Ein Vorschlag für das im Herbst erscheinende Fedora 41 sieht vor, den Anaconda-Installer auf Wayland umzustellen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um X11-Abhängigkeiten aus den Installationsmedien zu entfernen. Dieses Vorhaben muss zunächst noch vom Fedora-Steuerungskomitee FESCo genehmigt werden. Die Entwickler betonen, dies sei keine einfache Portierung von X11 zu Wayland, sondern beinhalte einige Änderungen in Anaconda, die sich auf die Nutzererfahrung auswirken würden.
Wechsel zu RDP für Remote-Installationen
Die Umstellung von Anaconda auf natives Wayland soll einige technische Probleme und veraltete Abhängigkeiten beheben, die mit dem aktuellen X11-basierten Set-up verbunden sind. Anaconda nutzt derzeit TigerVNC, um Rechner aus der Ferne mit einer grafischen Benutzeroberfläche installieren zu können. Die Abhängigkeit von TigerVNC verhindert eine Abkehr von X11. Als Ersatz wird Gnome Remote Desktop vorgeschlagen, welcher das Remote Desktop Protocol (RDP) verwendet.
Konsistentes Keyboard-Verhalten
Ein weiterer Wechsel ist notwendig, um Keyboard-Layouts konsistent in allen Fedora-Veröffentlichungen zu gewährleisten. Das bisher verwendete Paket libXklavier erwies sich unter Wayland als fehleranfällig und soll nun durch die systemd-localed DBus API ersetzt werden. Es wird spannend sein, zu sehen, ob den Entwicklern das generelle Vorhaben, Fedora 41 ohne GNOME Xorg-Sitzung auszuliefern, gelingt. Die Umstellung von Anaconda ist dabei nur ein Puzzleteil.
