Murena-Volla-Tablet

Murena geht Partnerschaft mit Volla ein

Murena, ein von Gaël Duval gegründetes Unternehmen, das datenschutzfreundliche, »entgoogelte« Android-Smartphones mit dem hauseigenen Betriebssystem /e/OS anbietet, stellt heute in Partnerschaft mit dem deutschen Smartphone- und Tablet-Hersteller Volla Systeme ein neues Tablet vor.

Das ab sofort verfügbare Murena Volla Tablet ist ein auf Datenschutz ausgerichtetes Tablet, das frei von datenhungrigen Apps bleibt und den Nutzern die Kontrolle über ihre Daten gibt.

Innere Werte

Das Tablet verfügt über einen Mediatek Helio G99 Prozessor, 512 GB Speicher (erweiterbar auf bis zu 1 TB per MicroSD-Karte), 12 GB RAM sowie ein extra großes 12,6-Zoll-QHD-Display. Ein großzügiger 10.000-mAh-Akku sorgt für ausdauernde Laufzeiten, während das schlanke Design und die hochwertige, eloxierte Aluminiumoberfläche einen wertigen Eindruck vermitteln und für Langlebigkeit stehen sollen. Ein LTE-Modul ist mit an Bord.

Software

Softwareseitig wird das Tablet mit Murenas mobilem Betriebssystem /e/OS ausgeliefert. e/OS ist ein Open-Source-Betriebssystem für Smartphones und Tablets, das auf LineageOS basiert und vollständig auf Google-Dienste verzichtet, um den Datenschutz zu maximieren. Es ersetzt proprietäre Google-Apps durch datenschutzfreundlichere Alternativen wie microG, eine eigene Suchmaschine und einen App-Store, bleibt aber kompatibel mit den meisten Android-Apps.

Murena Workspace

Das Murena Volla Tablet wird außerdem mit vorinstallierten, trackerfreien /e/OS-Standard-Apps wie Mail und Kalender ausgeliefert. Ebenfalls enthalten ist das vollständig datenschutzorientierte Online-Ökosystem Murena Workspace, bestehend aus Ende-zu-Ende-verschlüsseltem Cloud-Speicher und einer Office-Suite, inklusive 1 GB kostenfreiem Speicherplatz.

App Lounge

Über die dedizierte App Lounge können Nutzer anonym Drittanbieter-Apps installieren. Diese umfasst Anwendungen aus Google Play, F-Droid sowie eine Datenbank progressiver Webanwendungen (PWAs). Zudem vergibt die App Lounge für jede App im Store einen Datenschutz-Score von 0 bis 10, basierend auf den angeforderten Berechtigungen und integrierten Trackern, sodass Nutzer fundierte Entscheidungen treffen können. Weitere zentrale Funktionen von /e/OS sind die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Murena Vault, erweiterte Kindersicherungen, „Find My Device“ per SMS, ein Tablet-Modus sowie eine ethische Suchfunktion.

Das Murena Volla Tablet ist ab sofort für 698 EUR über Murena in Europa, den USA, Puerto Rico, Kanada, Australien, Neuseeland, Hongkong, Singapur und Südkorea erhältlich.

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13 Kommentare

  1. Viele schauen bei 698 € erst mal nur auf die nackten Specs und vergleichen mit Samsung, Xiaomi & Co. Rein von der Hardware bekommt man da natürlich Alternativen. Aber bei so einem Gerät bezahlt man eben nicht nur Prozessor, Display und Akku.
    Murena und Volla gehen hier bewusst einen anderen Weg: kein Google, keine datenhungrigen Standard-Apps, eigenes Ökosystem, eigener Workspace, Datenschutz-Score im App-Store usw. Das bedeutet aber auch: Das Geschäftsmodell läuft nicht über Werbedaten oder Nutzerprofile. Und genau da liegt der Unterschied.
    Bei den großen Herstellern wird ein Teil des Preises indirekt durch Daten refinanziert – durch Dienste, Tracking, Play-Store-Bindung, Cloud-Ökosysteme. Wenn ein Gerät diesen Weg nicht geht, muss es sich klassisch über den Verkaufspreis tragen. Entwicklung, Anpassung von /e/OS, Infrastruktur wie Murena Workspace – das fällt nicht vom Himmel.
    Wer also sagt „zu teuer für ein LTE-Tablet mit Helio G99“, sollte fairerweise berücksichtigen, dass hier eben nicht mit persönlichen Daten, die euer berufliches und privates Leben zeigen, mitbezahlt wird. Datenschutz, Unabhängigkeit von Google-Diensten und ein alternatives Ökosystem kosten nun mal Geld – entweder direkt beim Kauf oder indirekt über Daten die jeder Nutzer von Google-Diensten über die mobilen Geräte sammeln lässt.
    Am Ende ist es wie immer eine Prioritätenfrage:
    Will ich maximale Integration ins Google-Universum – oder ein Gerät, das bewusst darauf verzichtet?
    Beides hat seinen Preis. Nur wird er unterschiedlich bezahlt.

