Journiv ist eine selbst gehostete, datenschutzorientierte Plattform für private Tagebucheinträge. Journiv richtet sich also an Nutzer, die ihre Gedanken reflektieren möchten, ohne ihre persönlichen Daten auf Servern von Drittanbietern zu speichern. Derzeit befindet sich die App in der Beta-Phase, bietet aber schon sehr interessante Funktionalität.
Immich-Integration
Mir gefällt die Integration der Fotodatenbank Immich am besten. Das sprichwörtliche Bild sagt mehr als tausend Worte, doch was, wenn zum Foto Worte hinzukommen? Das Geschehen rund um den Ausschnitt, den das Foto zeigt, wird durch Worte erst lebendig, sei es für unsere eigene Erinnerung oder für andere. Diese Symbiose bietet Journiv durch Tagebucheinträge, denen die Bilder und Videos aus Immich Leben einhauchen. Somit ist Journiv eine passende Ergänzung zu Immich – oder auch umgekehrt.
Link oder fest eingebunden
Die Integration wurde erst kürzlich angekündigt und bietet zwei Wege der Integration. Bilder lassen sich als Link einfügen oder herunterladen und fest integrieren. Beim Verlinken speichert Journiv Verweise auf Immich-Assets und fügt sie außerdem in einem Album namens Journiv in eurem Immich-Profil hinzu, sodass alle im Journal verwendeten Assets leicht einsehbar sind.

Sind Fotos oder Videos per Link eingebunden, so führt ein Linkback mit zwei Klicks zurück zu Immich, um etwa die Informationen zu diesem Eintrag einzusehen. Im Kopiermodus werden die Original-Assets dagegen direkt im Medienspeicher von Journiv abgelegt. Die technischen Hintergründe erklärt ein Blogeintrag des Entwicklers.
Bei der Erstellung des API-Keys in Immich, der zur Integration benötigt wird, ist darauf zu achten, dass nur benötigte Rechte vergeben werden. Ein YouTube-Video verdeutlicht den Integrationsvorgang.
Mit Docker Compose ausgerollt
Journiv wird in einem Docker-Container ausgerollt, wobei bereits vorbereitete Docker-Compose-Dateien zum Einsatz kommen. Als Datenbank kommt standardmäßig SQLite zum Einsatz, optional kann ein Container mit PostgreSQL angedockt werden. Ansonsten ist Journiv mit 1 GB RAM und 2 GB Platz recht genügsam.
Was kommt noch?
Die Roadmap nennt mobile Apps und einen Standalone-Viewer als bereits in Entwicklung befindliche Ziele. Public-Sharing soll später hinzukommen, sowie die Unterstützung von Markdown ausgeweitet werden. Zudem wird jemand gesucht, der Journiv für eine direkte Host-Installation ohne Docker umsetzen kann.

Klingt interessant. Wie kann man Backups erstellen und wieder einspielen? Direkt aus der Anwendung?
Journiv erzeugt über Einstellungen → Data → Export ein vollständiges Backup als ZIP-Datei, das alle Journals, Einträge, Medien (Fotos, Videos, Audio), Tags, Prompts, Mood-Logs und Metadaten enthält. Wähle
Full Exportfür alles oder spezifische Journals, und entscheide, ob Medien einbezogen werden sollen