bleibt.

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    1. Was habt ihr nur immer mit der aktualitaet der Pakete?
      Ich finde viel wichtiger ist die stabilitaet.
      Wenn man wirklich top aktuelle Pakete haben moechte muss man sie aus den sourcen erstellen,
      denn eh sie in einer Distro sind dauert das immernoch ne Weile.
      😉

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      1. Da ich grundsätzlich Debian Stable nutze, bin ich garantiert nicht der Jäger von aktuellen Paketen, sondern mein Fokus liegt klar auf Stabilität. Deswegen nutze ich unter anderem Debian und liebe es dafür! Wer Aktuellere Pakete möchte, sucht sich besser eine rolling Release Distri. Warum aber habe ich das erwähnt? Mit diesem Major Release würde ich gerne so viel wie möglich von den GNOME Neuerungen mitnehmen …aber natürlich nur was stabil läuft … versteht sich.
        Debian kränkelt ja immer ein wenig an dem Image der abgehangenen (ich glaube im Sektor besonderes Fleisch ist es etwas gutes 😁) Pakete und von daher glaube ich, dass es dem Image von Debian gut tun würde. Vor allem was sie mit Bookworm alles über den Haufen geschmissen haben. Ich werfe mal nur “non-free” in die Runde. Das wird grandios und ich bin wie gesagt absolut bei dir Ralf was Paket Aktualitäten vs. Stabilität angeht.

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      2. Natürlich ist es gut wenn ein neues Debian Release mit aktuellen Paketen bestückt ist.
        Der Witz bei Debian stabel ist ja gerade, dass diese Pakete dann 2 Jahre lang beibehalten werden. Je aktueller die Pakete bei der Neuerscheinung des Release sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie über die Laufzeit des Releases hinweg, für die Nutzer auch attraktiv bleiben.

        Die Stabilität mit der ein System läuft hat mit der Aktualität der Pakete primär gar nichts zu tun.

        Stabilität wird erreicht indem bekannte bugs nach Möglichkeit beseitigt werden und danach die Pakete nicht mehr erneuert werden.
        Stabilität kommt von ‘stare – stehen’. Ein Haus das stehen bleibt ist stabil, die Statik stimmt.
        Bei Software bedeutet Stabilität nicht, dass die Software dann weniger Fehler enthält. Es bedeutet lediglich, dass nicht ständig neue Fehler hinzukommen und man davon ausgehen kann, das das was einmal funktioniert auch weiterhin laufen wird, weil man die Codebasis in eine Starre versetzt hat.

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          1. Und wenn Debian auch auf dem Desktop attraktiv sein möchte, dann ist es sehr wichtig, dass ein neues Debian Release mit der zeitgemäßen Funktionalität daherkommt.
            Stabilität wird in diesem Fall lediglich durch äußere Starre in der Zeit erreicht, sie ist deshalb hier kein inneres Qualitätsmerkmal. Es wäre schön, das mal auseinander zu bekommen.

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            1. Naja Debian ist Grundlage fuer sehr viele andere Distros.
              Das sollten die dann doch uebernehmen.

              Alternativ kann jeder auf den testing zweig wechseln. Der ist aktueller und es funktioniert genau so gut.

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      3. Eine Frage der verwendeten Hardware. AMDs Ryzen 7900X3D und RX 7900 XTX werden wohl erst gefühlt in gut 10 Jahren unter Debian vernüftig laufen. Bleibt nur eine RR Distro oder Geduld. Ich hoffe ja das die bekannten Probleme unter Ubuntu 22.04.3 ende dieses Jahres ausgemerzt worden sind. Dann wird bestellt. AMDGPU ftw 🙂

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        1. Du kannst bedenkenlos unstable nutzen oder für stable gibt es noch Backports. Bei allem anderen nutzt du vermutlich eh propitäre Treiber. Dann ist es egal.
          Debian ist auch nicht für jeden gleich gut geeignet und darum machen sie kein Geheimnis.
          Ich nutze sehr gerne Intel iGPU. Reicht für mich und alles was ich je gemacht habe. Für den anderen reicht es halt nicht. Der muss dann halt Eibe andere Distri nutzen.

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          1. Nein proprietäre Treiber sind raus seitdem ich meine Nvidia-Karte aus dem System gekickt habe🖕. Dennoch möchte ich nicht unbedingt auf Unstable wechseln. Das überlasse ich dann doch den Profis. Die können eh bessere Fehlerberichte schreiben als ich.

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