Auf Linaros Hausmesse Linaro Connect 2025 war eines der Themen der Prototyp eines ARM-Laptops mit Linux als Betriebssystem, an dem TUXEDO Computers mit Unterstützung von Linaro arbeitet. Linaro ist eine Non-Profit-Organisation, die sich auf die Entwicklung von Open-Source-Software für ARM-basierte Geräte konzentriert und von verschiedenen Halbleiterherstellern getragen wird.
Snapdragon X Elite
Als Grundlage des bei TUXEDO entwickelten Notebooks dient ein Snapdragon X Elite SoC von Qualcomm. Wir berichteten bereits vor einem Jahr über das Unterfangen, ein leistungsfähiges Notebook mit Linux auf den Markt zu bringen. Die Zeitspanne allein zeigt bereits, dass dies kein einfaches Unterfangen ist. Bereits im März hatte TUXEDO einen derzeit noch in der Diskussion der Kernel-Entwickler befindlichen Patch auf der Linux-Kernel-Mailingliste eingereicht, um den Device Tree des Laptops in den Mainline-Kernel zu integrieren. Besonders bei neuen Hardware-Device-Trees kann sich dieser Prozess über mehrere Kernel-Zyklen erstrecken.
TUXEDO wandte sich im Laufe der Entwicklung an die ARM-Experten bei Linaro, um weitere Komponenten des Qualcomm‑Chips unter Linux lauffähig zu bekommen. Auf der Webseite von Linaro wird in einem kurzen Video ein Prototyp des 14-Zoll-Laptops gezeigt, der sich mittels Emulation per FEX-EMU sogar für leichtes Gaming eignet.
TUXEDO Elite 14 Gen1
Das Gerät, das als TUXEDO Elite 14 Gen1 veröffentlicht werden soll, eignet sich laut Linaro bereits für den täglichen Einsatz, wobei an einigen Komponenten und der Software noch gearbeitet wird. Wenn keine unvorhergesehenen Showstopper mehr auftauchen, könnte TUXEDO damit das erste leistungsfähige ARM-Notebook mit vorinstalliertem Linux auf den Markt bringen. Ein Termin für die Veröffentlichung des TUXEDO Elite 14 Gen1 ist bisher nicht bekannt.
Bildquelle: Linaro

Es wäre auch schön, wenn Tuxedo ein linuxfähiges Tablet auf den Markt bringen würde.
Das Infinity Flex vereint Notebook, Touch-Display und Tablet. Allerdings ist die erste Charge ausverkauft und eine zweite soll erst in Q4/25 verfügbar sein.
Danke für den Tipp – warte schon lange darauf, da kommt es auf ein paar Wochen auch nicht mehr an.
ARM Laptops sind weiter verbreitet als manchen uns bewußt ist: mit Apfel Logo darauf.
Offene und ernstgemeinte Frage: Welchen realistischen Vorteil bringt einem ARM im Vergleich zu x86_64?
Auf den ersten Blick sehe ich erstmal (leider) den Nachteil der (subjektiv) schlechteren Versorgung an Software. Das ist aber auch nur eine Einschätzung basierend auf gelesenen Artikeln.
Ein Laptop mit ARM-Architektur bietet gegenüber klassischen Laptops einige deutliche Vorteile, die besonders im Mobilbereich ins Gewicht fallen: ARM-Prozessoren sind extrem energieeffizient und bieten deutlich längere Akku-Laufzeiten. Dadurch entsteht weniger Wärmeentwicklung, was einen leiseren Betrieb ermöglicht.
Mein ARM-Laptop hat nicht mal einen Lüfter 🙂 Der kann also gar nicht laut werden.
Hat mein Acer Swift 1 mit Intel Prozessor auch nicht. 😉
Vielen Dank, dann werde ich mal ein ARM-Notebook suchen, dass mir gefällt!
Langsam, das von dir selber genannte Problem mit der Software besteht trotzdem!
Da würde ich mich erstmal Informieren, ob ALLE Software die du damit Nutzen willst auch auf ARM geht.🤨
Sicherheitshalber sollte man das machen, die Verfügbarkeit ist inzwischen aber nicht mehr so schlecht.
Ansonsten kann man nur hoffen, dass die da ein UEFI draufpacken, um beliebige OS-isos zu installieren, anstatt, wie bei SBCs üblich, passende Images kopieren muss.
Danke für den Hinweis, ich wollte jetzt nicht Hals über Kopf was kaufen! 😉
Bei der Software wäre das Hauptproblem für mich alles was mit Wine / Proton zu tun hat. Die “normalen” Windows-Apps dürften mit vernünftiger Performance laufen. bei den “großen” Spielen der letzten 10 Jahre bin ich mir da nicht so sicher.
Aber ARM als Gaming-Architektur wurde ja auch noch nicht “entdeckt”! 😉
Ich bin sehr interessiert, allerdings würde mich ein RISC-V Gerät noch mehr begeistern.
Leider war ARM ja auch von Spectre und Meltdown betroffen. Diese Verletzlichkeiten in Microprozessorarchitekturen sind ein Unding und haben mein Vertrauen erschüttert. Tuxedo hat anscheinend die Bemühungen aufgegeben Geräte anzubieten, auf denen kein Co-Prozessor, der vollen Netzwerk- und Speicherzugriff hat, proprietären, nicht zertifizierten, nicht-einsehbaren Code aus, unabhängig vom BIOS, der CPU und dem Betriebssystem ausführt.
Das ist wahrscheinlich bei dem Barbone-Baukasten Prinzip auch sehr schwer umzusetzen. Daher sind Anbieter in diesem Segment auch an einer Hand abzuzählen. Da bleibt nur das Prinzip Hoffnung auf “sauberes Silizium.”
Das mit den Co-Prozessoren ist in deren InfinityBook-Serie zu finden!
Also ich lese bei den aktuellen Modellen nur etwas von “Secure Boot (im UEFI de-/aktivierbar)” damit ist die IME aber nicht deaktiviert, oder? Geschweige denn Secure- oder Libreboot installiert.
Man muss der Tatsache in die Augen sehen: wer quelloffene, moderne Hardware will, der ist gef**kt.
Silikon (eng: silicone) ?
Oder Silicon (dt Silizium) ?
Korrigiert
Nur weil RiscV derzeit nur ein ferner Traum ist, heißt das nicht, daß es perfekt sein wird, wenn es soweit ist, in unsere Hände zu gelangen. 🙂 Wir haben alle diese Erfahrungen schon als Steppkes zu Weihnachten gemacht.
Die ARM Repos Ubuntu enthalten die selben Programme wie die für Intel – in sofern kein Unterschied.
Die Hürde ist realistischerweise bei 2 Stellen zu suchen: Wine / Proton und die damit laufenden Windows-Programme (auch Spiele) sowie Linux-Apps außerhalb der Repos mit einer Programmierung nur für x86.
Ansonsten gebe ich dir Recht!