Der in Deutschland beheimatete Sovereign Tech Fund investiert in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt 1,28 Millionen Euro (1,5 MIO USD) in die Entwicklung von KDE‑Software. Das gab das KDE-Projekt gestern bekannt. Im Jahr 2023 hatte die GNOME Foundation 1 Million Euro aus dem Fund erhalten.
Diese substanzielle Investition soll dazu dienen, die strukturelle Zuverlässigkeit und Sicherheit der Kerninfrastruktur von KDE zu stärken. Das betrifft sowohl den Plasma-Desktop als auch die noch in Entwicklung befindliche Distribution KDE Linux und die zugrundeliegenden Frameworks.
Die zweckgebundene Unterstützung ist im Einzelnen für folgende Bereiche vorgesehen:
- QA-Infrastruktur: Verbesserung der Testinfrastruktur für Plasma und KDE Linux
- Wiederherstellbarkeit: Verbesserung von Recoverability Mechanisms in Plasma und die Implementierung von Factory-Reset-Funktionalität für KDE Linux.
- Sicherheit: Verbesserung der Sicherheitsinfrastruktur für den Unternehmenseinsatz von Plasma
- Daten-Sicherung: Verbesserung von Backup- und Restore-Systemen
- Konfigurationsmanagement: Verbesserung der Konfigurationsverwaltung
- Netzwerkfreigaben: Verbesserung der Anwendererfahrung bei Network Shares, Unterstützung von WebDAV-Push-Benachrichtigungen
- KDE PIM Suite: Ausbau der QA-Infrastruktur für KDE PIM und Durchführung von End-to-End-Tests für IMAP4 und WebDAV sowie Unterstützung von IMAP4rev2
- Flatpak-Integration: Verbesserung der Desktop-Integration der KDE‑PIM-Suite durch die Bereitstellung auf Flatpak-Basis
- Nutzererfahrung: Standardisierung der Konto-Konfiguration
Sovereign Tech Fund
Der Sovereign Tech Fund ist ein Förderprogramm des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK), betrieben durch die Sovereign Tech Agency, einer Tochter von SPRIND. Er investiert gezielt in offene digitale Basistechnologien, die für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und IT-Sicherheit entscheidend sind.
