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NLnet fördert 67 Open-Source-Projekte

Wir haben bereits des Öfteren über die Open-Source-Finanzierung durch NLnet berichtet. Die NLnet Foundation ist eine gemeinnützige niederländische Stiftung, die seit 1997 die Entwicklung eines offenen, sicheren und freien Internets fördert. Sie unterstützt unabhängige Entwickler und Organisationen finanziell bei Open-Source-Projekten, offenen Standards und digitaler Privatsphäre.

Jetzt hat die Stiftung im Rahmen der Next-Generation-Internet-Initiative (NGI) der EU 67 neue Projekte mit Fördermitteln bedacht. Die Gelder stammen aus drei Fonds: dem NGI Zero Commons Fund, NGI Taler und NGI Fediversity. Für Linux- und Open-Source-Enthusiasten sind einige der geförderten Projekte besonders interessant. Im Bereich Wayland erhält der nicht-monolithische Compositor River Unterstützung für ein neues Fensterverwaltungsprotokoll, das die strikte Trennung von Compositor und Window Manager weiter vorantreiben soll. Daneben gibt es Förderung für eine bessere Darstellung auf E-Ink-Displays unter Wayland sowie Wayland-Unterstützung für das DISTRHO Plug-in Framework für Audio-Plugins.

Redox OS, Servo und Bisque

Beim Rust-basierten Betriebssystem Redox OS soll die Nutzung als virtualisierte Laufzeitumgebung für Webdienste vorangetrieben werden. Das ursprünglich von Mozilla initiierte Browser-Engine-Projekt Servo bekommt Mittel für bessere Multimedia-Unterstützung und internationale Schreibrichtungen. Auf der Basis von Servo entsteht mit Bisque sogar ein vollständiger Desktop-Browser, der sich tief in die Linux-Systemlandschaft integrieren soll.

Weitere Projekte

Weitere nennenswerte Projekte sind Verbesserungen an xdgmime, der weitverbreiteten Bibliothek zur Dateityp-Erkennung auf Linux-Desktops, sowie Kernel-Observability-Funktionen für das Landlock-Sicherheitsmodul. PeerTube erhält Mittel für bessere Skalierbarkeit, CoMaps für Fahrradkarten und häufigere Kartenaktualisierungen, und SelfPrivacy soll künftig selbst gehostete Dienste auch über das Tor-Netzwerk zugänglich machen. Hardwareseitig sticht ein quelloffenes Smartphone-Projekt namens mikroPhone hervor, das auf ARM- und RISC-V-Chips setzt und Datenschutz in den Vordergrund stellt.

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