Portainer ist für viele Selbsthoster die Software der Wahl, um Container über eine grafische Oberfläche zu verwalten. Es unterstützt neben Docker auch Cluster-Umgebungen wie Docker Swarm und Kubernetes.
Portainer 3.0
Mit der gerade veröffentlichten Version Portainer 3.0 tritt eine neue Produktstrategie in Kraft, die besonders die Anwender der Community Edition betreffen. Die neue Hauptversion wird sich stärker auf Kubernetes konzentrieren und bildet künftig die Basis für mehrere spezialisierte Verwaltungsoberflächen. Für Nutzer der freien Community Edition (CE) hat der Wechsel allerdings eine weitreichende Konsequenz: Eine Community Edition von Portainer 3.x wird es nicht geben.
Eingeschränkte Community Edition
Die kürzlich veröffentlichte Version 2.45 LTS bildet den Endpunkt der Entwicklung der bisherigen Community Edition. CE bleibt auf dem 2.x-Zweig und erhält die Neuerungen aus Portainer 3.x grundsätzlich nicht. Der CEO von Portainer begründet den Schritt damit, dass die neue Generation gezielt für den Einsatz in Unternehmen entwickelt werde. Ganz eingestellt wird die Community Edition zunächst nicht. Portainer 2.45 CE soll weiterhin Sicherheits- und Fehlerkorrekturen erhalten. Außerdem will der Hersteller Funktionen aus 3.x zurückportieren, sofern sie sich über die vorhandenen Docker-Schnittstellen umsetzen lassen. Eine vollständige Funktionsgleichheit mit Portainer 3.x wird es jedoch nicht geben. Nach der derzeitigen Planung wird Portainer 2.45 LTS bis Mai 2027 gepflegt. Was danach mit der Community Edition geschieht, geht aus der Ankündigung nicht hervor.
Business Edition und Alternativen
Wer künftig aktuelle Portainer-Versionen verwenden möchte, kann stattdessen auf die Business Edition wechseln. Portainer bietet diese kostenlos für bis zu drei verwaltete Nodes an. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Nachfolger der frei verfügbaren Community Edition, sondern um die lizenzpflichtige Business Edition mit einem kostenlosen Lizenzschlüssel. Für Installationen mit mehr als drei Nodes werden kostenpflichtige Lizenzen benötigt.
Wer angesichts dieser Änderungen nach Alternativen zu Portainer sucht, kann sich Projekte wie Dockhand, Arcane, Dockge oder Komodo anschauen. Für einen möglichst direkten Ersatz von Portainer CE wirkt derzeit Dockhand am interessantesten. Es handelt sich dabei allerdings nicht um klassische Freie Software. Es steht unter der Business Source License 1.1. Die persönliche Nutzung und weitere Non-Profit-Nutzungen sind erlaubt.
Foto von Ian Taylor auf Unsplash
