Auf die Beta-Version von 15. September folgt nun mit KDE Plasma 5.26 die stabile Veröffentlichung der vorletzten Plasma-Version aus der fünften Generation. Sie basiert auf KDE Frameworks 5.98 und Qt 5.12.2 und bringt viele spannende Neuerungen zu den Anwendern, stand aber ebenso unter dem Aspekt der Beseitigung von Fehlern.
Fangen wir beim Aussehen an. Wer gerne animierte Hintergrundbilder einsetzt und dafür bisher ein Tool aus dem KDE Store oder eine externe App verwendet hat, kann dies nun erstmals in Plasma 5.26 selbst realisieren. Beim Wechsel eines Light- zu einem Dark-Theme wechselt jetzt auch das Wallpaper die Farbgebung. Im Kickoff-Menü ist eine schnelle Navigation über eine Buchstabenliste verfügbar, die sich durch einen Klick auf Alle Anwendungen und die Auswahl eines Buchstabens öffnet. Ein kompakter Modus lässt sich in den Einstellungen des Menüs erreichen.

Widgets, die bei KDE Plasmoids heißen, waren diesmal im Fokus der Entwickler. Die Pop-ups der in der Bedienleiste rechts unten residierenden Widgets lassen sich nun in der Größe verändern, indem man auf ein Widget klickt und dessen Fenster in die gewünschte Größe zieht. Das Widget merkt sich die Einstellung und öffnet beim nächsten Mal in der angegebenen Größe.
Ein neues Widget ist der Timer, etwas holprig mit Zeitgeber eingedeutscht. Damit lässt sich eine vorgegebene Zeitspanne auf Null herunterzählen. So kann man sich anzeigen lassen, wann das Frühstücksei wachsweich ist oder man verknüpft mit dem Ablauf der Zeitspanne einen Befehl. Was hier noch fehlt, ist eine akustische Erinnerung über den Ablauf des Timers.

Beim Wörterbuch-Widget lässt sich jetzt mehr als ein Wörterbuch auswählen, wenn nach einer Definition oder einer Übersetzung eines Wortes gesucht wird. Ein neues Widget, das etwas an den Schnellzugriff von GNOME 43 erinnert, hat ein User unter dem Namen Control Center auf GitHub eingestellt. Es ermöglicht einen kurzen Überblick über verschiedene Dienste im System, wie etwa die Lautstärke, gerade abgespielte Medien, KDE Connect und einiges mehr. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf Kontrollleiste oder Desktop, Miniprogramme hinzufügen… | Neue Miniprogramme holen… führt zum schicken neuen Widget, das allerdings noch als Beta ausgewiesen ist.
Plasma Big Screen erweitert
Der mit der Beta-Version bereits vorgestellte TV-Modus Plasma Big Screen für smarte TVs erhält mit dem an den TV-Formfaktor angepassten Browser Aura und dem Media-Player Plank zwei neue Apps. Aura ist ein Browser, der speziell für den Großbildschirm entwickelt wurde. Seine großen, klar beschrifteten Kacheln erleichtern es, vom Sofa aus mit der Fernbedienung zu browsen. Der Plank Player ist ein einfacher und benutzerfreundlicher Media Player, mit dem sich Videos von einem Speichergerät abspielen lassen, das an den Fernseher angeschlossen ist.
Viele weitere kleine Verbesserungen findet ihr in der ausführlichen Ankündigung von Plasma 5.26 des KDE-Projekts. Die aktuelle User-Edition von KDE neon verfügt bereits über die neue Plasma-Version.

KDE und Plasma sind tot. Eine Polemik
(Vorab: ich werde die Begiffe KDE und Plasma gleichberechtigt benutzen. Ihr kennt den Spruch mit Raider und Twix)
Hach ja….da hat Plasma5 wieder einen Quantensprung gemacht und eun Feature bekommen, dass KDE4 aschon vor 8 Jahren hatte. Und wieder wird alter Wein in neue Schläuche gefüllt und bis auf ein paar Kommentatoren auf “Linux-News” interessiert es keinen mehr.
Dafür hat KDE/Plasma mit ihrem “Entwicklungskonzept” die “Power-User” zu oft vor den Kopf gestoßen und zusätzlich wahrscheinlich auch verhindert, dass sich Linux auf dem Desktop durchsetzen konnte, weil niemand wusste ob das System weitergepflegt wird, oder ob wieder mal alles aufgegeben und neu angefangen wird.
