Wer bisher ein ARM-Notebook mit Linux wollte, war entweder auf Apple Silicon und Asahi Linux angewiesen oder kaufte ein Notebook wie das ThinkPad X13 S und installierte dort eine Distribution, die ARM unterstützt. Gute Nachrichten gibt es an dieser Front von TUXEDO, die diesem bedauernswerten Zustand ein Ende setzen wollen. Der Linux-Notebook-Hersteller arbeitet an einem ARM-Notebook mit Linux auf der Basis des Qualcomm Snapdragon X Elite-SoCs. Auf der Computermesse Computex in Taiwan war letzte Woche bereits ein Prototyp zu sehen.
Mehr Leistung – weniger Energieverbrauch
Die neue Snapdragon-Architektur ermöglicht erstmals Linux-Notebooks mit vergleichbarer Leistung zur x86-Plattform bei gleichzeitig geringerem Energiebedarf. Der TUXEDO-Prototyp ist noch in einem frühen Stadium der Entwicklung, doch einige Eckpunkte stehen bereits fest. Es wird ein 14-Zoll Notebook mit einer Auflösung von 2.560 × 1.600 Pixeln werden. Der Snapdragon-SoC schafft mit 12 Kernen bis zu 4,6 GHz Taktrate im Boost-Modus und bietet eine Adreno GPU mit 1,25 GHz Taktrate und 20W TDP sowie 32 GByte bauartbedingt fest verlötetes LPDDRX5 RAM. Das Gerät bietet zudem 8+4 PCIe 4.0 Lanes sowie 2+2 PCIE 3.0 Lanes. Die integrierte NPU bietet 45 TeraFlops für KI-Workloads. Softwareseitig soll hier die ARM-Architektur von Debian zum Zug kommen.
Vielversprechende Benchmarks
Nachdem Qualcomm vielversprechende Benchmarks veröffentlicht hatte, die Apples M2-SoCs klar hinter sich ließen, kamen Betrugsvorwürfe auf. Die vorläufigen Messungen der TUXEDO-Entwickler bestätigen allerdings weitgehend die offiziellen Benchmarks. Qualcomm arbeitet mit dem ARM-Spezialisten Linaro zusammen, um ihren SoC fit für Linux zu machen. Die Kernel 6.8 und 6.9 sahen bereits einige Patches, weitere sollen mit Linux 6.10 und 6.11 folgen. Einzelheiten verrät Qualcomm auf seinem Developer-Blog.
Aus einem Artikel bei TUXEDO geht hervor, wo das kommende ARM-Notebook einzuordnen ist. Dort steht:
Der SoC ist nicht für Highend-Notebooks oder Gaming-Boliden geeignet, er lässt sich eher bei Arbeitspferden der Businessklasse wie dem Pulse oder den InfinityBook Pro Notebooks einordnen.
Großes Interesse
Mit viel Glück könnte das Notebook, dass noch keinen Namen hat, noch in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegen, jedoch ist es noch zu früh, um dies mit Bestimmtheit sagen zu können. Klar ist, es wird kommen und es könnte das erste leistungsfähige ARM-Notebook mit vorinstalliertem Linux auf dem Markt werden. Nimmt man Social Media-Posts der vergangenen Tage als Maßstab, so ist das Interesse daran riesengroß.
Bild: TUXEDO Computers

Ein Snapdragon wird verbaut? Vielen Dank, nichts für mich!
Schon sehr ambitioniert, was Tuxedo da plant. Wobei das in der Basis Clevo Notebooks sind, welche dann angepasst werden. Mal im Auge behalten, wie das Projekt voran kommt.
Notebooks mit ARM Architektur gibts ja schon einige Zeit auf dem Markt. Wenn auch nur in homöopathischen Dosen, siehe die Chromebooks. Sowas, wie das HP OmniBook X AI 14-fe0165ngkönnte mir richtig gut gefallen. Mit 16 GB RAM und ner 1 TB SSD kommt man schon ne Weile hin.
