Die Kieler Open Source und Linux Tage (Kielux) hatten am vergangenen Samstag hohen Besuch. Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter war angereist und hatte wichtige Nachrichten im Gepäck.
Staatskanzlei auf Linux umgestellt
In einem Vortrag unter dem Titel »Open Source – Souveränitätsanker und Wachstumsmotor« gab Schrödter bekannt, dass die seit 2020 umgesetzte Annäherung an digitale Souveränität einen weiteren wichtigen Schritt genommen hat. Die Mehrzahl der Rechner der Kieler Staatskanzlei wurde von Microsoft Windows auf Linux umgestellt. Rund 200 Rechner arbeiten dort bereits mit einer bisher nicht genannten Distribution, nur 20 Rechner verbleiben derzeit wegen bisher nicht umgestellter Fachverfahren bei Windows. Im Abstract zum Vortrag werden als Gründe für den Umstieg staatliche Handlungsfähigkeit, Innovationskraft und wirtschaftliche Wertschöpfung genannt.
Konsequenter Weg
In den vergangenen Jahren hat Schleswig-Holstein den vor sechs Jahren beschlossenen Kurs konsequent durchgezogen. In der Folge wurden unter anderem die Umstellungen auf LibreOffice, Open-Xchange und Thunderbird umgesetzt. Im Rahmen der Umstellung wurden für rund 30.000 Mitarbeiter mehr als 40.000 Postfächer mit weit über 100 Millionen E-Mails und Kalendereinträgen migriert.
Umstellung der Landesverwaltung
Das Projekt der Umstellung auf Linux, das unter dem Namen Linux+1 läuft, will in der Folge auch die rund 30.000 Arbeitsplätze der Landesverwaltung auf Linux umstellen. Unterstützt wird der Umstieg durch eine Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen IT-Dienstleister Dataport und GONICUS, einem seit Jahren im Linux- und Open-Source-Umfeld aktiven mittelständischen IT‑Unternehmen.
