Linux Mint 20.3 Edge für aktuelle Hardware

Linux Mint 20.3 »Una« erschien vor rund einer Woche mit Kernel 5.4 LTS, der zwar noch bis 2025 unterstützt wird, aber bereits von Ende November 2019 stammt und mittlerweile auf aktueller Hardware einige Ausfälle beim Booten oder bei der Installation zeigt. Deshalb hat das Mint-Team jetzt Linux Mint 20.3 Edge aufgelegt, wie Clement Lefebvre in der knappen Ankündigung im Blog des Projekts verkündet.

Linux 5.13.0-25

Der einzige Unterschied zur Standardausgabe Linux Mint 20.3 mit Linux 5.4 ist eine Anhebung der Kernel-Version auf 5.13.0-25. Einschränkend ist zu beachten, dass das Edge-Image nur für Mints Standard-Desktop Cinnamon bereitsteht. Kernel 5.13 brachte für moderne Hardware unter anderem Unterstützung für AMD Radeon Multi-Chip-Grafikkarten der Aldeberan-Serie. Zudem wird AMDs FreeSync HDMI mit HDMI 2.0 unterstützt. Für Besitzer von Intels Alder Lake-Plattform sieht es dagegen mit Linux 5.13 nicht so rosig aus, denn die neue Intel-Plattform erhielt mit 5.13 erstmals initiale Unterstützung. Besitzer dieser Hardware werden unter Umständen auch mit Linux Mint 20.3 Edge nicht zum Ziel kommen.

Das Edge-Image ist geeignet für Anwender, die Mint frisch installieren möchten, deren Hardware aber vom Standard-Image nicht startet oder installiert. Bestandsanwender, die auf Mint 20.3 aktualisiert haben und Probleme besonders im Videobereich wahrnehmen, können im Update-Manager auf Linux 5.13 aktualisieren.

Nur falls wirklich benötigt

Bereits Linux Mint 20.1 und 20.2 wurden mit Edge-Images nachgebessert. Jedoch weist der User Guide darauf hin, dass die Edge-Images nicht so stabil seien wie die normale Ausgabe und eventuell weniger proprietäre Treiber unterstützen. Somit sollen sie nur zum Einsatz kommen, wenn die normale Version mit der gegebenen Hardware nicht funktioniert. Das ist auch der Grund, warum die Entwickler die Edge-Images nicht auf der prominenten Download-Seite, sondern etwas versteckt auf einer separaten Seite anbieten.

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18 Kommentare

  1. Nunja, so ganz richtig ist die Darstellung der EDGE – Version nicht!
    Diese EDGE – ISO’s hat der Betreiber der Seite http://www.linuxmintusers.de auf mein Bitten seit Linux Mint 19.2 mit Kernel 5.0.0 bzw Linux Mint 19.3 mit Kernel 5.3.0-25 erstellt.
    Diese ISO’s habe ich dann bei Linux Mint 20.1 Clement Lefebvre ans Herz gelegt und nach längerer Kommunikation mit Ihm erstellt Clement Lefebvre diese EDGE – ISO’s nun für Cinnamon.
    Dies ist die richtige und wahre Entstehunggeschichte der EDGE – ISO’s.

    Hier der Link zu Linux Mint 19.3 edge – ISO: https://sourceforge.net/projects/linuxmintdeutsch/files/19.3/tommix/BETA_linuxmint-19.3-cinnamon-64bit-de-20191220%2BKernel_5.3.0.iso/download

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  2. Da sieht man wieder das Ubuntu so und auch als Unterbau nicht viel taugt, einen mehr als 2 Jahre Kernel als Standard auszuliefern ist schon vermessen man hätte ja zumindest den 5.10 nehmen können der auch Longtime Status hat. Das war auch der Grund warum ich nach einen halben Jahr von Ubuntu zu Manjaro gewechselt bin ich war es leid ständig Ersatz für die alten Pakete suchen zu müssen nur weil Canocial es noch nicht mal schafft die Pakete in der halbjährlichen Version auf den neusten Stand zu halten .

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  3. Schön für die Leute die unbedingt diese Kernelvariante haben wollen.
    Was mir fehlt ist die “inoffizielle” Linux-Mint 20.3 Una mit LXDE (5.4) für 2 Laptops und nen Miditower. Hoffentlich tut sich da noch was.

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      1. @Tux+Charon
        Aus Eurer Sicht, bestimmt. Mir gehts ums Ambiente. Zumal bei Auflösungen von 1024 x 768 ! Sa ist alles andere als LXDE suboptimal. Ausserdem, ich persönlich mag die klassische Optik und Bedienung. Auch einige “Linux-Neuzuugänge” (mal so bezeichnet) sind von der einfachen Händelbarkeit begeistert.

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    1. Habe MX Linux mit 5.15 installiert, dieser wird in den Backports angeboten. Seitdem läuft der Wifi Chipsatz, Realtek 8823de mit 100%.

      So muss das laufen.
      Bin froh das ich das Experiment gewagt habe und mir mal ne andere Distro angeschaut habe.

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  4. Da haben viele lange drauf gewartet, wobei das Image mit dem 5.4er Kernel auf meinem Laptop (Asus Gaming Notebook mit Ryzen 5 und GeForce) sauber bootet (ich glücklicher).

    Nach der Installation ist zwar dann das Kernelupdate auf 5.13 meine erste Handlung, aber spätestens mit Nomodeset habe ich das alte Image auf jeder Büchse zum Starten gebracht. Selbst ein Schenker-Laptop hat dann aufgehört zu bocken.

    Wer nach der Installation immer noch Probleme hat und keine NVidia-GPU kann problemlus mit ukuu auf einen richtig aktuellen Kernel wechseln.

    Die Wahl zu haben ist hier in jedem Fall Gold wert.Dazu gab es gerade noch 20.3 und das native Firefox-Paket. Die mint-User werden gerade reichlich beschenkt.

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