Erste Test-Images von KDE Linux, der kommenden Vorzeige-Distribution des KDE-Projekts, stellten wir im letzten Sommer vor. Noch ist das Projekt in der Alpha-Phase, doch eine erste Beta soll bald verfügbar sein, wie KDE-Entwickler Nate Graham aktuell auf seinem Blog berichtet.
Basis steht
KDE Linux ist ein mit Btrfs als Dateisystem erstelltes modernes, unveränderliches Basissystem nach dem A/B-Prinzip mit doppelt redundanten Root-Dateisystemen und wird Wayland und UEFI voraussetzen. Als Basis kommt als Grundgerüst Arch Linux zum Einsatz. Es wird allerdings kein Pacman-Paketmanagement und auch keinen Zugriff auf das AUR geben.

Noch einiges zu tun
Die Entwickler sehen die Beta als zu 60 % fertig an. Das bisher neben Flatpak alternativ verfügbare Paketmanagement per Snap wurde entfernt, da es bei Arch Linux nur im AUR verfügbar ist. Die Paketliste war bisher bereits klein und schrumpfte durch die Entfernung einiger Apps weiter zusammen. Auch die Möglichkeit, Pakete über Homebrew zu installieren, wurde entfernt, da sie nicht wie erwartet funktionierte. Die Devs raten derzeit zur Nutzung von Distrobox, bevor über ein noch offenes Ticket über die Installation von Anwendungen, die nicht per Discover installiert werden können, entschieden wird. Generell soll der Anwender über die zu installierende Software entscheiden.
KDE Linux installieren
Eine Anleitung beschreibt, wie KDE Linux direkt oder per Virtualisierung installiert werden kann. Die Aktualisierung der täglich erscheinenden Updates ist dabei wesentlich effizienter als bisher, da nur noch die Unterschiede in Form von Deltas heruntergeladen werden und nicht mehr das gesamte ISO.
Derzeit basiert KDE Linux auf Zen-Kernel 6.18.7, Qt 6.10.2, KDE Plasma 6.6.80 und KDE Frameworks 6.24. Bereits integriert sind Neuerungen wie WLAN per QR-Code mit der QRca-App, Plasma Login Manager anstelle von SDDM und KDE Initial Setup.
Bei mir läuft KDE Linux bereits eine Weile nebenher und fühlt sich für eine Alpha außerordentlich gut an. Ich wünsche viel Spaß beim Testen.
