Im August 2023 wurde MX Linux 23 »Libretto« auf der Basis von Debian 12.1 »Bookworm« veröffentlicht. Jetzt liegt das zweite Service-Release zu MX 23 vor.
Standard oder AHS
Die beliebte Distribution aktualisiert damit ihren Unterbau auf das aktuelle Debian 12.4 »Bookworm«, der Kernel steht bei Linux 6.1 LTS. Verfügbar ist MX Linux in Editionen mit KDE Plasma, Xfce oder Fluxbox. Zusätzlich steht ein Abbild für den Raspberry Pi bereit.
Wer aktuellere Software benötigt, der kann zu Xfce mit AHS greifen. Das steht für Advanced Hardware Support und ist mit Ubuntus Hardware Enablement vergleichbar. Damit kommt dann Linux 6.6 LTS als Liquorix-Kernel ins Haus, begleitet von Mesa 23.1.2.1. Ferner wurde bei allen Editionen PipeWire 1.0 integriert.
Ohne systemd
MX Linux verzichtet auf systemd und liefert seine Editionen mit Xfce und Fluxbox in 32- und 64-Bit aus. KDE Plasma liegt nur in einer 64-Bit Version vor. Der direkte Download der Abbilder ist in der Ankündigung im Blog verlinkt. Zudem gibt es einen Torrent-Link.

Moment, MX verzichtet mit nichten auf systemd, es kommt mit BEIDEM, sysvinit UND systemd. Default ist sysinit, man kann aber einfach im Bootmenü systemd auswählen. Das hat mir neulich schonmal hinreichend den Allerwertesten gerettet als ich (dumm) systemd in den panic-mode geschossen hatte; der sysvinit-Boot lief ohne Probleme, dann konnte ich das Problem beheben und anschließend ging auch systemd wieder.
MX kommt auch mit X11 UND Wayland. Ich finde diese Art von Redundanz echt super. Ist das eigentlich ein Alleinstellungsmerkmal von MX? Ich kenne nur entweder-oder Distributionen (also bei der Default Installation, “umbauen” kann man sie ja fast alle).
Viele Grüße
Benjamin
Derzeit wohl noch. Fedora Workstation 40 KDE Plasma 6 wird im April wohl den Anfang ganz ohne X11 machen.