Erst der harte Wechsel von KDE3 zu KDE4, einem System das am Anfang wie der berühmte Sack Muscheln funktionierte und dann als KDE4 stabil und nutzbar war, aufgegeben und durch KDE5/Plasma5 ersetzt wurde, dass am Anfang massive Stabilitätsprobleme hatte und immer noch -nach 8 Jahren- massive Probleme mit der Stabilität im drei Schirm Betrieb hat (Wayland) und bei dem immer noch diverse Probleme bei den KApps existieren. Ich höre schon wieder das Geschrei: “Dann nimm halt die Distro XYZ. Da ist es stabil.” Diese Bemerkung erinnert mich dann immer fatal an das WWW der 90er: “Best viewed with Internet Explorer 6”
Gleichzeitig wurden bei den Usern das extrem beliebte und intuitiv zu bedienende Feature “Different Wallpapers und Widgets on all Desktops” aufgegeben und die User die das wieder haben wollten, immer wieder vertröstet(ich wurde sogar von einem Entwickler beschimpft) und belogen, dass sich die Balken bogen (https://bugs.kde.org/show_bug.cgi?id=341143) um ihre unbeliebten und unnötigen “Activities” durchzudrücken. Dafür gibt es jetzt komplizierte Anleitungen, wie man das Feature “simulieren” kann (z.B. hier: https://www.reddit.com/r/kde/comments/es4xf7/plasma_5_different_wallpapers_and_widgets_on/)
Jedem User, der an diesem Threat beteiligt waren (und das waren +140), wurde dann irgendwann klar, dass KDE/Plasma nicht für den Enduser gedacht war, sondern eine Spielwiese für Entwickler ist, die ihr eigenes Ding durchziehen wollen und die Nutzer ihres Desktops eher verachten.
KDE4, dass Windows Lichtjahre voraus war und dank seiner Konfigurationsmöglichkeiten und der Desktop Effekte für offene Münder sorgte, wenn man z.B. den Desktop Cube oder „Exposé“ vorführte (was besonder schön mit verschiedenen Wallpapern aussah), ist bei KDE5/Plasma5 die große Langeweile eingekehrt und der Dektop weit hinter die Oberfläche von Win10 zurückgefallen und nur noch ein langweiliger Standard-Desktop ohne Eleganz und Finesse geworden. Da kann man auch das sehr viel schmalere XFCE oder LXDE nehmen, die zumindest unterschiedliche Wallpapers unterstützen. Selbst Gnome wirkt unterdessen eleganter.
Aber was schreib ich: bei dem Wörtern “Elegant” “Finesse” und “Schön” werden die Entwickler schon schreien “Dass es ja wohl auf die “Funktion” ankäme”. Falsch. Davon mal ganz abgesehen, dass auch die “Funktion” immer noch zu wünschen übrig läß: das Auge ißt mit und die Entwickler haben aus “Rindersteak mit Orangen-Pfeffer-Chantré-Chili-Sauce, Amazing Fries und Avocado Dip” “Bockwurst mit Kartoffelsalat” gemacht.
So habe ich viele Jahre KDE4 mit Kubunde LTS Versionen weiter genutzt (Chrome, Skype, Firefox, Thunderbird und diverse andere Tools laufen noch immer problemlos unter dem Desktop und dank verschiedener Wallpaper und Widgets, sauber getrennt auf verschiedenen Desktops). Man sollte nur nicht versuchen, mit dem Konqueror ins Internet zu gehen.
Also liebe KDE Presseabteilung, verschont mich in Zukunft mit altem Wein in neuen Schläuchen in denen ihr nach 8 Jahren wieder ein Feature zum Leben erweckt habt, dass es schon gab. Es ist zwar sinnlos euch das zu sagen, aber ihr hättet ab und zu auf eure User hören sollen.
Obwohl ich dir teilweise zustimme, sehe ich die Sache nicht ganz so negativ. Aber dass liegt vermutlich an der perspektive.
