Plasma Login

Fedora 44 bringt Plasma Login Manager

Fedora 44 wird für die KDE-Varianten mit Plasma Login Manager (PLM) als erste Distribution KDEs neuen Anmeldemanager anstelle von SDDM ausliefern. Fedoras Steuerungskomitee FESCo hat in seiner aktuellen Sitzung dem Änderungswunsch stattgegeben. Die KDE-zentrierte Distribution KaOS führt PLM zwar bereits im Repository, aktiviert es aber bisher nicht in den Abbildern. PLM wurde mit dem Ziel einer tieferen Plasma-Integration mit einem neuen Frontend für Greeter-Bildschirme, Hintergrundbilder und einem System-Settings-Modul (KCM) entwickelt.

Unzulänglichkeiten von SDDM in Plasma

Den unter der Führung von KDE-Entwickler David Edmundson entwickelten Ersatz für SDDM hatten wir im März vergangenen Jahres bereits vorgestellt. Edmundson hatte zu Beginn der Entwicklung in einem Blogpost die Unzulänglichkeiten von SDDM in Plasma und die Pläne für den neuen Plasma Login Manager dargelegt. Entwickelt für eine tiefere Plasma-Integration mit einem neuen Frontend für Begrüßungsbildschirme, Hintergrundbilder und Einstellungen.

Backend für Headless-Wayland-Sitzungen

Im Gegensatz zu SDDM, der für Remote-Desktops häufig eine aktive lokale Sitzung oder einen physischen Monitor erfordert, lässt sich PLM direkt in den Remote-Desktop-Stack von Plasma integrieren. Es fungiert als Backend, das bei Bedarf Headless-Wayland-Sitzungen startet, wenn ein Remote-Client eine Verbindung herstellt, und dabei die Authentifizierung, Begrüßung und den Sitzungsstart nahtlos übernimmt. Damit zieht PLM mit GNOMEs GDM gleich, der mit RDP den Zugriff vom Systemstart über VPN oder WAN ohne lokale Hardware ermöglicht.

PLM ab Plasma 6.6

Das KDE-Projekt plant die erstmalige Auslieferung von PLM mit Plasma 6.6 am 17. Februar. Die für den 14. April geplante Veröffentlichung von Fedora 44 wird die KDE Plasma Desktop Edition sowie den KDE Plasma Mobile-Spin und die Immutable-Variante Fedora Kinoite mit PLM ausliefern. Bestandsanwender erhalten PLM nicht automatisch, können aber manuell umstellen:

$ sudo dnf install plasma-login-manager kcm-plasmalogin
$ sudo systemctl enable --force plasmalogin.service
$ sudo dnf remove sddm (optional)

Von SDDM geforkt

Mit Fedora Rawhide kann PLM mit den obigen Befehlen bereits getestet werden. Das Nutzererlebnis wird sich kaum von dem gewohnten Anmelden per SDDM unterscheiden, denn PLM ist ein Fork von SDDM und dem SDDM-Breeze-Theme. Im Gegensatz zu SDDM lässt PLM kein alternatives Theming mit beliebigen QML-Themes zu und ist auf Breeze festgeschrieben.

Fedora als Vorreiter

Einmal mehr macht Fedora mit der frühen Auslieferung von PLM den Vorreiter einer technischen Neuerung und bestätigt seinen Ruf als innovative Distribution. Das bestätigt auch Fedoras Anerkennung von KDE Plasma als gleichwertige Edition neben GNOME.

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9 Kommentare

  1. Im Gegensatz zu SDDM lässt PLM kein alternatives Theming mit beliebigen QML-Themes zu und ist auf Breeze festgeschrieben.
    Hmm wie war das gestern noch? Niemand am protestieren? Stimmt ist auch KDE, da ist es ok 🙂

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    1. Ich denke, dass dieses Projekt erst noch am Anfang steht. Es ist einfach ein irrsinniger Zusatzaufwand, alles Mögliche (zuverlässig und sicher) abdecken zu wollen. Das betrifft wohl auch Anmeldeoptionen wie Fingerprint etc. pp. Wenn das Projekt aber mal Fahrt aufgenommen hat, und sich freilich genügend Ressourcen finden, dann wird das alles noch kommen! Hoffentlich!

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    2. Es ist Quatsch so ein Projekt mir hundert alternativen Thems zu beginnen. Ich glaube gelesen zu haben, dass man es später so gestalten möchte, dass das Theming des Login-Managers zusammen mit dem gewählten Plasma Thema laufen soll. Man wählt dann ein Theme für Plasma und der Login-Manager passt sich dem dann automatisch an.

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