Kurz nach Ostern, am 21. April erscheint nicht nur die nächste LTS-Version von Ubuntu, auch weitere offizielle Ableger werden veröffentlicht. Der beliebteste darunter ist zweifelsohne Kubuntu, das als Kubuntu 22.04 LTS »Jammy Jellyfish« freigegeben wird. Wie auch Ubuntu verwendet die KDE-Version Linux 5.15 als Kernel. Im Gegensatz zu Ubuntu nutzt Kubuntu X11 anstatt Wayland. Letzteres lässt sich aber beim Anmelden als Sitzung auswählen.
Plasma 5.24.4
Als Desktop-Umgebung kommt der aktuell stabile Plasma-Desktop in Version 5.24.4 zum Einsatz. Anwender, die noch Kubuntu 20.04 nutzen, werden hier einen merkbaren Sprung von Plasma 5.18 auf die aktuelle Version machen. Plasma 5.24.4 basiert auf Qt 5.15.2 und KDE Frameworks 5.92. Bei aller gebotenen Funktionalität bleibt Plasma mit ~ 640 MByte RAM im Leerlauf recht genügsam. Weitere vorinstallierte Anwendungen sind LibreOffice 7.3, Firefox 99 und Thunderbird 91.8.
Firefox als Snap
Wie bei Ubuntu kommt auch bei der KDE-Variante Firefox als Snap auf die Platte. Der User wird zumindest beim Upgrade von älteren Kubuntu-Versionen darüber informiert. Ein DEB wird im Paketbestand nicht angeboten. Wer das Debian-Paket wünscht, muss ein PPA installieren und sich mit Firefox ESR 91 begnügen. Alternativ kann die jeweils aktuelle Version direkt vom Server von Mozilla bezogen werden.
Neue Übersichtsseite
Die wohl augenfälligste neue Funktion von Plasma 5.24 ist die neue bildschirmfüllende Übersichtsseite, die mit Super + W gestartet wird. Damit lassen sich mit verschiedenen virtuellen Desktops, die optional durch ihnen zugeordnete unterschiedliche Activities an die jeweilige Aufgabe angepasste Arbeitsabläufe erstellen. Dieses Konzept erhält nun mit der neuen Übersichtsseite mehr Aufmerksamkeit. Dort können auch weitere virtuelle Desktops eingerichtet werden.
Zusätzlich zeigt der neue Überblick alle offenen Fenster sowie eine Suchmaske, die bei der Funktionalität wohl an KRunner angelehnt sein wird und im Hintergrund Milou nutzt. Das Konzept erinnert ein wenig an die Übersicht in GNOME 40, die ebenfalls die virtuellen Desktops mittig an den oberen Rand des Fensters stellt und sich als benutzerfreundliches Design bereits etabliert hat.
Auch bei den Systemeinstellungen und der Suche in Discover legt Plasma 5.24 zu. Wer über die Osterfeiertage einen Blick auf die kommende Version werfen möchte: Für Kubuntu 22.04 LTS »Jammy Jellyfish« liegt eine Beta-Version vor.

Da musste ich erstmal schauen, was bitte die Super Taste sein soll.
Für die, denen das auch nichts sagt: Die klassisch mit dem Windows Symbol versehene(n).
Aus welchem Grund sollte man jetzt oder sogar erst in Tagen ein bereits veraltetes Daily Build verwenden wollen? Denn nichts anderes sind diese Betas: Snapshots und üblicherweise noch nicht mal von diesem Tag, sondern 2 Tage älter. Kann man u.a. an .manifest und .list sehen.
Wer zu Ostern also eine solche Beta “testen” will, hat eine bereits 2 Wochen alte Version. Wer installiert, wird auch updaten. Ergo kann man auch gleich das aktuelle Daily Build (wobei auch mal Tage ausgelassen werden) ziehen, dann, wenn man sich damit befassen will.
Da es hier um Kubuntu geht: https://cdimage.ubuntu.com/kubuntu/daily-live/current/
Es sei auch darauf verwiesen, nicht jedesmal vollständige Images zu ziehen, mit zsync (oder zsync2 für https) kann man enorm Traffic sparen.
Mir ist zwar klar, was Du damit meinst, es stimmt aber nicht:
https://packages.ubuntu.com/jammy/amd64/firefox/download
Ja, es ist nur ein Transitional Package – die snap-Version benötigt es nicht.
Es verkompliziert aber die Installation und Aktualisierung einer tatsächlichen deb-Paket-Version, wenn man keine ESR-Version installieren will. Es gibt im genannten PPA ja auch 99er für 22.04, der Dateiname hat zwar den Zusatz “mt” für Mozilla Team, jedoch nicht der Paketname. Man muß also eine Prioritätskonfiguration erstellen.
Das trifft auch gerade zu:
“firefox 99.0+build2-0ubuntu0.22.04.1~mt2 (Newer version available)”.
“Newer version” verlinkt derzeit auf snap (genauer dessen Source). Wer sich also die deb-Version aus dem PPA installiert und aktualisiert, bekommt ohne Prio-Setzen die snap-Version.
KDE ist extrem konfigurierbar und wirklich nicht schlecht, aber leider ist die Monitorerkennung vieeeeel schlechter als unter Gnome (Egal ob X11 oder Wayland verwendet wird) Daher kann ich den KDE dev nur empfehlen, ert-mal die dieses Problem anzugehen, bevor neue features implementiert werden. Wer nur mit einem Monitor arbeitet und keine NVIDIA GPU nutzt, dem ist es dennoch zu empfehlen.
Ich hab auch mit 2 Displays keine Probleme, habe aber gehört, ab 3 soll es schwierig werden.