Bei mir hat keine KDE4 Version jemals stabil funktioniert. Üblicherweise reichte es zu versuchen irgend ein beliebiges Widget irgendwo platzieren zu wollen, um auf der Stelle einen Crash zu verursachen. Ja, ich habe auch spätere Versionen probiert, als es von anderen Anwendern hiess, es sei ja jetzt endlich Stabil. Widget hinzugefügt – Crash! Falls es jemals eine stabile KDE4 Version gab, hab ich diese verpasst – ich gebe zu ich hatte nicht jede einzelne Version getestet, nur sporadisch.
Für mich ist KDE (JA ich meine den Desktop, weil Desktop kommt ja im Akronym KDE schon vor) 5.23 die erste funktionierende Version seit der letzten KDE 3.5 Version. Eventuell gab es auch schon vorher funktionierende Versionen – wie gesagt ich habe nicht jede einzelne getestet. In den älteren KDE 5 Versionen zumindest gab es das Verhalten Widget hinzufügen = Crash immer noch oder wieder – weshalb ich annahm es habe nie funktioniert zwischenzeitlich. Von meiner Perspektive aus kann es also nur noch aufwärts gehen. Und im Vergleich zu KDE 3.5 sind zumindest einge Dinge neu. Aber Widgets die nicht den sofortigen Crash der DE nach sich zogen gab es auch schon unter KDE 3.5 also ….
Ich finds neue Dinge gut, ABER leider wird zuviel Fokus auf neuen Kram gesetzt statt Bugs zu fixen. Bsp die PIM-Suite, vor allem Mail und Kalendar funktionieren nicht korrekt. Kopete ist das nun tot oder lebt das noch? Seit 2019 kann man keine Jabber-Gruppen beitreten etc.. Mulitmomnitorbetrieb und die Skalierung ist ein nach wie vor nicht grade optimal. Ich finde das sehr schade. Aber das scheint leider immer öfter zu passieren das man den Fokus auf neues legt statt das ein oder andere erstmal zu fixen.
Generell und historisch gesehen gebe ich dir recht. In letzter Zeit beobachte ich allerdings eine gesteigerte Hinwendung zum Bugfixing. Besonders Nate Graham pusht das mit seiner 15-Minuten-Fix-A-Bug Initiative, die bisher bereits viele Papercut-Bugs beheben konnte.
Soweit ich weiß, sollte der Nachfolger “KDE Telepathy” sein:
https://en.wikipedia.org/wiki/KDE_Telepathy
Und was Debian angeht, ist Kopete nur noch im experimentellen Zweig enthalten (https://tracker.debian.org/pkg/kopete), “KDE Telepathy” dafür auch im stable. Was ich entweder so interprtieren würde, das Kopete nicht mehr wirklich weiterentwickelt wird, oder bei Debian nicht mehr der Wille da ist, das in stabilere Zweige zu lassen. Und Außerdem ist ja Debian nicht unbedingt dafür bekannt, so schnell Pakete aus dem Repository zu werfen.
Man kann sich aber auch selbst einen Blick darüber verschaffen, welches aktiver entwickelt wird:
https://invent.kde.org/network/kopete
https://invent.kde.org/explore?sort=created_asc&name=telepathy&sort=created_asc
Auf der anderen Seite habe ich zu “KDE-Telepathy” aber auch das gefunden (was aber auch schon wieder 5 Jahre her und sich die Situation auch wieder geändert haben kann):
https://www.reddit.com/r/kde/comments/80mr77/is_kde_telepathy_still_maintained/
Wenn du also Probleme mit Kopete hast, würde ich erstmal “KDE-Telepathy” ausprobieren, vielieicht hast du damit dann mehr Glück. Sonst musst du wissen, zu welchem Programm du Bug-Reports schreibst.
Burgreport ist schon längst erstellt 😉
Soweit ich weiß ist Kopete der Weg, telepathy war eher ein Fehlschlag.
KDE nutz ich unter Debian mit den Preining-Repos, so ist KDE recht aktuell bei mir.
Naja ich hoffe das es auch mal 30min Bug gibt 😁 Problem ist dabei eher nützliche Bugreports zu erstellen, vor allem in der PIM suite ist das alles nur nicht einfach, Bsp calDAV verhält sich bei mir recht seltsam und bekomme da seltsame Fehlermeldungen
Gestern Abend Quellen gesaugt und über Nacht bauen lassen.
Nach der Arbeit erstmal die neuen Features unter die Lupe nehmen! *freu*