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  2. Wie da ist kein W-Lan Chip verbaut. Nie wieder. Dann bin ich ja von einem Handyvertrag abhängig. Kein Bock auf son Müll. W-Lan krieg ich schon irgendwie aufgespannt. Aber ein eigenes Handynetz ist schon viel schwieriger. Definitiv Nein DANKE! Egal wie teuer oder billig das wäre! Und ARM kriegt sowieso nur solange Support bis der Hardwarehersteller kein Bock mehr hat, dann ist man, was Treiber angeht gefickt. Wenn da mal Risc-V drin wäre, wirds interessant. Oder ARM muss den Bootprozess ändern, damit man nicht mehr auf die ISOs angewiesen ist!

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  3. Ich bin ein wenig verwundert, wofür diese Geräte scheinbar her halten sollen. Telefonieren, Spielen, 4K Videos, … das sehe ich bei dem Gerät für mich nicht.
    Aber die Anforderungen sind nun mal unterschiedlich.
    Zum Telefonieren nutze ich ein Handy oder Telefon. Online Videos streamen …was für einen Tarif ich da wohl bräuchte 😁 und da ich nicht Spiele, fällt das auch weg. Davon abgesehen, ist so ein Tab garantiert nicht für performance hungrige Spiele gemacht.
    Für mich ist so ein Gerät offline oder im WLAN interessant. Bei allem anderen nutze ich mein Smartphone als Hotspot und klinke mich mit dem Tab da auf.
    Für mich sind andere Features wichtiger, aber hey, jeder ist da anders😉.

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  4. 700€ für diese Gerät musst du bereit sein auszugeben.
    Da gäbe es Alternativen wenn es um Custom Roms geht (zB Google Pixel Tab mit CalyxOS & Co.).
    Vielleicht auch ein Librem 11 Tab oder … abe interessant ist die Möglichkeit Ubuntu zu nutzen.
    Ich finde das erst einmal gut.

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    1. Ich hatte das Volla Phone Quintus wo es neu rausgekommen ist und hab versucht ohne Google auszukommen, zum Glück konnte ich diesen Müll ohne Großen Verlust nach knapp einem Jahr wieder verkaufen. Bin jetzt wieder mit den Pixel 9a unterwegs für 300€…Solange die Politk nichts dagegen unternimmt und es keine Europäische Alternative zu Apple/Google Dienste gibt, sind diese Telefon/Tablet überteuerter Elektroschrott.

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      1. Oh ha, warum/wofür brauchst du Google & Co.?
        Ich (wir als Familie) nutze(n) schon recht lange Google Pixel Phones + ein Pixel Tab für die Familie, mit CalyxOS und microG und es gibt so gut wie nichts, was nicht geht.
        Banking Apps weiß ich, dass die schwierig sind, habe ich aber nicht probiert, da ich die generell ablehne. Online Banking findet bei mir nur am PC statt🤗.
        Also sehe ich das etwas anders mit Google & Co.😅.

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        1. Kontaktloses Bezahlen oder Bezahlen im Internet geht für mich ohne Google halt nicht vernünftig. Klingt vielleicht paradox, aber wenn man mit Google Pay zahlt (egal ob im Laden oder online), bekommt der Händler nur eine virtuelle Kartennummer und nicht meine echten Kontodaten.
          Das größere Thema sind bei mir die Banken: Mit der DKB läuft alles problemlos, aber die Deutsche Bank, die ich auch beruflich brauche, funktioniert ohne Google-Dienste einfach nicht zuverlässig, genau wie das Entsperren und viele andere gute Sicherheitsfunktionen von Google, wie zB der Spamschutz.
          Deshalb ist “komplett ohne Google” für mich aktuell keine echte Option.
          Und man darf auch nicht vergessen, die guten Apps liegen bei Google-Play, das heisst diese ganzen Stores, wo man “anonym” diese Apps ziehen kann, werden gespiegelt. Ohne überprüfung auf richtigkeit und zeitverzögert. Du hast null Support vom Entwickler. usw. Die Politker müssen hier eingreifen sonst macht das alles überhauptkein Sinn.

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      1. Mit 2560 x 1600 reicht es nicht mal für 4K und die Mali-G57 GPU dürfte beim Spielen eher Limits setzen als LTE. Da 4G noch länger verfügbar sein wird, fehlt die 5G Unterstützung kaum. Was das genau bedeutet, hängt von den lokalen Mobilfunkanbietern ab und davon wie lange das Gerät deren Vorgaben entsprechen kann. Allerdings hat Criena mit in einem Punkt recht, mit einem 5G Modem müsste sich ein Käufer diese Gedanken nicht machen.

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