Ich hätte ja gern ein Raspberry Pi Notebook, im Style der Pi 400 Tastatur.
die kleinen Versionen von v-risc gibts ja schon.
https://www.cnx-software.com/2023/12/14/lichee-console-4a-risc-v-mini-laptop/
Da bin ich mal gespannt, was die dann fuer das Ding haben wollen.
Schaetze mal jenseits von gut und boese.
Interessant isses auf alle Faelle.
Wer die erste Generation kauft, kauft falsch. Erstmal 1-2 Jahre abhängen lassen, damit sich die Treiber stabilisieren.
Aber hochinteressant ist es, ganz klar. Ob es auch lautlos läuft?
Wie sagst du immer so schön: Debian😁. Da war sie wieder. Komisch das hier Debian zum Einsatz kommen soll. Was wäre den dein Vorschlag?
Abgegangen …ja, wie Debian😆.
ARM CPUs haben m.W.n. auch thermische Vorteile. Daher bin ich hier guter Dinge.
Ja, ja, die Wortverschlimmerung macht nicht was die soll😁.
Deblian hieß es doch immer und Abgehangen natürlich anstelle abgegangen.
Mein Fehler😇
Das Lenovo Pendant ist kein Schnapper. Liegt aber vielleicht auch an den Stückzahlen. Wenn hier so ein großes Interesse besteht, dann wäre ich such interessiert.
Frage sm Rande: Läuft Win mittlerweile vernünftig auf den ARMs? Witzig das Linux hier vielleicht die Nase vorn hat.
Ich hoffe ihr verzeiht mir meine Schlampigkeit mit den Wörtern. Habe ich erst jetzt gesehen.
Na ich warte ja auf ein schoenes V-Risc Model.
Ja, würde ich mir auch wünschen. Ich muss mich aber grundsätzlich MM anschließen. Hier muss noch Zeit bis zur Reife vergehen. Egal ob es das Tuxedo, Lenovo oder die V-Risc Entwicklungen angeht. Das ist alles noch nicht so weit. Habe gestern mal nach dem Lenovo und den Status mit Debian geschaut. Da ist auch noch längstens nicht alles in trockenen Tüchern.
Wenn Du was ueber Thinkpads und so wissen moechtest geh mal ins thinkpad-forum, da haben die richtig Ahnung von.
Wenn ich irgendetwas habe greife ich auch mal darauf zurueck.
Debian auf arm geht schon ewig ganz gut, ich habe schon vor 10 Jahren Debian auf NAS installiert.
oder schaue das Orange Pi 800,
Ja, dass stimmt bzgl. Debian. Die sind da recht aktiv. Da ich ausschließlich ThinkPads nutze, bin ich selbstverständlich Member im thinkpad-forum😁. Ist wirklich gut und zu empfehlen. Habe sogar darüber mein X1 Carbon gekauft und alles gut.
Was das X13s angeht, so schau dir mal den Status im Debian Wiki dazu an. Da funktionieren etliche Dinge noch nicht. Das wird schon, da bin ich mir sicher. Braucht halt seine Zeit.
Die ThinkPads unterstützen ja traditionell hervorragend Linux .
Wobei ich demnächst (evtl. Neuanschaffung für die Tochter) auch mal ein Framework ausprobieren würde. Finde die Idee total Klasse und würde das gerne unterstützen. Da muss ich aber noch einmal in mich gehen und noch den Invest bei der Regierung😁 beantragen.
Das liegt aber nicht an Debian. Debian-ARM ist in guter Verfassung. Immerhin basiert auch Raspberry Pi OS darauf.
Ich wollte damit auch nicht zum Ausdruck bringen, dass es an Debian liegen könnte.
Die Entwickler stehen meist in Abhängigkeit zu den HW Gegebenheiten.
Daher gehe ich hier auch davon aus, dass es sich so verhält. Der Status von dem X13s lässt noch Luft nach oben zu. Unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist …sofern man davon überhaupt sprechen kann.