Smartphones

OpenAndroidInstaller als Beta verfügbar

Der OpenAndroidInstaller ist eine neue Open Source-Software, und hat das Ziel, die Installation (das sog. Flashen) alternativer Android-Distributionen zu erleichtern. Der Entwickler Tobias Sterbak ist der Kopf hinter dem vom Prototype Fund öffentlich geförderten Projekt und hat gerade eine erste Beta-Version vorgelegt. Der Prototype Fund ist ein Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Der OpenAndroidInstaller ist ein grafischer Installer, der es dem Anwender ermöglicht, sein Android-Gerät mit wenigen Klicks mit einer alternativen Distribution zu flashen. Durch die Unterstützung von Addons wie Google Apps, MicroG oder F-Droid kann der Anwender das Gerät dabei individuell anpassen. In der Vorgehensweise erinnert die Software an die Installer von UBports und der e/-Foundation, ist aber universeller ausgelegt.

Gute Gerätebasis

Die vorliegende Beta-Version unterstützt aktuell 52 Geräte verschiedener Hersteller und baut auf ein niederschwelliges System, um künftig weitere Geräte zu unterstützen. Unter den derzeit unterstützten Geräten sind alle Google Pixel-Geräte von Pixel 2 bis 5, das Fairphone 2, 3 und 4 sowie Geräte von Samsung, Sony, Motorola und OnePlus.

Tools an Bord

Der Installer bringt Tools wie adb, fastboot und heimdall bereits mit. Bei den Custom ROMS kann jedes Abbild genutzt werden, das zum Gerät passt. Dazu zählen LineageOS mit und ohne microG, e/OS und viele andere.

Noch in der Beta-Phase

Die Entwickler freuen sich darauf, Feedback und Ideen der Nutzer mit in die Weiterentwicklung der Software einfließen zu lassen. Der OpenAndroidInstaller ist ab sofort als Beta-Version für die Plattformen Linux, macOS und Windows verfügbar. Ein Flatpak soll bald folgen. Da die Software noch im Beta-Stadium ist, muss mit möglichen Fehlern gerechnet werden.

Foto von Eirik Solheim auf Unsplash

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5 Kommentare

  1. Frag mich ob der Bootloader ebenfalls automatisch entsperrt wird oder wird dieser ausgetrickst. Aber laut Anleitung auf Github, steht nichts das man dies manuell machen muss. Aber schöner Ansatz, sehe ja an meiner Waydroid Installation auf Fedora, wie wenig Ressourcen so ein Googlefreies LineageOs benötigt. Wirklich traurig wie die Hersteller, Android dermaßen zumüllen, das man am Ende unmengen an RAM braucht für im Endeffekt nichts. Da ich eh schon lange mit nem älteren Model der Pixel Serie liebäugel, kann ich den Installer ja demnächst mal testen. Danke für die tollen News 🙂

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  2. So ein Tool ist die Voraussetzung dafür, dass es mal populär wird, auf dem Smartphone das OS selbst aufzuspielen. Schriftliche Anleitungen können noch so gut geschrieben sein, sie werden leider immer nur von einer Minderheit genutzt.
    Ich hoffe, dass der universelle Ansatz denn auch dazu führt, dass sich die Entwickler der verschiedenen Custom-ROMs an diesem Projekt beteiligen werden. Mich erinnert das Projekt sehr an Calamares, das sowohl für den User als auch für eine ganze Reihe an Distributionen großen Nutzen hat.

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    1. Das mit dem beteiligen wird so eine Sache werden. GrapheneOS hat m.M.n. bereits einen grafischen Installer. In wie weit der komplett automatisiert bzg. BL entsperren …weiß ich nicht. CalyxOS nutzt ein eigenes Script (da kann ich etwas zu sagen da ich COS auf einem Pixel 6a selber nutze) und die wollen wohl auch ein grafisches Tool für die Zukunft.
      Ob diese Kräfte also am Ende gebündelt werden können …
      Ich stimme dem Ansatz und Vorhaben komplett zu und würde demnächst das mal nach Rücksprache mit dem Entwickler für ein Moto G7 (nicht Power!) testen wollen.

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  3. Das klingt interessant.
    Selbst wenn man sich nicht von dem “ganzen Googlescheiß”, wie Ralf Stephan es nennt, befreien will, bieten alternative ROMs doch auch die Möglichkeit, ältere Smartphones noch zu verwenden, wenn sie vom Hersteller nicht mehr unterstützt werden.
    Wer nebenbei noch Google loswerden möchte – um so besser.

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