MX Linux 21.1

MX Linux 21.1 »Wildflower« als AHS-Edition

Von den einen in den Himmel gelobt und seit längerer Zeit auf Platz 1 der fragwürdigen Hitparade auf DistroWatch, von anderen als fehlerbehaftet und instabil verschrien: MX Linux 21.1 liegt vor. Ich habe keine Langzeiterfahrung damit, deshalb beschränke ich mich auf die Fakten.

Best of both Worlds

Die Basis von MX Linux 21.1 als erstem Point-Release zu MX Linux 21 bildet wie gehabt Debian Stable, hier in Version Debian 11.3 »Bullseye«. Ebenfalls wie gehabt, wird Systemd zwar ausgeliefert, aber SysVinit als Init verwendet. Beim Starten kann im GRUB-Bootscreen Systemd alternativ ausgewählt werden. Best of both worlds – wenn es denn funktioniert.

Advanced Hardware Support

Die neue Ausgabe von MX bietet über AHS (Advanced Hardware Support) Kernel 5.16 sowie aktuelle Versionen von Mesa, X.org und den Vulkan-Treibern. Somit ist AHS vergleichbar mit Ubuntus HWE (Hardware Enablement Stack). In jedem Fall bringt das einen Heimvorteil gegenüber Debian Stable bei der Installation auf aktueller Hardware.

Disk-Manager wieder an Bord

Des Weiteren wurden neben behobenen Fehlern und den üblichen Paket-Updates der Disk-Manager wieder in die Abbilder integriert. Dieses Tool ist laut Beschreibung ein einfaches GUI-Konfigurationswerkzeug für das automatische Erkennen neuer Partitionen beim Starten, die vollständige Verwaltung der Konfiguration des Dateisystems und dem Aktivieren/Deaktivieren der Schreibunterstützung für NTFS. Zudem wurde der Installer verbessert.

Xfce, Plasma und Fluxbox

MX Linux 21.1 steht in verschiedenen Varianten zum Download bereit. Xfce ist als 32- und 64-Bit mit Kernel 5.10 und als einzige Option in 64-Bit auch mit AHS verfügbar. Den Plasma Desktop gibt es nur in 64-Bit mit Kernel 5.10. Fluxbox wird in 32- und 64-Bit ohne AHS angeboten. Bestandsanwender können ihre Installationen über das Paketmanagement auf den neusten Stand bringen.

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3 Kommentare

  1. Ich schaue hin und wieder auch mal bei linuxnews.de vorbei und einige Artikel finde ich auch durchaus informativ.
    Manchmal wäre aber etwas mehr Wissens- und Erfahrungsgrundlage wünschenswert.
    Wenn man als Autor/News-Portal-Betreiber keine eigenen (Langzeit-) Erfahrungen mit einer Distribution hat, sollte man nicht verifizierbare Bewertungen Dritter (“in den Himmel gelobt”, “”als fehlerbehaftet und instabil verschrien”) auch nicht einfach weiter publizieren.
    MX-Linux arbeitet sehr nahe an der Debian Basis und funktioniert bei entsprechender Installation als sogenannte “Semi-Rollig” Distro” d.h. einem Mix aus Stable und Testing Komponenten erstaunlich stabil.
    Diese Distribution ist erster Linie für den Desktop-Einsatz und den weniger erfahrenen oder faulen (Debian) Linuxer gedacht. Wenn man nicht das Orginal Debian (Stable/Testing für den Desktop einsetzen will ist MX-Linux eine der derzeit besten Alternativen mit einer praxistauglichen Software/Tools Zusammenstellung.
    MX Linux AHS ist aus meiner Sicht auch nicht wirklich mit Ubuntu HWE vergleichbar, ich verweise hier auf die Definitionen und Erklärungen der Distris.
    Meine Äußerungen beruhen auf über 15 Jahre Debian (inkl. Ubuntu, Knoppix, Kanotix, Mint, MX, Sparky) Praxiserfahrung auf Server und Desktop.
    Ich bevorzuge auf allen Servern Debian Stable, aber auf dem Desktop setze ich auch u.A. MX-Linux XFCE seit Version 17 produktiv ohne größere Probleme ein.
    Fehlerfreie Software wird es nie geben und der mangelnde Linux-Treiber Support durch die Hersteller wird Linuxer auch noch länger beschäftigen.
    Auch in der heutigen schnelllebigen Zeit muss man sich einfach mal intensiver und länger mit komplexer Materie befassen.
    Ich hoffe, mein Post wird als konstruktive Kritik gesehen.
    MfG B.Reeckers

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