Im Blog von Canonical wurde gestern eine Zusammenarbeit von Canonical und DeepComputing bekannt gegeben mit dem Ziel, das erste RISC-V Notebook mit vorinstalliertem Ubuntu vorzustellen.
DC-ROMA RISC-V Laptop II
Dabei handelt es sich um den DC-ROMA RISC-V Laptop II, die zweite Inkarnation des weltweit ersten RISC-V Notebooks. Mit der zweiten Auflage erhöht Hersteller DeepComputing die Leistungsfähigkeit des Notebooks. Dazu trägt der SpacemiT SoC K1 bei, der 8 Kerne aufweist, die mit bis zu 2.0 GHz takten. Der Vorgänger war auf 4 Kerne und 1,5 GHz beschränkt. Der DC-ROMA RISC-V Laptop II kann bis zu 16 GByte RAM verwalten und bringt zudem einen KI-Chip mit. Anders als beim Vorgänger ist das Gehäuse komplett aus Metall.
Ubuntu vorinstalliert
Während der Vorgänger ohne Betriebssystem ausgeliefert wurde und die Auswahl zwischen openKylin und Debian ließ, kommt Laptop II mit vorinstalliertem Ubuntu 23.10 in den Handel. Canonical sieht das Einsatzgebiet des Laptop II vorwiegend in der Software-Entwicklung. Hilfreich dabei ist die Unterstützung der RISC-V Vector (RVV)-Spezifikation in Version 1.0.
Weiterhin nicht konkurrenzfähig
Vorbestellungen für das Gerät sind ab dem 18. Juni auf der DeepComputing-Webseite möglich, der Preis ist bisher nicht bekannt. Wenn man sich die Preise von RISC-V-Boards anschaut, so wird es nicht gerade preiswert werden. Der Vorgänger startete vor zwei Jahren bei etwas über 1.000 USD und liegt jetzt bei rund 750 USD. Niedrige Stückzahlen treiben dabei die Preise in die Höhe. Somit werden diese Notebooks wohl vorwiegend von Enthusiasten gekauft, sind sie doch von der Leistung her nicht mit modernen Notebooks von Intel, AMD oder ARM vergleichbar.

Also ich komme auf maximal €647,95 für das Gen. II wenn ich alles dazu nehme!
Für den Framework wird ein RISC-V Board kommen:
https://frame.work/de/de/blog/introducing-a-new-risc-v-mainboard-from-deepcomputing
Framework wird such aktiv: https://frame.work/de/de/products/deep-computing-risc-v-mainboard?utm_campaign=2024-06-18-risc-v-preview%20%2801J0KM7C7CA1EVSTPYGTMPYADR%29&utm_medium=email&utm_source=Newsletter&_kx=qgUCcx0dYrv1E5xjsAAKplWgeVnQeQU8VSQnZIAaAFc.LNYsui
Du warst schneller!
Lass mich doch auch mal😂 …aber im Ernst: Es bleibt nach wie vor ein Abendteuer und experimentell. Gut ist es aber trotz alle dem, damit das Thema in Wallung kommt. Ich bin auf das Framework gespannt. Vielleicht kann @Ferdinand eins als Testmuster bekommen und einen Artikel schreiben.
Ausgerechnet 23.10 für ein Notebook, das noch nicht mal ausgeliefert wurde. Das sagt viel über die Nachhaltigkeit dieser “Zusammenarbeit” aus.
Mit RISV-V geht das für mich Richtung „konkurrenzlos“!
2 GHz dürften endlich genug für Video-Konferenzen sein, damit ein voll taugliches Business-Laptop. Dann noch die GPIO-Pins und (hoffentlich) beleuchtetes Keyboard (wie beim Vorgänger). Klingt super!
Hoffen wir es mal, damit es vorwärts geht.
… teuer, aber dafür wenig Leistung – wo macht das Sinn – habe ich etwas verpaßt?
Ein schönes Wochenende wünscht, Kai
Das kommt ja immer darauf an, welche Aufgabe man dem Notebook zuweist.
Fuer programmier Aufgaben ist so etwas vollkommen ausreichend.
Allerdings ist es natuerlich schlichtweg noch zu teuer.
Wenn damit reale 12 Stunden Akkulaufzeit möglich werden und man Abends mal ein Casual Game zocken kann ohne das der Akku sofort absäuft, dann wären 1.000 € schon ok. Man sollte dann aber auch den Akku zur Not tauschen können, falls der mal stirbt. Und es muss auch Ersatz verfügbar sein. Ansonsten wäre es auch wieder ein Witz. FullHD würden ausreichen, um den Akku nicht unnötig zu belasten. Was will ich unterwegs mit 2-4k das ist affig!
So ist es doch mit allen Neuentwicklungen. Billiger wirds erst, wenn große Stückzahlen abgesetzt werden können.
Ja genau. Ich denke man sollte sich von Arm in Richtung V-Risc mehr bewegen.
Aber wenn er meinen Anforderungen entspricht, wuerde ich ihn kaufen.
https://deepcomputing.io/product/dc-roma-risc-v-laptop-ii/
ist gleich in der Preorder Phase.
Grade versucht ARM die neuen Qualcom CPUs wegzuklagen. Damit ist auch Tuxedo unter Beschuss.
Edit: https://www.heise.de/news/ARM-will-Verkauf-aller-neuen-PCs-mit-Windows-on-ARM-stoppen-9758354.html
Bei RiscV geht das nicht.
Ich denke, das geht da lediglich darum, ein paar mehr Lizenzgebühren einzufordern. Sturm im Wasserglas.
Wohl nicht ganz. Verkauft wurde (sofern ich es richtig mitbekommen habe) eine Lizenz für Server, nun kommt das CPU-Design bei Notebooks zum Einsatz. Mir leuchtet das irgendwie ein, dass sie dafür keine Lizenz haben.
Von daher wäre RISC-V schon spannend. Ich hab auch mal so ein Teil (Mini-Computer) aufgesetzt. Lief jetzt gar nicht mal so schlecht, aber als ich eine NVME anschloss, erhitzte sich das Teil unter Leerlast derart, dass ich es dann doch nicht weiterverfolgte (ist aber ein Jahr her oder so).