Wahrscheinlich auch platztechnisch auf dem Schreibtisch.
Unter Gnome ist vieles um einiges besser, man konzentiert sich schliesslich auch auf das wesentliche und wichtige, anstatt fancy spielereien und anderes Nutzloses Zeuch zu implementieren ;), versuche es aber mal manuell mit xrandr im Terminal. Die Handhabung ist einfach und selbsterklärend. Unter Gnome wird die Einstellung per Anzeigeeinstellung übrigens unter ~/.config/monitors.xml abgespeichert. Dies ist die Ausgangs-Konfiguration die nach dem einloggen immer geladen wird. Dann solltest du dir HOTKEYS anlegen um schnell zwischen Konfigurationen schnell schalten zu können. Als Hilfe poste ich mal meine:
ALT+STRG+1 (Nur Monitore)
ALT+STRG+2 (Alle Bildschirme AN)
ALT+STRG+3 (Nur TV)
Das müsste eigentlich auch unter KDE funktionieren, wenn nicht, wechsel wirklich zu Gnome. Achja das ganze funzt nur unter X. Mit Wayland habe ich noch keine Erfahrungen gemacht.
Ich arbeite ausschließlich unter GNOME und Wayland. Daher kann ich nur zu dieser Konstellation etwas sagen. Egal welchen zweiten Monitor ich angeklemmt habe (PC, TV) und egal ob Spiegelbetrieb oder eben als zweiten: Funktioniert wie der Fels in der Brandung!
Einen dritten gibt meine HW nicht her, aber das wäre auch noch interessant.
Zu GNOME vs. KDE sage ich hier besser nix, sonst entflammt das noch.
ich hab die 22.04Beta auf meinem alten Toshiba i3 (gen2), 8GB, 256GB SATA3 installiert. Gefühlt starten die Snap-Packete änlich schnell/langsam wie vorher die DEBs unter 20.04. Meiner Bescheidenen Meinung nach ist es nicht völlig glaubwürdig wenn man das eine Containerformat basht und das andere toll findet… Die neuen Containerformate haben ein paar nützliche Eigenschaften (sonst hätte man sie nicht erfinden müssen). Snaps und Flat sind sich in pros + cons jedenfalls viel näher als die alten Packetmanager und und die Containerformate
Jehova!
Der Link zu Milou ist inkorrekt.Liefert eine 404 Seite.
Siehste mal! Die sinnvolle Übersicht von Gnome jetzt auch bei KDE. Ein Schelm wer da was böses denkt…
Gnome ist in der Lage die Überlegenheit der KDE-Features anzuerkennen.
Arc-Menu und Dash to Panel, alleine nur diese 2 Erweiterungen zeigen auf beeindruckende Weise, wie mächtig die gnome-shell doch ist und mit welcher Weitsicht die Entwickler den Desktop weiterentwickeln. Die Liste der Möglichkeiten könnte man Endlos weiterführen, aber das würde den Rahmen sprengen. Gnome ist in jedemfall dem KDE Desktop haushoch überlegen. Damit meine ich nicht nur die Features sondern auch in Sachen Stabilität und Zuverlässigkeit. Da kommt nix ran.
Auch hässliche Mütter können schöne… aber lassen wir das.
Ich sehe das immer so: etwas kopieren, nachahmen, ist per se nicht schlecht, ganz im Gegenteil: man erkennt an, das jemand etwas gut/besser gemacht hat und integriert es.
Wäre ja auch doof, wenn die meisten PKW Anbieter auch heute noch mit ‘nem Holzrad fahren würden ^^
Sehe ich ja auch so. Finde es aber schade, dass einige Menschen an Gnome immer rummäkeln. Ich finde, dass die Leute von Gnome viele inovative Dinge am Start haben.
Dummerweise taucht er auch so in (manchen?) Suchmaschinen auf – leider hat Vishesh aber im Pfad großgeschrieben (und Hugo verhindert das nicht):
https://vhanda.in/blog/2014/03/Introducing-Milou/
Wann kommt der grosse Durchbruch bei snapd, indem die Applikationen sofort starten?
Selbst unter Ryzen 7 5800H mit M2 SSD braucht das ewig. Ist doch kein Wunder das die User snap hassen.
Willst du damit ausdrücken, Mark Shuttleworth will ein totes Pferd durchreiten?
Ich verstehe die Aufregung nicht. Ich habe gerade mal die Beta (GNome) Live gestestet. Neben Firefox als Snap ist alles beim alten. Besser noch, Flatpak ist mit Version 1.12.7 auf den neusten Stand und direkt in den Repos dabei. Das heisst also snapd und der snap-store kann ohne weiteres (also ohne das Stable Flatpak PPA einbinden zu müssen) durch flatpak und gnome-software ersetzt werden und mit apt-mark hold snapd, SNAP für immer verbannen. Ist zwar etwas nervig, aber das macht man 1x in 2+ Jahren und hat seine Ruhe.
Charon ist ein kleiner Troll, der sich für einen Linux-Crack hält, weil er es geschafft hat MX Linux zu installieren. Einfach ignorieren.
Btw,I use arch.xD
Prinzipiell ist es mir egal ob deb, snap oder flat etc.
Was mich allerdings z.B. nervt – Chromium installiert (snap per default) -> im /home wird ein Verzeichnis erstellt (sichtbar) – und dort in Unterordnern landen auch Downloads.
Beim deb und andren Browsern ist automatisch /Downloads voreingestellt – so und nicht anders sollte das sein. Wenn solche Kleinigkeiten nicht bedacht werden, schielt man schon ein wenig skeptisch bei dem ganzen Kram.